In Kingdom Come: Deliverance wird mit Schnaps gespeichert. Klingt komisch, ist aber so. Im extralangen Gameplay-Video zur aktuellen Entwickler-Alpha von Kingdom Come erklärte uns Tobias Stolz Zwilling, PR-Manager des tschechischen Entwicklerteams Warhorse, das Feature genauer. Obenstehehend haben wir einen Ausschnitt mit den Infos zum Schnaps-Speichern vorbereitet.

Zusammengefasst ist das Speicher-Feature der Versuch, ständiges Abspeichern zu unterbinden, ohne den Spieler zu sehr zu gängeln. Dazu erdachten die Entwickler den »Savowitz«, eine Anspielung auf den beliebten osteuropäischen Sliwowitz - ein Pflaumenbrand. Den erhält man im Verlauf der ersten Quest und der dient zum Speichern des Spiels.

Kingdom Come: Deliverance
Und das ist der gute Mann. Er wird den Prolog leider nicht überleben. Kingdom Come: Deliverance erzählt eine Rache-Story.

Pro Speicher-Vorgang trinken wir also einen Kurzen. Und das verschafft uns sogar einen temporäre Buff, etwa auf den Sprach-Skill. Wer hingegen dauernd speichert, wird nicht nur Kohle los - Schnaps kostet! - sondern er wird mit der Zeit zum Alkoholiker und büßt dauerhaft Statuswerte ein. Allzu dramatisch ist das aber nicht. Diese Sucht lässt sich relativ einfach durch ausreichend Schlaf kurieren.

Das Speichersystem wirkt etwas verschroben und eigenwillig, die Absichten dahinter sind aber gut nachvollziehbar. Im Spiel geht es darum, eine Rolle zu spielen, dabei Entscheidungen zu treffen und mit deren Konsequenzen zu leben. Und das funktioniert nur dann, wenn der Spieler sich auf all diese Konsequenzen einlässt und eben nicht andauernd abspeichert und sich so gegen böse Überraschungen absichert.

Nicht umsonst investieren die Entwickler viel Zeit und Mühe, um zahlreiche Möglichkeiten zu schaffen, die diversen Aufgaben im Spiel zu erledigen. Mehr dazu erfahren Sie in der eingangs erwähnten Gameplay-Präsentation, die Sie auch untenstehend ansehen können.

»Deus Ex im Mittelalter« - Unsere Preview zu Kingdom Come: Deliverance