Zündende Ideen : Schnell mal aufgezählt: World in Conflict. Empire Earth 3. Call of Duty 4. Fallout 3. Supreme Commander: Forged Alliance. Unreal Tournament 3. An einem Messetag der E3 haben wir allein sechs Spiele gesehen, in denen Atombomben explodieren. Was fasziniert Designer am nuklearen Endschlag, dass er mittlerweile zum guten Ton zu gehören scheint? In erster Linie wohl das Spektakel. Atombomben knallen erderschütternd, gleißen sonnengleich, kurzum – sie sind die ideale Demonstration für die oft genannten Next-Gen-Effekte.

Was an Atombomben neben ihrer zerstörerischen Pracht fesselt, das dürfte wohl ihre zerstörerische Macht sein – die ultimative Waffe, das Fahnenstangenende der Vernichtungsmaschinerie. Den Spielern ist das wohlvertraut; man weiß, dass nukleare Sprengköpfe derzeit die effektivste Möglichkeit sind, die Menschheit auszulöschen. Was in Echt für Furcht und Panik sorgt, schafft im Spiel katharsische Spannung: Wie’s wohl wäre, mal ein Bömbchen in eine Stadt fallen zu lassen? Ums Aufräumen muss man sich in Computerspielen schließlich selten kümmern.

Ich kann sie nachvollziehen, diese Faszination. Trotzdem bin ich froh darüber, dass es auch Spiele wie Fallout 3 gibt, die die Kehrseite der Medaille zeigen: Wie’s nach so einer Atomexplosion aussieht. Nämlich wüst und lebensleer. Von mir aus, lasst uns die virtuellen Bomben werfen! Aber man sollte auch wissen, was für entsetzliche Waffen die echten sind.