Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden - PC

Action-Rollenspiel  |  Release: 09. November 2011  |   Publisher: Warner Bros.

Kolumne: Grab der Giganten

Medienkonzerne und die Spielebranche

Christian Schmidt über die Gründe, warum sich so viele Unterhaltungsriesen ausgerechnet an der interaktiven Unterhaltung die Finger verbrannt haben.

Von Christian Schmidt |

Datum: 13.04.2010


Grab der Giganten : Warner Interactive entwickelt ein neues Herr-der-Ringe-Spiel, Der Krieg im Norden. Das Interessante an dieser Nachricht ist nicht das Spiel, sondern die Tatsache, dass es von Warner Bros. kommt, einem der weltgrößten Medienkonzerne.

Die Spielebranche ist das Grab der Unterhaltungsgiganten. Seit Jahrzehnten versuchen die riesigen Film- und Fernseh-Kolosse, das neue Medium zu erobern. Die meisten waren schnell wieder weg vom Fenster.

Virgin, der englische Riese, hatte von 1994 bis 1998 einen Interactive-Ableger, die Firma war der Geburtshelfer von Command & Conquer. Schließlich verkaufte man die meisten Rechte an Electronic Arts, den Rest an den französischen Publisher Titus.

Der deutsche Megaverlag Bertelsmann gönnte sich 1996 einen Spieleableger, ihm gehörte ursprünglich mal die GTA-Serie. Zwei Jahre später war das Abenteuer schon wieder vorbei.

Grab der Giganten : Szene aus No One Lives Forever. Szene aus No One Lives Forever. News Corp., das Medienimperium von Rupert Murdoch, hatte von 1994 die Tochterfirma Fox Interactive, die Aliens vs. Predator und No One Lives Forever herausbrachte. Aber am Ende auch so viel Mist wie Stirb Langsam: Nakatomi Plaza oder Die Simpsons Skateboarding, dass Vivendi 2003 die Reste schluckte.

Und es ist noch kein Jahr her, dass Sumner Redstone, des Chef des US-Fernsehkonglomerats Viacom (MTV), mit Midway auf die Nase fiel, das Millionen versenkte und 2009 Pleite ging. Immerhin gehört zum Viacom-Konzern noch das erfolgreiche Studio Harmonix (Rock Band), das zuletzt dadurch auffiel, dass es 39 Leute entließ.

Auch den deutschen Fernsehriesen geht’s nicht besser, RTL Interactive zum Beispiel spielt im Kernmarkt praktisch keine Rolle, ambitionierte Projekte wie Worldshift floppten.

Woran liegt’s? Zum einen haben die Giganten zwar viel Geld und Geltungsbewusstsein, aber selten Branchenahnung oder langen Atem, deshalb kaufen sie gern zu, statt selbst aufzubauen – oft mäßige Studios, überteuerte Lizenzen und Spiele, die kein anderer Publisher haben will. Der Spielemarkt kann ein riskantes Pflaster sein, was man leicht unterschätzt; wer schlecht durchdachte Produkte entwickelt, versenkt in Nullkommanichts zig Millionen, und zwar auf Nimmerwiedersehen.

Grab der Giganten : Das nächste Spiel von Warner Bros. Interactive: The Lord of the Rings: War in the North Das nächste Spiel von Warner Bros. Interactive: The Lord of the Rings: War in the North Zum anderen sind viele Medienhäuser durchaus in der Branche aktiv, aber in lukrativen Gebieten abseits des Kernmarkts: Kindersoftware (dort ist etwa Disney sehr stark), Handy-Games, Internet-Spiele. Die französische Firma Vivendi, mit Universal einer der großen Spieler im Unterhaltungsmarkt, besitzt de facto Activision Blizzard, immerhin den größten Spielepublisher der Welt. Die meisten Film-, Musik- und Fernsehriesen aber haben ihre Strategie angepasst: Warum sollten sie sich zwanghaft einen Weg in ein stark besetztes und mäßig ertragreiches Feld stemmen, wenn sie doch durch Lizenzierung ihrer Marken und Merchandising auch so schon ordentlich Geld in dieser Ecke verdienen, und das ohne gesteigertes Risiko?

Umso interessanter, dass Warner Interactive offenbar trotzdem mit Macht in den Hardcore-Markt will. Seit einigen Jahren kaufen die Amerikaner kräftig ein: Studios (Monolith, Snowblind, Surreal, Rocksteady), Marken (Herr der Ringe, Mortal Kombat), Firmenanteile (Eidos). Starke Filmlizenzen hat Warner sowieso im Portfolio, darunter Harry Potter und Batman. Das Engagement ist beeindruckend; und vor allem, so scheint es, langfristig. Womöglich wächst hier der nächste Großpublisher heran.

Vielleicht aber auch nur der nächste Pleitekandidat.

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Avatar dodo502b
dodo502b
#1 | 13. Apr 2010, 11:45
Die Antwort zu der Frage, warum die Medien Giganten es nicht schaffen in der Spiele Branchefuß zu Fassen, ist schliecht und ergreifen einfach zu beantworten. Sie sind dämlich. Einfach nur dumm und dämlich. Es gibt kein anderes Geheimniss dahinter. Die Leute die das zu entscheiden haben sind, sind so dämlich das es schon weh tun muss. Ein kleines Mädchen von 10 Jahren hätte mehr Erfolg, wenn sie 20 Mio€ für ein Spieleprojekt bekommen würden.

Warum die Giganten immer wieder scheitern ist auch ein prima Metafa unserer Geselschaft. Idioten mit viel Geld sind einfach nur Idioten und die schlauen können sich nicht durchsetzten.

Sie sind einfach nur schlicht und ergreifen Idioten von dem Herren.

Man kann auch sagen, das es Betriebswirtschaftler sind, die es nicht schaffen Spiele herzustellen. Sie weigern sich Leute zu fragen die Ahnung haben, wie Grafiker oder Programmierer.

ich mach später mit meiner Hasshümne weiter...
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Avatar Senior_Cartmenez
Senior_Cartmenez
#2 | 13. Apr 2010, 11:51
Ein Konkurrent zu EA, Übischrott, Activision/Blizzard wäre zwar sicherlich nicht verkehrt, was mich aber bedenklich bei Warner stimmt, ist das die so viele Film-/Markenlizenzen haben und aus diesen natürlich dann auch kapital schlagen wollen.

Zig Spiele die auf Film/Comic/sonstwas Lizenzen basieren sind da vorprogrammiert.

Und das führt zu einem weiteren Verfall der Spieleindustrie, weil keine neuen und innovativen Spielmechaniken mehr entwickelt werden sondern nur noch lauwarm aufgewärmte Wiederholungen von kommerziell erfolgreichen games.

Games for N00bs (Live TM).
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Avatar Soebe
Soebe
#3 | 13. Apr 2010, 11:52
Zitat von dodo502b:
Die Antwort zu der Frage, warum die Medien Giganten es nicht schaffen in der Spiele Branchefuß zu Fassen, ist schliecht und ergreifen einfach zu beantworten. Sie sind dämlich. Einfach nur dumm und dämlich. Es gibt kein anderes Geheimniss dahinter. Die Leute die das zu entscheiden haben sind, sind so dämlich das es schon weh tun muss. Ein kleines Mädchen von 10 Jahren hätte mehr Erfolg, wenn sie 20 Mio€ für ein Spieleprojekt bekommen würden.

Warum die Giganten immer wieder scheitern ist auch ein prima Metafa unserer Geselschaft. Idioten mit viel Geld sind einfach nur Idioten und die schlauen können sich nicht durchsetzten.

Sie sind einfach nur schlicht und ergreifen Idioten von dem Herren.

Man kann auch sagen, das es Betriebswirtschaftler sind, die es nicht schaffen Spiele herzustellen. Sie weigern sich Leute zu fragen die Ahnung haben, wie Grafiker oder Programmierer.

ich mach später mit meiner Hasshümne weiter...


Gibts auch eine Begründung warum alle fünf mal dumm und dämlich sind?
Kannst ja eine "Hümne"(Richtig geschrieben Hymne) darüber schreiben...
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Avatar Odradek
Odradek
#4 | 13. Apr 2010, 11:52
Komischer Artikel. Vor allem bei dem Teil:

"Virgin, der englische Riese, hatte von 1994 bis 1998 einen Interactive-Ableger, die Firma war der Geburtshelfer von Command & Conquer. Schließlich verkaufte man die meisten Rechte an Electronic Arts, den Rest an den französischen Publisher Titus.

Der deutsche Megaverlag Bertelsmann gönnte sich 1996 einen Spieleableger, ihm gehörte ursprünglich mal die GTA-Serie. Zwei Jahre später war das Abenteuer schon wieder vorbei."

lässt einen die Frage nach dem Warum stellen. Denn weder GTA noch C&C waren meines Wissens jemals ein Flopp und ich würde mich sehr endlich über ein Command & Conquer 4 freuen. Bei diesem Punkt erschließt sich zumindest mir nicht der Kausalpfad aber vielleicht hat den ja schon ein anderer entdeckt.
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Avatar Zitterbacke
Zitterbacke
#5 | 13. Apr 2010, 11:58
@1

Argumentationslos, naiv und sinnlos. Rechtschreibung liegt dir auch nicht ("Hümne", "Metafer" etc...). Mit Verlaub das einzige was hier dämlich ist, ist dein dämlicher Kommentar.
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Avatar Rupert_The_Bear
Rupert_The_Bear
#6 | 13. Apr 2010, 11:58
Zitat von dodo502b:
Die Antwort zu der Frage, warum die Medien Giganten es nicht schaffen in der Spiele Branchefuß zu Fassen, ist schliecht und ergreifen einfach zu beantworten. Sie sind dämlich. Einfach nur dumm und dämlich. Es gibt kein anderes Geheimniss dahinter. Die Leute die das zu entscheiden haben sind, sind so dämlich das es schon weh tun muss. Ein kleines Mädchen von 10 Jahren hätte mehr Erfolg, wenn sie 20 Mio€ für ein Spieleprojekt bekommen würden.

Warum die Giganten immer wieder scheitern ist auch ein prima Metafa unserer Geselschaft. Idioten mit viel Geld sind einfach nur Idioten und die schlauen können sich nicht durchsetzten.

Sie sind einfach nur schlicht und ergreifen Idioten von dem Herren.

Man kann auch sagen, das es Betriebswirtschaftler sind, die es nicht schaffen Spiele herzustellen. Sie weigern sich Leute zu fragen die Ahnung haben, wie Grafiker oder Programmierer.

ich mach später mit meiner Hasshümne weiter...


Wenn du andere schon als Idioten bezeichnest, solltest du nicht Metafa und Hümne schreiben, gelle?
Und wenn einer schon so schreibt, dem würde ich als Investor kein Geld geben, damit er ein Spiel oder sonstiges entwickelt.
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Avatar Senior_Cartmenez
Senior_Cartmenez
#7 | 13. Apr 2010, 12:02
Zitat von Odradek:
Komischer Artikel. Vor allem bei dem Teil:

Virgin, der englische Riese, hatte von 1994 bis 1998 einen Interactive-Ableger, die Firma war der Geburtshelfer von Command & Conquer. Schließlich verkaufte man die meisten Rechte an Electronic Arts, den Rest an den französischen Publisher Titus.

Der deutsche Megaverlag Bertelsmann gönnte sich 1996 einen Spieleableger, ihm gehörte ursprünglich mal die GTA-Serie. Zwei Jahre später war das Abenteuer schon wieder vorbei.

lässt einen die Frage nach dem Warum stellen. Denn weder GTA noch C&C waren meines Wissens jemals ein Flopp und ich würde mich sehr endlich über ein Command & Conquer 4 freuen. Bei diesem Punkt erschließt sich zumindest mir nicht der Kausalpfad aber vielleicht hat den ja schon ein anderer entdeckt.


Virgin und Bertelsmann sind ziemlich "ausgefuchste" Unternehmen. Die leute, die da ganz oben sitzen wissen schon ganz gut was sie tun.

Die werden sich sicherlich auch ärgern, dass sie C&C bzw. GTA etwas zu früh verkauft haben, der Punkt ist aber, dass die sicherlich gesehen haben, wie sich andere "Player" (also Konzerne ihrer Art) in diesem Geschäftsfeld die Finger verbrannt haben.

"Quit while you're ahead" ist nicht nur beim Glückspiel (Poker etc.) eine wichtige Lebensweisheit :)

Ich denke mit dieser Logik sind die damals ausgestiegen.
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Avatar blacksun84
blacksun84
#8 | 13. Apr 2010, 12:05
Virgin lief doch gar nicht so schlecht als Publisher. Hätten Westwood behalten sollen, dann wäre die Serie brauchbar geblieben.
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Avatar DaDoom
DaDoom
#9 | 13. Apr 2010, 12:21
Viele Grosskonzerne drängen wahrscheinlich mehr aus Diversifikationsüberlegungen auf den Spielemarkt. Man möchte vermeintliche Trends nicht verschlafen und einfach mal dabei sein (um abzukassieren). Dabei verstehen sie oft weder Dynamik noch Besonderheiten des Spielemarkts. In diesem Business gewinnen grosse Investitionssummen zwar mit der steigenden Komplexität der Spiele immer mehr an Bedeutung, ausschlaggebend für den Erfolg eines Produkts am Markt bleibt aber vor allem die Kreativität der Entwickler. Das Ersinnen guter Spielideen und deren Umsetzung in ein attraktives Spiel sind beides Handwerke die gelernt sein wollen. Darum schaffen es teilweise kleine Entwickler mit lachhaften Budgets, geniale Spiele mit magnetwirkung zu entwickeln. Und darum floppen teilweise ungeheur teure Projekte, trotz neustem Stand der Technik.

Kurz: das Handwerk will erlernet sein. Ansonsten sollte man den Profis die Arbeit überlassen und sich höchstens finanziell beteiligen.
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Avatar HawkS73
HawkS73
#10 | 13. Apr 2010, 12:35
Das Problem das Warner und Ko es nicht schaffen ist, dass sie die Spiele nicht wie ihre Filme behandeln.

Während man bei Filme bemüht ist das bestmöglich zumachen werden Spiele zu Filmen oder TV Serien von den Verantwortlichen nur als weiteren Weg gesehen aus den Filmen und Serien einige weitere Dollar raus zu quetschen.

Das resultiert darin, dass die Spiele lieblos sind, und meist nur auf ein Genre aufgepfropft werden. Als Beispiel dienen all die unsäglich schlechten Jump& Run Verschnitte von Animationsfilmen wie zuletzt die Gurke zu Oben und die Point&Click CSI Orgien, oder simple Spiel Kopien wie das Pate Spiel das nichts weiter als ein Mafia Klon ist.

Die Spiele werden von den großen Studios selten als Möglichkeit gesehen das Universum des Films, oder der Serie auszubauen, fortzusetzen, oder schlicht um die Handlungen von Film und Serie zu vertiefen. Spontan fallen mir nur wenige Titel ein die das wirklich getan haben wie z.B. die X-Wing / Ti-Fighter und Jedi Knight Reihe. Sowie ganz hervorragend Riddick Escape from Butcher bay, dass es wie kein anderes Spiel zum Film vorher schaffte, sich zum einen nahtlos in das bekannte einzufügen, aber dennoch etwas gänzlich neues zu erschaffen.

Würden Paramount, Warner und Ko Spiele zu ihren Filmen wie Filme behandeln, sprich gut Autoren für die Handlung, Top Studios zur Entwicklung, original Schauspieler als Sprecher verwenden, etz. pp. dann hätten wir eine weit größere Anzahl guter Spiel zu Film und TV.

Man stelle sich nur vor Universal würde ein offizielles Battlestar Galactica Spiel im Sinne eines Wing Commander 3-5 machen. Super Grafik. Tolle Raumschlachten. Spannenden Handlung. Echte Filmzwischensequenzen mit den Serien Darstellern. Im ausgehungerten SciFi Weltraum Shooter Genre würde das einschlagen wie eine Bombe!! Aber nein, die Chance wurde nicht erkannt und so müssen erst Fans anfangen die betagte FreeSpace2 Engine umzubauen um ein Battlestar Galactica Spiel zu realisieren.

Wie gesagt, so lange die Filmstudios Spiele zum Film nur als Dollarmaschine sehen, um mehr Gewinn aus einem Film zu quetschen, wird sich an Floppenden Spielen zu deren Filmen nichts ändern.
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Details zu Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Rollenspiel
Untergenre: Action-Rollenspiel
Release D: 09. November 2011
Publisher: Warner Bros.
Entwickler: -
Webseite: http://www.warinthenorth.com
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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