Divinity: Original Sin - PC

Rollenspiel  |  Early Access: 17. Januar 2014 | Release: 30. Juni 2014  |   Publisher: Daedalic Entertainment
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Divinity: Original Sin in der Vorschau

Vier Heldenfäuste für Kickstarter

Divinity erfindet sich mit Original Sin ein weiteres Mal neu: Zurück zur klassischen Iso-Ansicht, aber diesmal mit anspruchsvollen Rundenkämpfen und besonderem Augenmerk auf Koop. Für den Endspurt hofft Entwickler Larian nun auf die Spendierlaune der Fans.

Von Maurice Weber |

Datum: 19.04.2013


Zum Thema » Top 10 der ungewöhnlichen Rollenspiele Beine amputieren und Frauen verführen! » Divinity: Dragon Commander - Vorschau Drachen mit Jetpacks?! » Divinity 2: Ego Draconis - Test Wie gut ist das Drachen-Rollenspiel? Kickstarter mal anders: Das rundenbasierte Rollenspiel Divinity: Original Sin ist bereits eine ganze Weile in der Entwicklung, wir haben eine fortgeschrittene Version auch schon angespielt. Trotzdem bittet der belgische Entwickler Larian Studios nun auf der Crowdfunding-Seite um Spenden. Nicht um das Spiel überhaupt zu ermöglichen, sondern um es vor der Veröffentlichung noch um Inhalte zu erweitern, für die sonst kein Geld vorhanden wäre. Dementsprechend will Larian auch keine Millionen, sondern würde sich mit 400.000 US-Dollar begnügen. Und weil Kickstarter-Nutzer zu traditionellen Rollenspielen einfach nicht Nein sagen können, ist diese Summe schon zur Halbzeit der Kampagne im Sack.

Promotion: Divinity: Original Sin vorbestellen

Welt der Voodoo-Puppen

Mit dem Geld will Larian vor allem die Welt bereichern. Die erkunden wir übrigens noch nicht rundenweise, solange wir uns nicht zum Kampf befinden, dürfen wir uns Echtzeit bewegen. Und zwar, wohin wir wollen, denn Rivellon ist völlig frei erkundbar - wenn auch auf eigene Gefahr, hochstufige Monster verputzen naseweise Junghelden ohne viel Federlesens zum Frühstück. Auf unserer Reise sollen wir die Spielwelt auf vielfältige Weise beeinflussen können, und die soll ihrerseits glaubwürdig auf uns reagieren.

Wenn wir zum Beispiel bei einem Verbrechen erwischt werden, ist es beim ersten Mal vielleicht noch mit einer Geldstrafe getan. Die Wachen merken sich aber unser Gesicht und greifen beim nächsten Mal wahrscheinlich zum Schwert. Es sei denn, wir lenken sie ab, zum Beispiel, indem wir ein paar wilde Orks auf den Marktplatz locken.

Mit Feuerzaubern und einem beschworenen Eiselementar stellen wir uns einer Spinnenkönigin und ihrer Brut.

Den Grünhäuten, wie könnte es anders sein, geht es mal wieder nur ums Plündern und Brandschatzen. Über tausend Jahre vor den bisherigen Divinity-Spielen ist die Orkinvasion aber noch das kleinste Problem in Rivellon. Eine dunkle Macht hat den Zirkel der Magier mit mächtiger »Source Magic« gestürzt. Diese Zauberkraft ist gleichzeitig die Summe und Quelle aller Magie, soll aber laut einer Prophezeiung den Weltuntergang einläuten und ist deshalb verboten. Jeder Verstoß wird von den »Source Hunters« geahndet, denen das Studium dieser Kräfte als einzigen gestattet ist. Die perfekten Kandidaten also, um die Übeltäter zur Strecke zu bringen - nur wissen die Schurken das auch und machen ihre Zitadelle vor Spielbeginn dem Erdboden gleich.

Wir übernehmen die Kontrolle über die einzigen zwei Überlebenden. Statt einem einzelnen Helden steuern wir also ein Protagonistenduo und dürfen beide ganz nach unseren Vorlieben anpassen, vom Geschlecht bis hin zu ihrem bevorzugten Kampfstil. Feste Klassen gibt es in Original Sin aber nicht: Wollen wir einen Krieger basteln, investieren wir beim Levelaufstieg in Stärke, für einen Magier setzen wir eher auf Intelligenz. Dazu gehört die passende Ausrüstung.

Ist die mal nicht zur Hand, zimmern wir sie uns selbst. So wird aus einem scheinbar nutzlosen Zweig eine brutale Keule, wenn wir per Crafting ein paar Nägel hineinschlagen. Ausgefallener geht es auch, beispielsweise schnitzen wir aus einem Block Holz eine Puppe und streuen ein wenig Zauberstaub darüber, um eine Voodoo-Puppe zu fabrizieren. Fehlt nur noch ein Bildnis der unglücklichen Zielperson, die wir damit quälen wollen…

Kooperativ in den Kampf

Wer nicht gerne alleine spielt, darf jederzeit einen Freund dazu holen, der dann eine der beiden Hauptfiguren übernimmt. Selbst beim gemeinsamen Spielen können wir uns aber jederzeit aufteilen. So räuchert etwa unser Kollege einen Dungeon aus, während wir auf Einkaufstour in die Stadt gehen. Wenn wir dabei auf die Idee kommen, die benötigten Waffen doch lieber zu klauen statt Gold hinzublättern, wandern wir mit etwas Pech ins Gefängnis - aber hey, unser Kumpel ist ja noch auf freiem Fuß, der kann uns also rauspauken.

Divinity: Original Sin : Praktisch auf der gemeinsamen Reise: Die zwei Teleportpyramiden bringen uns bei Berührung sofort zur jeweils anderen.

Teleportpyramiden
Praktisch auf der gemeinsamen Reise: Die zwei Teleportpyramiden bringen uns bei Berührung sofort zur jeweils anderen.

Kommt es zum Gefecht, wechselt Original Sin von der Echtzeit-Erkundung in einen rundenbasierten Kampfmodus. Die Kämpfer sind abwechselnd am Zug und dürfen sich solange bewegen oder Angriffe durchführen, bis ihre Aktionspunkte für diese Runde verbraucht sind. Dabei ist taktisches Vorgehen gefragt, denn mächtige Fähigkeiten verbrauchen auch mehr Punkte. Rennen wir achtlos an einem Schwertkämpfer vorbei oder drehen ihm den Rücken zu, kann der die Gelegenheit nutzen, uns mit einem schnellen Hieb zu bestrafen.

Obendrein wollen die eigenen Flanken geschützt sein und Schwachpunkte der Feindformation ausgenutzt werden. Dabei können wir auch nachhelfen: Wenn wir aus unserem Inventar ein paar klimpernde Münzen inmitten einer Horde Banditen fallen lassen, haben die ganz plötzlich überhaupt keine Augen mehr für unsere Heldentruppe.

Divinity: Original Sin : Zug um Zug schlagen wir die einfallenden Orks zurück. Zug um Zug schlagen wir die einfallenden Orks zurück.

Richtig spannend wird es aber erst, wenn Magie ins Spiel kommt. Die vier Elemente lassen sich nämlich auf vielfältige Weise kombinieren. Eine Eismauer etwa ist kein undurchdringliches Hindernis, wir können sie auch mit einem Feuerball schmelzen. Bewegen sich Feinde in die resultierende Pfütze, setzen wir sie kurzerhand mit einem Blitzzauber unter Strom. Oder wir lassen sie erneut gefrieren, sodass bei jeder Bewegung Rutschgefahr besteht.

Kriegen wir es mit einem Feuerelementar zu tun, bietet sich ein Regenzauber an. Der verringert die Brandgefahr, dafür drehen Eismagier jetzt erst so richtig auf und können ihre Kräfte mit größerer Reichweite und mächtigeren Auswirkungen entfesseln.

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Avatar Thyariol
Thyariol
#1 | 19. Apr 2013, 10:41
Das Prinzip gefällt mir - erinnert mich sehr an Rollenspielperlen wie die Baldurs-Gate-Reihe. Mal schauen, viel wird von der Qualität der Story abhängen.

Apropos Baldur's Gate - könnte mal ein erfahrener Entwickler den dritten Teil in Angriff nehmen? Ich würde sofort Kohle für's »Backing« lockermachen... ;)
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Avatar Beholder84
Beholder84
#2 | 19. Apr 2013, 10:56
Zitat von Thyariol:
...

Apropos Baldurs Gate - könnte mal ein erfahrener Entwickler den dritten Teil in Angriff nehmen? Ich würde sofort Kohle fürs »Backing« lockermachen... ;)


Project Eternity ist doch ein geistiger Nachfolger. Das Team besteht z.T. aus den gleichen Entwicklern.

Original Sin klingt bisher sehr gut! Bei einem Rundenbasierten Spiel würde ich mir allerdings eine größere Party wünschen, zumal im Coop mein Mitspieler ja die Hälfte schon übernimmt. Eine Charakter-Erstellung wäre auch nett gewesen, kam aber vermutlich zugunsten des Dialogsystems nicht ins Spiel.
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Avatar Cyrotek
Cyrotek
#3 | 19. Apr 2013, 11:31
Zitat von Beholder84:

Eine Charakter-Erstellung wäre auch nett gewesen, kam aber vermutlich zugunsten des Dialogsystems nicht ins Spiel.


Inwiefern hat das was mit den Gesprächsoptionen zu tun? Du kannst bei beiden Charakteren zwischen Weiblein und Männlein wählen und das Charaktersystem ist sowieso frei.
Ich sehe nicht, inwieweit das gegen eine Charaktererstellung spricht, wobei ich mich da rein auf Äußerlichkeiten beziehe. Und wer weiß, ob es das nicht gibt.
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Avatar KingLamer
KingLamer
#4 | 19. Apr 2013, 11:31
rpg, klassisch, rundenbasiert
-> da werde ich gleich neugierig und hoffe auf eine mir zusagende story. :)
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Avatar Uli78
Uli78
#5 | 19. Apr 2013, 11:34
Ich freu mich richtig auf Original Sin, nach XCOM endlich mal wieder ein (scheinbar) klasse Spiel mit Rundentaktik, davon gibt es meiner Meinung nach viel zu wenig.

Was mich aber (anhand des Vorschauvideos) noch stört sind die sehr komischen Laufanimationen der Helden (vor allem der Frau) und die beim laufen ruckelige Kamera. Auch das keinerlei Animation im Wasser beim durchlaufen zu sehen ist ist nicht mehr zeitgemäß, ansonsten wirkt das Spiel aber recht hübsch. Ich hoffe die 3 Punkte werden noch überarbeitet.

Im übrigen höre ich im Video keine Sprachausgabe, wird das Spiel keine haben oder ist die nur in der jetzigen Version noch nicht integriert?

Zitat von Beholder84:

Original Sin klingt bisher sehr gut! Bei einem Rundenbasierten Spiel würde ich mir allerdings eine größere Party wünschen

Noch eine größere Party? Ich finde 6 sind mehr als genug (man kann ja bis zu 4 Söldner anheuern, stand zumindest mal auf einer anderen Seite)
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Avatar 2ane
2ane
#6 | 19. Apr 2013, 11:52
2 Character Party die obendrein noch vorgegeben is macht das nich sehr intressant für mich.
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Avatar Kaya_Woos
Kaya_Woos
#7 | 19. Apr 2013, 12:06
Die Gruppe besteht aus den zwei Hauptcharakteren von denen jeder einen Henchman anheuern kann. Und zusätzlich kann noch je eine Kreatur beschworen werden. Für einen rundenbasierten Kampf sind 6 Mitglieder doch genug oder?
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Avatar 2ane
2ane
#8 | 19. Apr 2013, 12:39
Zitat von Kaya_Woos:
Die Gruppe besteht aus den zwei Hauptcharakteren von denen jeder einen Henchman anheuern kann. Und zusätzlich kann noch je eine Kreatur beschworen werden. Für einen rundenbasierten Kampf sind 6 Mitglieder doch genug oder?


es geht ja nich nur um den kampf, in nem "klassischen" Rollenspiel will ich jedenfalls ne richtige Party voll mit möglichst interessanten Charakteren.
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Avatar steve2000
steve2000
#9 | 19. Apr 2013, 12:43
Naja das Spiel sieht ziemlich langweillig aus.

Nur 2 Hauptcharaktere die auch noch vorgegeben sind ? Das ist schon mal sehr uninteressant.

Apropo Divinity; vor kurzem gabs bei Steam alle Divinity Spiele für nur €5.-
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Avatar Spice
Spice
#10 | 19. Apr 2013, 12:43
Zur Charakererstellung in Divinity Original Sin:

Das Spiel wird entweder als Single Player oder im Coop-Modus zu spielen sein.

Spielt man alleine, wird man sich am Anfang aussuchen können, ob man Mann+Frau, Frau+Frau oder Mann+Mann spielen möchte. Auch die Charakterwerte sind frei zu vergeben. Zudem kann man sich aussuchen, ob man beide Hauptcharaktere selber steuern möchte, oder einer der beiden vom Computer gesteuert wird.

Spielt man im Coop-Modus, kann man einen Charakter nach eigenen Wünschen formen. Im Coop ist dann ein Spieler Host. Der zweite Spieler kann sich dann mit diesem Spiel connecten und den zweiten Char übernehmen.

!Seit gestern online: Eine Stunde Let´s play mit Etalyx
http://www.youtube.com/watch?v=DAPamue3ies

!!! Nur noch 7 Tage auf Kickstarter !!!

http://www.kickstarter.com/projects/larian studios/divinity-original-sin

- helft den unabhängigen Entwicklern Larian
- ihr bekommt das Spiel zu einem super günsten Preis
- werdet Teil einer tollen Community aus Werschafen... BAAAAHHHH!

Aber am allermeisten freue ich mich auf den mächtige Spieleditor, mit dem man auf ganz einfache Art eigene Abenteuer und Welten erschaffen kann.

Nein, ich bin nicht mit den Entwicklern verheiratet, sondern nur eine super begeisterter Fan :-)

Come to the order of the Weresheep of Original Sin
( see the comments section at Kickstarter! )
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Details zu Divinity: Original Sin

Plattform: PC
Genre Rollenspiel
Untergenre: -
Release D: 30. Juni 2014
Early Access: 17. Januar 2014
Publisher: Daedalic Entertainment
Entwickler: Larian Studios
Webseite: http://www.divinityoriginalsin...
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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