»Mehr Spaß durch Bugs.« Das haben die Arkane Studios, die derzeit am Feinschliff des Stealth-Actionspiels Dishonored: Die Maske des Zorns arbeiten zwar nie so gesagt, entspricht aber anscheinend trotzdem ihrer Philosophie.

Was im ersten Moment reichlich dämlich klingt, macht bei genauerem Hinhören aber durchaus Sinn. Gegenüber joystiq.com äußerte sich Co-Creative Director Harvey Smith zum Thema, wie Spieler immer wieder versuchen, ein Spiel auf den Kopf zu stellen und zu versuchen, das genaue Gegenteil von dem zu machen, was die Entwickler eigentlich vorgesehen hatten.

Gerade bei einem Spiel wie Dishonored, bei welchem dem Spieler zahlreiche Möglichkeiten gegeben werden eine Missionen zu absolvieren, sei diese Thematik nicht nur für die Qualitätssicherung sondern das gesamte Team ein Albtraum.

Dabei fliegt in der Polishing-Phase, in der sich Arkane derzeit befindet, aber nicht gleich alles raus, was so nicht geplant war. »Interessante Bugs« werden durchaus im Team diskutiert und unter Umständen drin gelassen und vielleicht sogar selbst noch »poliert«.

»Wir befinden uns gerade am Ende der Entwicklungs-Phase, in der wir Bugs suchen, die das Spiel ruinieren können, den Spielspaß mindern oder auf andere Weise den Fluss unterbrechen. Aber all die Bugs, die sich von Spielern ausnutzen lassen, bei denen sie sich raffiniert fühlen können, weil sie ein Problem auf eine Weise gelöst haben, auf die wir nicht gekommen wären, diese Fehler unterstützen wir. Teils lassen wir sie so im Spiel wie sie sind, manchmal erweitern wir sie aber auch, um ihnen noch einen kleinen Kick zu verpassen. Aber wir versuchen nicht sie auszumerzen, solange sie keine richtigen Probleme verursachen. Das ist eine Ermessensfrage.«, so Smith.

Wie gut das funktioniert erfahren wir am 12. Oktober 2012. Dann soll Dishonored: Die Maske des Zorns für PC, Xbox 360 und PlayStation 3 erscheinen.

Dishonored
Beim Maskenball müssen wir herausfinden, welche Lady Boyle die richtige (sprich: das Ziel) ist. Es gibt nämlich drei Lady Boyles.