Die Gilde 3 : Die Gilde 3 will dem Spieler offenlassen, wie er seine Ziele erreichen kann. Wer keine Lust auf Warenkreisläufe hat, kann sich auch persönlich um seine Konkurrenten kümmern. Die Gilde 3 will dem Spieler offenlassen, wie er seine Ziele erreichen kann. Wer keine Lust auf Warenkreisläufe hat, kann sich auch persönlich um seine Konkurrenten kümmern.

Mit die Gilde 3 soll noch 2016 ein neuer Teil für die seit zehn Jahren brachliegende Serie erscheinen, die mit ihrer Mischung aus Wirtschaftssimulation und Rollenspiel stets polarisierte. Einerseits werden die Vorgänger noch heute von viele eingefleischten Fans geliebt und gespielt, andererseits wurden sie stets von der Spielepresse für mangelnde Verzahnung der Spielsysteme, aufkommende Langeweile und diverse Bugs abgestraft.

Nach unserer ersten Preview im letzten Jahr konnten wir uns nun erneut einen Eindruck vom aktuellen Entwicklungsstand verschaffen. Neben vieler neuer Informationen und ebenso vieler Versprechungen konnten wir allerdings nach wie vor wenig vom tatsächlichen Spielablauf erleben; das Spiel steckt nach wie vor in der Alpha-Phase, ist also für ein Spiel, das innerhalb der nächsten sechs Monate erscheinen soll, noch weit von der Fertigstellung entfernt.

Die Gilde 3
Das Straßenbild der Stadt passt sich an die nahen Gebäude an, um die Diebesgilde etwa entsteht ein Slum.

Was aber schon jetzt deutlich wird: Die Gilde 3 will ein Best of der ersten beiden Teile werden und gleichzeitig das Spielerlebnis mit eigenen Ideen vertiefen. Der Titel soll dabei keinerlei Komplexität einbüßen und richtet sich ganz klar an die Fans der Vorgänger.

Die Gilde 3 vereint daher wieder Wirtschaftssimulation mit Rollenspiel, was es uns erlaubt, ein Handels- und Produktionsimperium zu errichten und gleichzeitig eine Dynastie durch die Mittelalter-Epoche von 1400 bis 1600 zu führen.

Wirtschaft, Rollenspiel und Partiebeginn

  • Im Gegensatz zu den Vorgängern sollen einige Spielelemente erst nach und nach eingeführt werden, um dem Spieler einen leichteren Einstieg zu ermöglichen. So stehen uns beispielsweise nicht gleich von Beginn an alle Politikoptionen zur Verfügung.

  • Wir startet stets mit einem eigenen Haus, aber ohne sonstigen Besitz. Wir stellen zu Spielbeginn einfache Waren her, kaufen dann nach und nach Betriebe und stellen Arbeiter ein. Daraufhin versuchen wir, unsere Waren möglichst gewinnbringend auf den verschiedenen Märkten loszuwerden.

  • In jedem der zwölf Szenarien (z.B. Prag, Pilsen, Hamburg oder Lübeck) gibt es mehrere Städte, die wiederum in mehrere Stadtteile unterteilt sind. Jedes dieser Viertel verfügt über einen eigenen Marktplatz, auf dem sich die Preise nach Angebot und Nachfrage der lokalen Bevölkerung richten.

  • Die Städte wachsen nun. An vordefinierten Orten entstehen mit der Zeit neue Stadtteile, die je nach Entwicklung der Stadt beispielsweise zu einem Armenviertel verkommen können.

  • Bislang gibt es rund 100 Güter, mit dabei ist auch wieder Dr. Faustus' Elixier, das die Lebensspanne ein gutes Stück verlängert.

  • Wir wählen für den Partiebeginn einen Beruf wie Bäcker, Tischler oder Schmied aus, sind jedoch im weiteren Spielverlauf nicht auf diesen beschränkt. Theoretisch kann jeder alles lernen.

  • Dazu gibt es fünf Attribute: Handwerk, Kräuterkunde, Nahrungszubereitung, Taschenspielerei (Schurke) sowie Kampfkunst.

  • Wir erhalten für alle Aktionen Erfahrung, steigen dadurch im Rang auf und schalten neue Fähigkeiten in den unterschiedlichen Berufszweigen frei. Das ist völlig losgelöst vom Geld, das im dritten Teil nicht mehr ganz so wichtig werden soll wie in den Vorgängern.

  • Dieser Fähigkeiten-Fortschritt bleibt zusammen mit unserem angehäuften Geld und unserer Beliebtheit über den Tod des aktuellen Avatars hinaus erhalten und sind an die Dynastie gebunden. Lediglich politische Ämter gehen beim Ableben des Titelträgers verloren.

  • Da der eigene Charakter früher (etwa durch Mord und Krankheit) oder später (Altersschwäche) zwangsläufig ins Gras beißt, müssen wir die Erbfolge regeln. Legen wir unseren Nachfolger frühzeitig fest, können wir ihm eine geeignete Bildung zukommen lassen, setzen ihn jedoch möglichen Angriffen durch Feinde aus, die unserer Familie schaden wollen. Hier müssen wir zwischen Sicherheit und Ausbildung abwägen.

  • Andere Dynastie-Mitglieder können wir nicht mehr direkt steuern, sondern schicken diese lediglich auf Missionen, etwa in den Krieg, um Ruhm und Ehre einzufahren oder zum Kaiser, um unseren dortigen Einfluss zu steigern.

  • Die Gilde 3 will den Spieler nicht zu einer bestimmten Spielweise zwingen. Wer keine Lust auf Wirtschaft hat, kann sich komplett auf das Rollenspiel konzentrieren und umgekehrt. So können wir uns etwa eine Heirat einfach kaufen, wenn wir keine Lust auf's Werben haben. Das bringt dann allerdings keine Erfahrungspunkte und ist ziemlich teuer.


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Sommer
Die Landschaft von die Gilde 3...

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Herbst
...verändert sich im Wechsel der Jahreszeiten.


KI-Verhalten und Ämter

  • Die KI verlagert sich von den individuellen NPCs auf die Dynastien und Stadtteile, die NPCs sind daher mehrheitlich kollektiv-intelligent. Sie reagieren auf den Spieler, je nachdem wie er sich einer Dynastie gegenüber oder innerhalb eines Stadtteils verhält. Mordet sich ein Spieler durch ein Viertel, werden ihn die dort ansässigen NPCs daraufhin hassen, bei Wahlen nicht unterstützen oder gar versuchen, ihn umzubringen.

  • Politische Ämter sollen weniger übermächtig als in den Vorgängern werden, bringen aber dennoch wieder nützliche Privilegien, zum Beispiel Enteignung oder Verbannung. Die KI soll aber schlau genug sein, um uns nicht so einfach wie in den Vorgängern wichtige Ämter zu überlassen.

  • Wir werden in ein Amt gewählt, indem wir bei einem je nach Berufszweig anderen Entscheidungsträger die Beliebtheit steigern. Doch selbst wenn uns der NPC nicht mag, achtet er auch auf unseren Einfluss und unsere Beliebtheit in der Stadt oder den für ihn relevanten Stadtteilen. Die KI wägt also zwischen verschiedenen Faktoren ab, um eine für den jeweiligen NPC möglichst sinnvolle Entscheidung zu treffen. Denn würde uns der Entscheidungsträger ein Amt verweigern, obwohl wir enorm populär im entsprechenden Sektor sind, könnte sich der Mob auf den Straßen zusammenrotten und ihm diese Entscheidung gewaltsam abnehmen.

  • Genauso clever sollen sich auch andere Dynastien und Stadtbezirke verhalten. Sind wir beispielsweise ein sehr nützliches und bedeutendes Mitglied des Hafenviertels, verzeihen uns die Bewohner dort womöglich den ein oder anderen Fehltritt, bevor sie uns mit Fackeln und Mistgabeln aus dem Bett zerren und am nächsten Baum aufknüpfen.

Die Gilde 3 : Die Gilde 3 orientiert sich an der historisch korrekten Architektur im Mittelalter, sodass Gebäude nun auch mehrstöckig in die Höhe ragen. Die Gilde 3 orientiert sich an der historisch korrekten Architektur im Mittelalter, sodass Gebäude nun auch mehrstöckig in die Höhe ragen.

Endgame, Story-Quests und der Landesherr

  • War das Spiel früher praktisch gewonnen, nachdem wir alle Ämter unter Familienmitgliedern verteilt hatten, kommen nun im Endgame die Geheimgesellschaften hinzu. Je nachdem, wie wir uns bis dahin verhalten haben, können wir dann Gilden wie den Landsknechten, Freimaurern oder den Schurken beitreten. Das soll dann den Machtkampf zwischen den Dynastien noch einmal deutlich befeuern, weil die Geheimbünde eigene Interessen verfolgen und über mächtige Möglichkeiten verfügen, diese zu erreichen.

  • Auf jeder Karte sitzt ein Landesherr samt Burg, die praktisch einen eigenen Stadtteil darstellt. Dieser kann unter anderem Gesetze erlassen und stellt die mächtigste erreichbare Position für einen Spieler dar. Um diese zu erhalten, muss man die Gunst (je nach Szenario) beim Kaiser/König erhöhen.

  • Es wird zwar keine Kampagne geben, dafür aber kleinere, mehrstufige Story-Missionen mit Sidequests, die den Spieler über das normale Sandbox-Geschehen hinaus motivieren und kleine Geschichten erzählen sollen.


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...sorgt auch auf täglicher Basis für optische Abwechslung.


Ego-Perspektive, Darstellung und Schiffshandel

  • Wir können durch die Augen unseres Avatars die Spielwelt erkunden und unsere hart erarbeiteten Besitzungen aus der Nähe betrachten. Darüber hinaus hat diese Ego-Perspektive jedoch keinen weiteren spielerischen Nutzen.

  • In die Gilde 3 sind Stadt-Gebäude historisch akkurat in die Höhe gebaut. Gerade im zweiten Teil der Serie verloren die Mittelalter-Städte etwas an Atmosphäre, weil kaum ein Haus mehrstöckig war.

  • Die Gilde 3 basiert auf der Darksiders-Engine und besticht nicht unbedingt durch eine beeindruckende Optik. Die Jahreszeitenwechsel sind bereits recht hübsch in Szene gesetzt, allgemein stört uns aber noch die recht monotone Farbgebung.

  • See- und Fernhandel sind wieder mit von der Partie. Vor allem der Seehandel gewinnt oder verliert je nach Szenario an Bedeutung. So wird man klassischerweise auf einer Hanse-Karte mehr mit Schiffen zu tun haben als in Böhmen.