Empire: Total War - PC

Echtzeit-Strategie  |  Release: 04. März 2009  |   Publisher: Sega
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Special: Empire: Total War - Interview

Teil 2: Warum Creative Assembly Steam benutzt

Die Verwendung von Steam spaltet die Community von Empire: Total War. Die Entwickler von Creative Assembly antworten auf die Kritik und Fragen der Fans.

Von Rene Heuser |

Datum: 25.02.2009


Empire: Total War - Interview : Mark O'Connel von Creative Assembly (2. v. links) beim Community-Treffen in München. Mark O'Connel von Creative Assembly (2. v. links) beim Community-Treffen in München. Im ersten Teil des Interviews beantwortete Empire-Designer Jan van der Crabben Fragen aus unserem Forum zur Performance, den Ladenzeiten, der Wegfindung, KI und einigem mehr. Als wir auf der GameStar.de die Community aufgerufen hatten, Fragen einzuschicken, entbrannte auch eine hitzige Diskussion über das Für und Wider von Valves Onlinedienst Steam.

Wir haben Jan van der Crabben vom Total War-Entwickler Creative Assembly und den für das Online-Marketing zuständigen Mark O'Connell mit den Befürchtungen und der Kritik konfrontiert und hier sind ihre Antworten:

Frage aus dem GameStar-Forum: Wieso werden langjährige Fans mit Steam vom Kauf von Empire TW abgehalten? Hat Creative Assembly so viele Kunden sicher, dass sie auf einen nicht kleinen Prozentsatz verzichten können?

Jan van der Crabben: Wir halten Steam für eine sehr gute Plattform. Dem stimmen auch viele unserer Fans zu. Wir wissen, dass es einige Fans gibt, die Steam aus den verschiedensten Gründen nicht mögen.

Ich glaube die Hauptgründe dabei liegen hauptsächlich darin, dass diese Fans Steam nicht verwenden. Denn die zwei Hauptkritikpunkte sind, so wie ich das mit bekommen habe, einmal die Bedenken bezüglich der Privatssphäre und der zweite Punkt ist die Sorge um die Verfügbarkeit von Empire in der Zukunft.

Und zu diesen beiden Kritikpunkten kann ich nur sagen: Privatssphäre ist bei Steam überhaupt kein Problem. Denn der Benutzer muss keine Kreditkartennummer, keine Adresse und auch keinen Namen angeben. Alles was benötigt wird, um das Spiel zu spielen ist lediglich eine Emailadresse. Wer das möchte, kann sich auch dafür eine neu Adresse zum Beispiel bei Hotmail erstellen, die dann vollkommen anonym ist.

Und der zweite Kritikpunkt ist, die Verfügbarkeit von Empire, sagen wir in zehn Jahren. Die Frage, die ich oft in den Foren gelesen habe: Was passiert, wenn Valve und Steam Pleite geht? Es ist aber so, dass Steam nicht nur den Fans sondern auch uns als Firma versichert hat, dass bereits ein Plan für einen solchen Fall bereit liegt. Nämlich einen Patch der Steam in allen Spielen ausschaltet, der bereitgestellt wird, sollte der Fall eintreten, dass Steam aus irgendwelchen Gründen geschlossen werden muss.

Das ist natürlich nicht nur den Fans wichtig, sondern auch uns als Firma, die mit Steam Kontakt hat. Denn wir möchte nicht, dass die Total War-Fans auf uns böse sind, wenn Steam nicht mehr funktioniert und damit auch unser Spiel nicht mehr gehen würde.

Empire: Total War - Interview : Stein des Anstoßes: Valves Online-Plattform Steam. Stein des Anstoßes: Valves Online-Plattform Steam. Mark O'Connell: Natürlich ist Sicherheit für uns wichtig. Wir wissen genau, dass Spiele heutzutrage mehr aus dem Netz heruntergeladen werden als früher. Also müssen wir irgendeine Form von Kopierschutz installieren. Wir haben die verschiedenen Methoden angeschaut und uns dann für Steam entschieden, da es die am leichtesten zugängliche Art ist.

Es braucht nur eine geringe Zeit, um den Steam-Client herunterzuladen. Und wenn man das Spiel gekauft hat, muss man Steam nur für die Aktivierung einmal benutzen, um den Registrierungscode einzugeben. Danach ist das Spiel für den Account für immer freigeschaltet und man muss nie wieder online gehen, um Empire zu spielen.

» Lesen Sie auf Seite 2 mehr über Raubkopien und Wiederverkauf von Steam-Spielen

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Avatar König
König
#1 | 25. Feb 2009, 12:20
"Wenn man die DVD verliert, kann man es wieder herunterladen. Wir sehen das als einen riesigen Vorteil. Und natürlich hoffen wir, das nicht viele Leute Empire wieder verkaufen wollen, nachdem sie es mal gespielt haben. "

Früher, in der 'guten alten Zeit', schickte man einfach die zerkratze Original-DVD zum Publisher und bekam eine Neue zugeschickt.
Dennoch ist es schon interessant zu sehen, welch neue Produktkategorie doch Computerspiele werden, wenn man sie nicht gebraucht weiter verkaufen darf. Man stelle sich bspw. vor, Bosch stellt benutzergebundene Waschmaschinen her, die sich nach ein-zwei Jahren Benutzung einfach abstellen, wenn man sie aus irgendwelchen Gründen weiterverkaufen will.. Beklagt sich Bosch auch so über den Second-Hand-Markt wie die bettelarmen Spielepublisher??

Für mich heißt das aber auch, dass wenn ich ein Produkt schon auf Gedeih und Verderb fürs ganze Leben kaufe, dass es die achso tollen Specials (hier sowas wie sechs freischaltbare Einheiten, die auf JEDER DVD bereits vorhanden sind (!), auch verdammt nochmal in JEDER Packung geben sollte.
Ich hab die meisten Spiele refinanziert, indem ich sie nach Durchspielen weiterverkauft habe, um damit dann NEUE Spiele zu kaufen. Dann lass ich das, denn so reduziert sich mein Spiele-Budget übers Jahr deutlich.
Aber so langsam fühle ich mich schon verarscht, wenn die Leute einem da irgendwelche Vorteile für den Kunden verkaufen wollen, es gibt sie nicht.
Die Vorteile hat der Publisher GANZ ALLEIN. Ich hoffe, das wird sich rächen.
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Avatar XKL1
XKL1
#2 | 25. Feb 2009, 12:23
Also meine Fragen bzgl KI, Wegfindung usw wurden nicht beantwortet im ersten Interview, denn der Typ konnte auf kein einziges Detail eingehen und hat nur diplomatisch um den heißen Brei herumgeredet a la irgendwas wurde schon noch gemacht, das ist aber eine andere Abteilung.

Zu dem Interview hier muss man sagen, dass er Steam durchaus verharmlost. Ich selber nutze es auch und habe kein Problem damit, aber so ganz die Wahrheit bzgl Anonymität sagt er ja nicht.

Ich werde mir gut überlegen das Spiel zu kaufen, denn die Vorgänger konnten mich aufgrund der schlechten KI niemals lange binden.
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Avatar Mojo1987
Mojo1987
#3 | 25. Feb 2009, 12:23
Ich find Steam 1000x besser wie irgend einen unkontrollierten DRM Käse von EA und Co.

Und wenn ich nicht sicher bin ob ich das Spiel nicht nochmal verkaufen will, erstell ich mir für mein Game einen eigenen Account und geb ggf. beim Weiterverkauft die Daten des gebundenen Steamaccs mit raus.

Die Vorteile des immer Verfügbar habens und der Automatischen Patches finde ich in Steam einfach Weltklasse. Auch wenn das nicht immer so war, vorallem in den Anfängen von Steam.
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Avatar Paxaurea
Paxaurea
#4 | 25. Feb 2009, 12:24
War doch klar, daß Steam hier als ideale Lösung präsentiert und schön geredet wird. Die zwingen einen zur Nutzung und Installation von Steam. Und sicher ist auch Steam nicht. Auch Empire: Total War ist schon im Internet zu haben. Den Käufer zu quälen und den Dieb ungeschoren davonkommen zu lassen, ist alles andere als kundenfreundlich.
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Avatar SpeedSeed
SpeedSeed
#5 | 25. Feb 2009, 12:25
Jepp, genau richtig CA..... Ich hoffe doch mal das mans jetzt versteht ;-)
Und wer jetzt noch komisch von Steam redet der hat se nicht mehr alle ^^ tut mir leid aber ist so :-)
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Avatar scalelll
scalelll
#6 | 25. Feb 2009, 12:26
Der Hauptgrund warum Steam bei mir nicht ankommt Herr van Crabben:

Ich weis nicht was so schwer daran zu verstehen ist, dass Steam Zwangs Online Aktivierung das dümmste ist was uns Gamern passieren kann. Ich selbst habe nichts gegen Steam - wenn ich es freiwillig installieren und nutzen kann.

Natürlich kann man heutzutage alle Bedenken die gegen Steam angemeldet werden mit Gegenargumenten wie "dann wird schon ein Patch kommen" oder "bei Steam ist noch nie was passiert" zu egalisieren zu versuchen.
Ich bitte, denkt doch mal ein wenig weiter in die Zukunft. Die Begehrlichkeiten der vollständigen Kontrolle sind heute schon vorhanden und werden weiter wachsen. Unter dem Deckmantel des "Kopierschutzes", der gelinde gesagt keine größere Wirkung zeigt als "früher". In den hitzigen Steam Debatten wird Öl auf das Feuer der Hersteller gegossen.

Es werden Zeiten kommen, da erhalten wir ein Spiel ausschliesslich per Download.
Es werden Zeiten kommen, da werden wir bei einem heutigen SP Game nach Zeittarif bezahlen.
Es werden Zeiten kommen, da wird man uns vorschreiben, wie lange man ein Spiel spielen kann. Und zwar so lange bis der Nachfolger da ist der erneut gemieten werden kann.

Ist das alles abstruss und abwegig? Wirklich? Nein! Dafür ist DRM gemacht!

Und nein, ich bin kein Verschwörungsthe oretiker, lediglich seit 1983 leidenschaftlicher Computer Spieler, der die Entwicklung sehr aufmerksam verfolgt.
Mir ist klar, das die heutige Generation der Spieler durch das Werbegedöns auf Downloadcontent eingeschworen wird. Es ist erschreckend, wie wenige sich Gedanken darüber machen und freiwillig zustimmen auf bisherige Rechte zu verzichten. Rechte sind zur Nebensache geworden. Von den Steam Befürwortern interessiert sich niemand ernsthaft für das, was er mit der Installation von Steam eingegangen ist. Warum auch, "wird schon nihcts passieren".

Wir reden heute über Empire Total War. Ein sicher absolut grandioses Spiel, dessen bin ich mir sicher. Aber was wir für das spielen dieses Spieles _langfristig_ freiwillig aufgeben und welche Richtung wir freigeben steht in keiner Relation.
Ich bin ein älteres Semester, dadurch evtl. skeptischer. Ich beobachte wie hier eine Konsumherde herangezüchtet wird denen sämtliche Rechte die früher "normal" waren systematisch entzogen werden. Ich erkennen, dass der Grossteil dieser Konsumherde sich keine Gedanken darüber macht. Sei es weil sie sich schon vor Jahren in diese Falle locken liesen oder weil einfach deren Vorstellungskraft nicht ausreicht die Konsequenz abzusehen. Und schon gar nicht im Augenblick der Vorfreude. Und glaubt mir, die Hersteller wissen das und nutzen es gnadenlos aus.

Bringt jemand die kritische Masse dazu zu glauben, dass das abhacken einen Fußes grandios, notwendig und superklasse ist. Werden irgendwann auch die letzen Füße abgehackt sein, so das jedere nur noch mit einem Fuß daher kommt und es vollkommen normal und toll findet. Ein Extrembeispiel, aber Sinngemäss das selbe was derzeit mit uns Gamern gemacht wird. Denkt mal darüber nach.
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Avatar Lucky*
Lucky*
#7 | 25. Feb 2009, 12:36
Ich kann Dir (König) nur zustimmen...
vor allem wenn das Spiel weiterhin knapp 50€ kostet... wenn ich es für die Hälfte bei Steam kaufe... ok, dann habe ich auch einen finanziellen Vorteil dadurch.

Aber momentan wird sich oftmals bei Steam nur bereichert (warum kosten Spiele dort 49,99... obwohl die nicht unerheblichen Produktionskosten weg fallen?) bzw. im Fall von Empire: TW kauft man das Spiel im Laden und kann es trotzdem nicht weiter verkaufen.

Ich bin mal gespannt wie lange es dauert bis Empire auf einschlägigen Seiten verfügbar ist... die Version kann der "Kunde" zwar nicht verkaufen, aber er hat auch kein Geld dafür ausgegeben.
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Avatar Valadur
Valadur
#8 | 25. Feb 2009, 12:42
Brilliant finde ich die Aussage von Mark, der sagt man solle einfach seine Accountdaten weitergeben.
1. bräuchte man dafür für jedes Spiel einen Account (Steam ist ja echt praktisch!)
2. darf man das laut den EULA gar nicht...
Dass genau das aber von einem der Fachleute als tolle Lösung vorgeschlagen wird ist schon dreist.

Man kauft das Spiel für ein ganzes Leben? Finde ich lustig, denn man kauft das Spiel ja nicht... In dem EULA stimmt man z.b. zu, dass Valve einfach so die "subscription" für ein Produkt kündigen kann.
Ist auch schön, dass man einen "Standalone patch" bekommt, in den EULA steht extra drin, dass sie das nicht anbieten müssen und wenn doch, kann das auch nur kurzfristig der Fall sein.

Meiner Meinung nach ballern die Herrschaften in dem Interview mit Fehlinformationen und Propagandageschwätz um sich.

Valve kann auch einfach das EULA ändern, wenn sie dann z.B. personenbezogene Daten erheben wollten (personalisierte Werbung usw.) wollen kann man seinen account kündigen. Soviel zum Theme Spiele ein Leben lang.

Zum Thema Datenschutz noch dies:
"you expressly grant Valve the complete and irrevocable right to use, reproduce, modify, create derivative works from, distribute, transmit, broadcast, and otherwise communicate, and publicly display and perform the User Generated Information and derivative works thereof in any form, anywhere, with or without attribution to you, and without any notice or compensation to you of any kind."

Aber ach, wir können ja unsere Achievements vergleichen, toll, das wiegt die Nachteile definitiv wieder auf!
Empire mit Steam = Empire ohne mich
Da kaufe ich mir lieber Sins of a Solar Empire, ohne DRM!
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Avatar Sternitzky
Sternitzky
#9 | 25. Feb 2009, 12:48
Zitat: "GameStar: In unserem Forum wird als Argument gegen Steam angeführt, dass es das Spiel nicht gegen Raubkopierer schützt. So sei Dawn of War 2, das ebenfalls Steam verwendet, bereits zwei Tage vor dem Release illegal im Netz verbreitet worden. Was antwortet Crative auf diese Kritik?

Mark: Unser Spiel wird geschützt und wir sind sehr zufrieden damit. Wenn ein Laden das Spiel im Voraus verschicht, dann spielt das keine Rolle mehr. Jeder muss das Spiel online aktivieren und alle können erst zur gleichen Zeit starten. Deshalb wird es auch nicht vor dem Release im Internet auftauchen."

LOL? Mit diesem Argument sind sie auch schon bei DoW2 gekommen. Und trotzdem war es vor Release als Raubkopie verfügbar.
Es gibt für die Szene genug Möglichkeiten, vorher an die Programmdaten zu kommen, um in Ruhe eine läuffähige Non-Steam-Version vor Release fertig zu programmieren. :fs:
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Avatar XKL1
XKL1
#10 | 25. Feb 2009, 12:50
Total War - Empire ist bereits erhältlich als "Download"
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World of Tanks (PC), Koch Media
12,99 €
zzgl. 0,00 € Versand
bei MMOGA
FIFA 12 (PC), Electronic Arts
19,99 €
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Details zu Empire: Total War

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: Echtzeit-Strategie
Release D: 04. März 2009
Publisher: Sega
Entwickler: Creative Assembly
Webseite: http://www.totalwar.com
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 156 von 4646 in: PC-Spiele
Platz 14 von 405 in: PC-Spiele | Strategie | Echtzeit-Strategie
 
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