Die GameStar-Redaktion lernt aus Spielen durchaus was fürs Leben. Auf unseren Gängen stehen zum Beispiel vor jedem Büro kleine Praktikanten, die Artikel hinaus- und Bier, Fleischhaxen und Goldmünzen hineintragen. Abgeschaut haben wir uns die Schlepperkette von einem Klassiker: 1996 brachte Blue Byte das deutsche Aufbauspiel Die Siedler 2 auf den Markt. Das simuliert einen Wirtschaftskreislauf anhand von knuffigen Männlein, die unter anderem Bier, Fleischhaxen und Goldmünzen auf einem Straßennetz transportieren. Dass die zweite Episode der mittlerweile fünfteiligen Serie die populärste ist, darauf gibt's nun Brief und Siegel vom Entwickler selbst: Mit Die Siedler 2: Die nächste Generation veröffentlicht Blue Byte eine Neuauflage des Klassikers, die dem Original in Sachen Spielprinzip bis aufs Haar gleicht.

Eigene kleine Willen

Meist sind die einfachsten Ideen die fesselndsten: In Die Siedler 2 ist Ihre Aufgabe kaum mehr, als Gebäude anzulegen und Verbindungswege zu bauen. Der Rest geschieht automatisch. Ihre Siedler besorgen sich das Baumaterial vom nächsten Lagerhaus und schleppen es zur Baustelle; dort zimmert ein Handwerker das Gebäude.

Daraufhin zieht der passende Spezialist ein, etwa ein Bergarbeiter in die Kohlemine. Die Kohlesäcke, die er füllt, schleppen die Träger zurück ins Lager. Das alles ist so nett animiert, dass allein das Zuschauen Freude macht - wenn der Holzfäller seine Hütte verlässt, unterbrechen auch erfahrene Spieler mitunter ihr Spiel, um zu sehen, welchen Baum er umlegt. Denn das können Sie dem kleinen Axtschwinger nicht selbst befehlen. Wer dringend gerodetes Flachland für Bauernhöfe braucht, wartet schon mal nägelkauend darauf, dass der Holzmacher endlich den letzten freistehenden Baum auf dem Feld klein hackt - kleine, gut austarierte Zufallselemente wie dieses machen das Spiel auf angenehme Weise spannend.