Peter Molyneux : Ungewohnt bescheiden gibt sich der britische Designer und Chef der Lionhead Studios in einem Interview mit CVG. Molyneux - ansonsten eher bekannt für blumige Formulierungen und extrem hoch gesteckte Ambitionen - bedauert, nie ein wirklich hervorragendes Spiel produziert zu haben.

»Das hat nichts mit Demut zu tun. Es ist einfach nur die Wahrheit. Ich bin Designer und meine Aufgabe ist es nicht, mich hinzustellen und zu sagen dass alles eitel Sonnenschein ist und wir das beste Spiel aller Zeiten gemacht haben, denn das haben wir nicht. Sich von seinen eigenen Fehlern inspirieren zu lassen ist ein Weg in der Club der Triple-A-Spiele eingelassen zu werden. Es wird immer mein Traum bleiben, einmal Mitglied in diesem Club zu sein. Ich habe viele gute Spiele gemacht, aber niemals ein großartiges. Ich habe nie ein Spiel gemacht, dass die Leute in ihre ewige Top-5-Liste aufnehmen würden. Vielleicht nehmt ihr eines in die engere Auswahl, aber ich glaube nicht, dass ihr es wirklich wählen würdet.«

Merkwürdig: Molyneux, der immer versucht hat ungewöhnliche Wege im Spieldesign zu gehen, wählt als Messlatte nicht die Rezeption des Publikums oder der Kritiker sondern schnöde Verkaufszahlen. Deswegen seien Halo und Call of Duty aufgrund von über fünf Millionen verkaufter Exemplare Triple-A-Titel, Fable bisher noch nicht. Fable 2 hat sich bisher etwa 3,5 Millionen Mal verkauft. Der Nachfolger Fable 3 erscheint Ende kommender Wochee für Xbox 360, im März für den PC.

Topseller hin- oder her: Molyneuxs Spieleportfolio ist durchaus respektabel. Der Designer steckt hinter wegweisenden Titeln wie Populous, Black and White, Syndicate, Dungeon Keeper und nicht zuletzt Fable.