Evochron Mercenary - PC

Weltraum-Action  |  Release: 17. September 2010  |   Publisher: -
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Evochron Mercenary im Test

Sinnlos im Weltraum

Spielst du noch oder arbeitest du schon? Das Weltraum-Strategiespiel Evochron Mercenary bietet im Test grenzenlose spielerische Freiheit. Die muss man sich aber erst mal mühsam erarbeiten.

Von Michael Orth |

Datum: 09.02.2012


Kennt jemand Shawn Bowers? Niemand? Kein Wunder, dabei hätte es der Mann durchaus verdient: Seit über 20 Jahren werkelt er an Weltraumsimulationen. Und seit über zehn Jahren bringt er die Ergebnisse über seine eigene Firma Starwraith 3D Games an den Mann – gänzlich allein.

Evochron Mercenary
„Solar Alpha“, die Haupthandelsstation und eines der Zentren des Evochron-Universums. Die roten Markierungen weisen den Weg zur Docking Station.

So auch Evochron Mercenary , das zu den ganz wenigen echten Ein-Mann-Projekten unserer Zeit gehört. Doch während sich heutzutage selbst an ein halbwegs professionell wirkendes 2D-Spielchen kaum noch ein Solo-Programmierer heran wagt, stemmt Bowers mal eben ein komplettes 3D-Universum. Das zudem noch spielerisch höchst komplex, manchmal aber auch übermäßig kompliziert ausfällt.

Total frei oder doch nur orientierungslos?

Der Entwickler selbst bezeichnet seine Werke gerne als Sandbox-Titel, was sich bei einem Weltraum-Simulator etwas komisch anhören mag. Doch im Prinzip hat er Recht: Die dünne bis kaum vorhandene Story verleiht dem Ganzen ebenso wenig ein tragendes Gerüst, wie wenigen Hauptmissionen.

Evochron Mercenary : Weltraumwürfel voraus: Umherfliegenden Kleinkram kann man bei passender Ausrüstung einsammeln und gewinnbringend verhökern. Weltraumwürfel voraus: Umherfliegenden Kleinkram kann man bei passender Ausrüstung einsammeln und gewinnbringend verhökern. Letztere sind zudem insofern nebensächlich, weil Mercenary an sich kein Spielende hat, auf das man hinarbeitet. Hier ist der Weg das Ziel. Und so startet man ohne großen Hintergrundinfos-Ballast und der größtmöglichen Handlungsfreiheit in sein Weltraumabenteuer. Die Wahl der Rolle – Söldner, Kampfpilot, Händler oder »Rennflieger« – beeinflusst zumindest das anfängliche Geschehen und den Status bei den anderen im Spiel vorkommenden Fraktionen.

Das wie auch immer geartete Ansehen ist durchaus wichtig: Ohne einen vernünftigen Draht zu den Minern oder den Energiekartellen sieht es mit einer Händlerkarriere und schnell steigendem Reichtum schlecht aus. Verscherzt man es sich andererseits mit den Navys, rücken einem deren waffenstarrenden Kampfschiffe unangenehm auf den Pelz.

Erst das Geld, dann das Vergnügen

Aber bis dahin ist es noch ein Weilchen. Am Anfang empfiehlt es sich wahrlich nicht, sich gleich ins Kampfgetümmel zu stürzen. Auch das Angebot diverser Aufträge sollte man erst einmal ausschlagen.

Geld scheffeln heißt am Anfang die Devise, was man aber im Prinzip erst mal selbst herausfinden muss. Schiff entsprechend ausrüsten, die überall zu findenden Asteroidengürtel ihrer Rohstoffe berauben, verkaufen und das erwirtschaftete Geld am besten wieder in Ausrüstung stecken.

Ist der eigene Untersatz erst mal auf ein konkurrenzfähiges Niveau gehievt, eröffnen sich die fast schon unendlichen Handlungsmöglichkeiten von Mercenary. Mal versucht man sich als Söldner, mal tritt man zum interstellaren Rennduell an, mal beklaut man als All-Pirat andere Schiffe, mal bricht man zum Undercover-Auftrag als Spion auf.

Egal, ob man sich nun auf einen Weg konzentriert oder alles wild durcheinander probiert – über Beschäftigungslosigkeit braucht man sich nur selten zu beklagen.

Evochron Mercenary : Kein grüner Weltraumwurm, sondern die Markierungsringe eines Rennens, das zu den vielfältigen Missionstypen gehört. Schafft man alle Ringe in der vorgegebenen Zeit, winkt eine Belohnung. Kein grüner Weltraumwurm, sondern die Markierungsringe eines Rennens, das zu den vielfältigen Missionstypen gehört. Schafft man alle Ringe in der vorgegebenen Zeit, winkt eine Belohnung.

Und als ob man damit nicht schon genug zu tun hätte, musste es beim Steuerungsmodell natürlich auch noch eine komplexe Simulation sein. Die Cockpit-Ansicht ist gespickt mit Dutzenden kleiner Displays und HUDs. Die Art der Fortbewegung ähnelt nicht wie bei vielen Konkurrenztiteln der eines Kampfjets, der da hinfliegt, wo gerade seine Nase hinzeigt.

Vielmehr steuern wir diverse Düsen, anhand derer unser Schiff in jede beliebige Richtung gleitet. Die muss mit dem aktuellen Blickwinkel aus der Kommandozentrale nichts zu tun haben – ein guter Orientierungssinn gehört trotz diverser Hilfen und Anzeigen zu den nützlichsten Eigenschaften eines Weltraumkapitäns.

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Avatar bleonard
bleonard
#1 | 09. Feb 2012, 18:31
Bei allem Respekt vor dem Entwickler, aber vielleicht wäre es besser gewesen er hätte sein Talent bei einem der größeren Studios in ein derartiges Projekt gesteckt, dass dann auch die Chance auf einen kommerziellen (und inhaltlichen) Erfolg gehabt hätte.

Andererseits meiden die größeren Studios ja Weltraumspiele wie die Pest, aus Gründen die mir keiner so recht erklären kann. Bei jeder News auf GameStar.de über ein Weltraumspiel tummeln sich ja geradezu die Fans die auf das nächste X-Wing, Wing Commander oder Freelancer hoffen. Liegen nun Marktforschung ("keiner kauft mehr Weltraumspiele") oder vielleicht doch unser subjektive Meinung als Fans ("wir wollen ein neues gutes Weltraumspiel JETZT und wir sind Tausende!") falsch?

Ich würde mich in jedem Fall freuen wenn die GameStar ihre Verbindungen zur Industrie nutzt und bei den in frage kommenden Unternehmen und Personen
von Zeit zu Zeit mal über das immer noch vorhandene Interesse ihrer Leser an der Art von Spielen a lá X-Wing, Wing Commander und Freelancer aufklärt.
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Avatar Macro82
Macro82
#2 | 09. Feb 2012, 18:33
also der soundtrack ist meines Erachtens gelungen wer ihn haben will den gibt es kostenlos unter

http://www.richdouglas.net/projects/evochr on.php

man sollte mal rein hören.

Warum der Tester da so reinholtzt frage ich mich auch
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Avatar Isaak
Isaak
#3 | 09. Feb 2012, 18:43
Wau 53 ist hart. ich habe das Spiel Ende 2010 via Impulse gekauft und wenn man statt der Ingame Tutorial das Forum ließt bekommt man dort super Tipps. Mir hat es gute 40 Stunden eine Menge Spass gemacht.
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Avatar Draidon
Draidon
#4 | 09. Feb 2012, 18:48
Wenn es die X Reihe nicht schon gäbe... Aber Respekt für diese großartige Leistung einer einzelnen Person.
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Avatar 0alfred0
0alfred0
#5 | 09. Feb 2012, 19:11
Respekt, sieht aber irgendwie genauso aus wie Dark Star One...
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Avatar happyPig
happyPig
#6 | 09. Feb 2012, 19:21
Also was ich so sehe und lese, klingt durchaus interessant und dann auch noch ein 1-Mann-Projekt.
Gleich mal ein Let's Play raussuchen.


@bleonard
Diese Fragen stelle ich mir auch schon seit Ewigkeiten.
Ich kann nicht verstehen, weshalb die Nische nicht besetzt wird. Kaum Konkurrenz. Das ist doch ein Traum!

Vieleicht liegt es aber tatsächlich an schlechten Umfragewerten.
Zum Beispiel würde Volition nur zu gerne ein Freespace 3 entwickeln aber der Publisher ist nicht dafür (Quelle: GS).
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Avatar Andrycha
Andrycha
#7 | 09. Feb 2012, 19:26
Naja, GS und eure Tests, vor allem diese - Sinnlos im Weltraum ist ja schon dreist. Spieler für die es solche Spiele gibt wissen es zum Glück zu Schätzen. Bei X3 TC habt ihr auch nur eine Wertung von 63 gegeben. Habe nun mittlerweile über 450 Stunden im Spiel verbracht und das ohne das mir das Spiel ein Ziel vorschreibt was ich erreichen muss. Und hatte dabei mehr "Spielspass" als bei einem 90+ Titel.
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Avatar Macro82
Macro82
#8 | 09. Feb 2012, 19:43
Zitat von happyPig:
Also was ich so sehe und lese, klingt durchaus interessant und dann auch noch ein 1-Mann-Projekt.
Gleich mal ein Lets Play raussuchen.


@bleonard
Diese Fragen stelle ich mir auch schon seit Ewigkeiten.
Ich kann nicht verstehen, weshalb die Nische nicht besetzt wird. Kaum Konkurrenz. Das ist doch ein Traum!


Vieleicht liegt es aber tatsächlich an schlechten Umfragewerten.
Zum Beispiel würde Volition nur zu gerne ein Freespace 3 entwickeln aber der Publisher ist nicht dafür (Quelle: GS).


Na ja gibt ja nur zb. Leute so wie ich die noch immer auf freepsace 3 warten und noch immer hoffen und sich derweil mit freespace 2 SCP begnügen...Müssen

Schade eigentlich,es müsste nicht so sein

https://www.youtube.com/watch?v=cSqzd_LK0z 4

Memories...
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Avatar Shpadoinkle
Shpadoinkle
#9 | 09. Feb 2012, 19:50
Was für ein unnötiger und unfairer Test. Die Hauptkritik ist, dass das Spiel nicht bodenständig genug ist? Wie langweilig hättest du's denn gern? Die Grafik hängt 15 (!) Jahre hinterher? Also bitte! Für ein 270 MB - Spiel sieht Evochron absolut gelungen aus, da sollte man die Kirche im Dorf lassen.
Nachdem das Spiel weit über ein Jahr auf dem Markt ist, schreibst du dir sowas für ein herzbluttropfendes Indiegame aus den Rippen, nur um mal ein wenig Prügel verteilen zu können? Bei den großen Publishern darf man ja nicht so, wie man will, weil es sonst keine dicken Werbeaufträge mehr hagelt.
Absolut unterste Schublade.
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Avatar happyPig
happyPig
#10 | 09. Feb 2012, 21:01
Oha!
Ich kann nur jedem raten sich mal ein paar Let's Play Videos anzuschauen.
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Details zu Evochron Mercenary

Plattform: PC
Genre Action
Untergenre: Weltraum-Action
Release D: 17. September 2010
Publisher: -
Entwickler: Star Wraith 3D Games
Webseite: http://www.evochron.com
USK: noch nicht geprüft
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 880 von 5752 in: PC-Spiele
Platz 18 von 111 in: PC-Spiele | Action | Weltraum-Action
 
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