Zum Thema » Guild Wars 2 im Test So gut ist das MMO » Liga für Guild Wars 2 News: PvP-Neuerungen & mehr Guild Wars 2: HoT ab 12,90 € bei Amazon.de Guild Wars 2: Heart of Thorns für 35,99 € bei GamesPlanet.com Auf der jüngsten Pax South (Penny Arcade Expo in San Antonio, Texas) hat ArenaNet das erste große Addon zu Guild Wars 2 vorgestellt. Heart of Thorns wird es heißen und soll vor allem Level-80-Charaktere glücklich machen, die inzwischen die Sozialversicherungsnummer jedes Untoten an der Fluchküste auswendig kennen; auf eine neue Maximalstufe müssen wir allerdings verzichten.

Ungewöhnlich für ein MMO-Addon, aber ArenaNet war schon immer dafür bekannt, Dinge etwa anders anzugehen. Man will die Spieler bewusst nicht mit der bekannten Tretmühle nach besserer Ausrüstung und höheren Levels behelligen, so ArenaNet-Boss Mike O'Brien während der Präsentation.

Guild Wars 2: Heart of Thorns : Die lebendige Welt
Bisher hat ArenaNet auf klassische Addons für Guild Wars 2 verzichtet. Stattdessen gab's die sogenannte lebendige Geschichte. Dabei handelt es sich um als Staffeln angelegte Geschichten, die in kleineren Episoden präsentiert wurden und die teilweise verheerende Auswirkungen auf die Welt hatten. Wer Guild Wars 2 für lange Zeit nicht mehr gespielt hat, wird sich bei einem erneuten Besuch der einst prächtigen Siedlung Löwenstein die Augen reiben, die Stadt ist seit dem Ende der ersten Staffel nur noch ein Haufen Ruinen. In Staffel 2, die man aktuell noch spielen kann (die letzte Episode ist aktuell noch kostenlos, alle anderen kosten jeweils 200 Diamanten, also 2,50 Euro) geht's abermals um einen der ungemütlichen und aus dem Hauptspiel bekannten Altdrachen. Mit der lebendigen Geschichte kamen auch neue Regionen ins Spiel. Unter anderem etwa die Trockenkuppe im Nordwesten, wo regelmäßig Sandstürme die Sicht behindern und Helden per magischer Supersprünge durch die Lande ziehen.

Ausschließlich aufs Addon bezogen, hat O'Brien zweifelsohne Recht. Höherstufiges Equip werden wir uns nicht zulegen müssen, um gegen die neuen Gegner bestehen zu können. Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass es in Guild Wars 2 keine übliche Item-Hatz gibt. Nicht wenige Spieler stellen sich den täglichen Boss-Schleifen und Dungeons vor allem deswegen, weil sie auf seltene Materialien zum Craften oder gleich auf einen sogenannten Precursor (Vorstufe zur legendären Waffe) hoffen oder Gold verdienen wollen, um sich wertvolle Materialen, einen Precursor oder gleich eine Highend-Waffe im Handelsposten leisten zu können. Diese legendären Waffen haben zwar keinen nennenswert höheren Schadensoutput, sind aber allein wegen ihrer Seltenheit und der Optik trotzdem heiß begehrt.

Und warum sich sowas nicht über in Gold eingetauschte Diamanten (Zwischenwährung, die man im Ingame-Shop für echtes Geld kauft) anschaffen? Weil ein Precursor schon locker mit 100 Euro zu Buche schlagen kann, die teuerste legendäre Waffe kostet im Handelsposten derzeit umgerechnet über 530 Euro.

Guild Wars 2: Heart of Thorns : Die einst prächtige Siedlung ist seit dem Ende der ersten Staffel der lebendigen Welt nur noch eine Ruinenstadt. Wenn auch eine hübsche.

Veränderung: Löwenstein
Die einst prächtige Siedlung ist seit dem Ende der ersten Staffel der lebendigen Welt nur noch eine Ruinenstadt. Wenn auch eine hübsche.

Neue Levels ohne neue Levels

Statt also die Maximalstufe anzuheben und so für alle paar Levels neue Klamotten mit neuen Werten entwerfen zu müssen, baut ArenaNet mit Heart of Thorns einfach ein paar neue Precursors und legendäre Waffen ins Spiel ein, damit die Jagd danach weitergeht. Oder wieder von vorn beginnt.

Nun ja, ganz so einfach machen es sich die Entwickler allerdings am Ende doch nicht. Immerhin dürfen wir uns die seltenen Waffen mit dem Addon auch über Sammelobjekte erspielen und müssen nicht ständig in Dungeons rennen und Bosse umhauen. Und irgendwie wird's dann doch eine neue Maximalstufe geben, nur ohne dezidierte Levelzahl, die das veranschaulicht. Statt uns von Stufe 80 auf vielleicht Stufe 100 zu treiben, werden wir uns in Heart of Thorns darauf stürzen, unsere Fähigkeiten auszubauen, um im neuen Gebiet, dem Maguuma Dschungel bestehen zu können.

Guild Wars 2: Heart of Thorns : Der Maguuma Dschungel wird nach Angaben von ArenaNet das größte und abwechslungsreichste Gebiet des Spiels. Er soll außerdem drei Höhenstufen haben, die wir unter anderem mit den neuen Drachenseglern meistern müssen. Der Maguuma Dschungel wird nach Angaben von ArenaNet das größte und abwechslungsreichste Gebiet des Spiels. Er soll außerdem drei Höhenstufen haben, die wir unter anderem mit den neuen Drachenseglern meistern müssen.

Der wird nach Angaben von ArenaNet nicht nur riesig, sondern uns auch allerlei neue Aufgaben bringen. Unter anderem sollen wir lernen, mit einem Segeldrachen zu fliegen. Das Drachenfliegen gehört zum neuen Beherrschungssystem. Erst, wenn wir das Drachenfliegen durch spezielle Aufgaben gemeistert haben, können wir die ganz besonderen Orte im Dschungel besuchen. Und erst, wenn wir gelernt haben, die Panzer der stärksten Gegner zu knacken, können wir uns in den Kampf gegen sie wagen.

Wir stellen uns das System ähnlich dem der passiven Eigenschaften vor: Wir prügeln irgendwo einen Boss um und dürfen einen weiteren Punkt zu unserem Drachenflug-Skill addieren. Übrigens: Fliegen dürfen wir tatsächlich nur im Dschungel, im Rest der Welt wird das nicht möglich sein, wie uns Mike O'Brien und Colin Johanson (Game Director von Guild Wars 2) in einem Interview sagten.

Guild Wars 2: Heart of Thorns
Auf der letzten der vier neuen Maps findet im Abstand von jeweils zwei Stunden ein riesiges, mehrstufiges Weltevent statt, bei dem drei Gruppen parallel vorgehen und sich zum Unterschlupf des Drachen vorkämpfen müssen. Unterwegs stellen sich den Spielern mehrmals legendäre Gegner in den Weg wie hier Axtmeister Hareth.