Gerade erst habe ich mir einen Nachfolger zu Rise of Legends gewünscht, jetzt stehe ich einem der Schöpfer meines Strategielieblings gegenüber. Jason Coleman war einer der Gründer von Big Huge Games (Rise of Nations, Rise of Legends) und arbeitet jetzt gemeinsam mit vielen Big-Huge-Kollegen unter dem Namen SparkyPants am Echtzeitstrategiespiel Dropzone. Und nach meiner Probepartie mit Dropzone muss ich konstatieren: die Jungs haben es immer noch drauf.

So funktioniert Dropzone

  • Das Prinzip: Zwei Teams mit je drei Mechs treten gegeneinander an und haben 15 Minuten Zeit, so viele Punkte wie möglich zu sammeln.

  • Hauptpunktequellen sind Energie-Orbs, die ich aus zerstörten Alien-Nestern gewinnen und im Zentrum der symmetrischen Map uploaden muss, was zehn Sekunden dauert. Gelingt der Upload, bekomme ich einen Punkt.

  • Logischerweise versucht mein Gegner das Gleiche. Alternativ kann er mir die Orbs aber auch einfach abluchsen, indem er den jeweiligen Träger-Mech zerstört. Fürs Feindvernichten selbst gibt's keine Punkte.

  • Für zusätzliche Spannung und Strategien sorgen pro Partie drei zufällig ausgewählte Bonusziele, etwa alle Vision Towers (enthüllen Gegner-Bewegungen) zu kontrollieren oder einen Level-3-Alien-Hive zu zerstören. Dafür gibt's zwischen 2 und 4 Punkte, allerdings nur für denjenigen, der dieses Ziel als Erstes erfüllt. So lassen sich selbst große Rückstände in den letzten Sekunden noch aufholen.

  • Fast genauso wichtig wie das Match selbst ist die Vorbereitung, in der wir uns Mechs mit Ausrüstung und Piloten ausstatten.

  • Es gibt derzeit drei Mech-Varianten: Gunner, Tank und Mechanic - im Klartext Damage Dealer, Tank und Support. Weitere Klassen sollen nach Launch folgen.

  • Jeden Mech können wir mit Dutzenden Ausrüstungsteilen ausstatten, die zum einen die Einheitenwerte beeinflussen und zum anderen unterschiedlichste Spezialfähigkeiten gewähren, die wir anschließend in der Partie mit jedem Level-up (von 1 bis 5) freischalten können: vom verlangsamenden Ölteppich, über den Heilzauber« bis hin zum Raketenschlag.

  • Piloten bestimmen ebenfalls die Einheitenwerte, aber auch die Ultimate-Fähigkeit, die unserem Mech auf Level 5 zur Verfügung steht.

  • Die Kombi aus Mech, Ausrüstung und Pilot ermöglicht unzählige unterschiedliche Partie-Loadouts, Spielstile und Strategien.

  • Das Fiese an Dropzone: Jede Aktion spendiert Erfahrungspunkte, die auf ein gemeinsames Konto für alle Einheiten wandern, pro Level-up dürfen wir aber nur einen Mech upgraden und so dessen nächste Spezialfähigkeit freischalten.

  • Durch die Zufallsmissionen und den Spezialfähigkeiten-Steigerungslauf spielen sich unser Probematch tatsächlich enorm spannend und sehr dynamisch. Wir haben jederzeit das Gefühl, dass eine falsche oder richtige Entscheidung das komplette Match drehen kann.

  • Die eigens für Dropzone entwickelte Engine gewinnt zwar keinen Schönheitspreis, macht mit schicken Spezialeffekten aber durchaus was her und ist vor allem klar lesbar. Allerdings wirkt der Titel noch sehr steril, es fehlt an Emotionen.

  • Fokus bei der Technologie-Entwicklung war laut Jason Coleman vor allem eine super-geringe Latenz und sichere Anti-Cheat-Maßnahmen.

  • Trotz des PvP-Modus wird man auch Trainingsmatches gegen die KI absolvieren können, deren Programmierer der gleiche ist wie bei Rise of Nations und Rise of Legends. Beide Spiele gelten bis heute als Vorzeigetitel für Künstliche Intelligenz in Strategiespielen.

  • Dropzone wird ein Free2Play-Titel und soll sich vor allem über den Verkauf von Ausrüstungsgegenständen finanzieren. Coleman verspricht aber, dass man sich jeden Gegenstand auch erspielen können wird.

  • Dropzone befindet sich derzeit im Alpha-Status und wird voraussichtlich Ende des Jahres erscheinen, die Closed Beta soll noch im Sommer starten.

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Dropzone