Kontrollbesuch im Februar 2011

Wenn sich die Fans von Heroes of Newerth über dessen wichtigsten Konkurrenten lustig machen wollen, müssen sie nur drei Buchstaben schreiben: LoL. Denn bekanntlich steht das Kürzel von League of Legends im Internet-Jargon auch für »laughing out loud«, ergo »lauthals ablachen«. Heroes of Newerth hat solche Wortspielerei allerdings gar nicht nötig, seine Qualität spricht für sich. Seit unserem Test (GS 07/10: 78 Punke) hat es sich zum beliebten DotA-Klon gemausert, der künftig sogar in der europäischen E-Sport-Liga ESL gespielt wird. Wir haben uns erneut in die turbulenten Teamschlachten gestürzt, um herauszufinden, was sich in den vergangenen Monaten getan hat. Nämlich sehr viel. Sehr viel Gutes.

Viel Pflege durch die Entwickler

Heroes of Newerth : Im neuen Casual-Modus spielen sich die effektvollen Heldenschlachten noch flotter. Im neuen Casual-Modus spielen sich die effektvollen Heldenschlachten noch flotter. Im Test von Heroes of Newerth hatten wir noch gewitzelt, Versionsnummern von Spielen seien wie dicke Alpinisten: Sie steigen sehr, sehr langsam. Pustekuchen, binnen acht Monaten kraxelte die Kennzahl der Heldenhatz rasant von 1.0.0.1. auf 2.0.4.2. -- ein Beleg dafür, dass der Entwickler S2 Games (Savage 2) regelmäßig Updates strickt. Der bislang gehaltvollste Patch datiert vom 13. Dezember und beförderte Heroes of Newerth auf die Version 2.0.

Die brachte unter anderem ein schnelleres und komfortableres Matchmaking sowie den neuen Modus »Casual«. In Letzterem verdienen die Helden mehr Gold und steigen zu Partiebeginn schneller im Level auf, was flottere und kürzere Partien ermöglicht. Diese nette Abwechslung zu den regulären Schlachten steigert die Langzeit-Motivation. Als Konsequenz erhöhen wir unsere Endlosspiel-Wertung um einen Punkt.

Neue, einfallsreiche Karten

Heroes of Newerth : Die neue Karte Grimm’s Crossing bietet Gefechte zwischen Dreierteams. Die neue Karte Grimm’s Crossing bietet Gefechte zwischen Dreierteams.

Darüber hinaus lieferte das Update 2.0 die Schneekarte »Grimm’s Crossing«, die Gefechte zwischen Dreierteams sowie ein neues Spielelement bietet: Teleport-Gebäude, zwischen denen die Spieler hin und her springen können. S2 Games heckt für die Schlachtfelder also endlich originelle Ideen aus, weshalb wir auch die Kartendesign-Wertung um einen Punkt anheben. Außerdem haben die Entwickler mit dem Patch 2.0 die Beta-Version eines Level-Editors eingebaut, mit dem die Fans eigene Arenen basteln können. Die lassen sich allerdings nicht einfach ins Spiel einbauen, stattdessen müssen Sie Ihr Werk erstmal auf einer Community-Website veröffentlichen und hoffen, dass es die Entwickler übernehmen. So beugt S2 Games einer Flut überflüssiger Karten vor.