Zum Thema Furi ab 22,34 € bei Amazon.de Furi für 15,99 € bei GamesPlanet.com Es ist schon ein bisschen fies: Furi gehört im Rahmen von Playstations PS-Plus-Programm zu den besten Neuerscheinungen des Monats, und kann dort sogar kostenlos gespielt werden. Auf der GamePro konnte ich deshalb eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen: Schaut euch dieses Spiel an, es ist wirklich ein kurioser Action-Hit. Auf PC muss ich hingegen satte 25 Euro dafür ausgeben. Die Frage ist: Lohnt es sich trotzdem?

Mit Furi bekomme ich ein knallbuntes Actionspiel, das im Prinzip nur aus Bosskämpfen besteht: Ich muss aus einem bizarren Gefängnis flüchten und mich dafür durch mehrere Wächter schnetzeln. Keine fünf Minuten nach Spielbeginn stehe ich bereits dem ersten Endgegner gegenüber. Im Prolog-Gefecht lerne ich, wie man schießt (Fernkampf) und mit dem Schwert angreift (Nahkampf). Beide Manöver kann ich auch aufladen, darüber hinaus gegnerische Angriffe parieren oder ausweichen.

Bunt, flott, schweißtreibend

Klingt simpel, doch Furi ist hart - oh ja, und wie. Kaum habe ich den ersten Boss - einen Samurai mit Kampfstab - ins Koma geprügelt, zeigt mir der zweite Endgegner, dass Niederlagen in Furi zum Lernprozess gehören.

Wie in den Dark-Souls-Spielen muss ich die Angriffsmuster der Gegner studieren, flink ausweichen und im richtigen Moment zuschlagen. Die rasante Schwertkampf-Action treibt zusammen mit dem knalligen Electro-Soundtrack meinen Blutdruck in die Höhe - zumal jeder Bosskampf aus mehreren Phasen besteht und ich mir in jeder Phase eine neue Strategie überlegen muss.

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Furi

Doch auch wenn ich zu Boden gehe, spiele ich motiviert weiter, obwohl es nicht einmal eine richtige Story gibt. Doch die präzise Steuerung flutscht wie warme Butter, zudem bleibt Furi jederzeit fair. Wenn ich versage, ist es meine Schuld und das spornt mich an. Außerdem gefällt mir das skurrile Charakterdesign. So kämpfe ich unter anderem gegen eine Mischung aus Frauenkörper, Scheinwerfer und Einrad. Der Stil des Afro-Samurai-Schöpfers Takashi Okazaki ist unverkennbar.

Klar, Furi erfordert Ausdauer und Geduld. Doch keine Angst: Es gibt auch einen leichten Schwierigkeitsgrad. Für mich gehört die Mischung aus Hack&Slash und Shoot'em-up mit zum Besten, was ich seit langer Zeit im PS-Plus-Programm gespielt habe. Und auch auf dem PC überzeugt mich das Spiel auf ganzer Linie. Allerdings: Wo ich beim PS-Plus-Angebot noch eine uneingeschränkte Reinspiel-Empfehlung für jeden aussprechen kann, der ein bisschen Neugier für kuriose Geheimtipps mitbringt, muss ich beim 25-Euro-Preisschild von Steam doch Einschränkungen machen: Hier sollten wirklich nur Fans zugreifen, die auf Boss-Rushs oder das Endgegner-Gefühl eines Dark Souls stehen. Oder auf Titan Souls. Dann wird man in jedem Fall mit einem extrem spannenden Action-Spektakel belohnt.

Furi : Mirco Kämpfer
@MirCommander

Meine Devise lautet ja: Man sollte nie vorschnell über ein Spiel urteilen. Daher lade ich mir prinzipiell jedes PS-Plus-Spiel erst einmal runter und probiere es aus, anstatt es schon bei der Ankündigung zu verteufeln. Bei Furi habe ich beobachtet, dass die Spieler und Leser auf GamePro etwas verunsichert sind. Niemand kennt Furi und sucht daher nach Informationen. Auch ich konnte mir erst einmal nichts darunter vorstellen - und habe deshalb einfach mal reingespielt. Und das war gut, denn nun kann ich euch sagen: Furi ist super!

Die 25 Euro, die bei Steam fällig werden, schränken natürlich meine uneingeschränkte Empfehlung ein wenig ein, weil Furi mit seinem fokussierten Boss-Gameplay nicht für jeden etwas sein dürfte. Und zum vorsichtigen Reinschnuppern kostet es gegenwärtig zu viel. Das ändert aber nichts daran, dass ich ziemlich viel Spaß damit habe und es jedem ans Herz legen möchte, der die Bossfights bei vielen Spielen für den spannendsten Part hält.