League of Legends - Free2Play

Strategie  |  Release: 30. Oktober 2009  |   Publisher: Riot Games
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Special: League of Legends vs. Dota 2

Vergleich der Dota-Erben

League of Legends oder Dota 2 – dasselbe Genre, und doch zwei völlig unterschiedliche Spiele. Im großen Vergleich untersuchen wir die beiden Top-Titel.

Von Maximilian Gercke |

Datum: 21.04.2012


League of Legends vs. Dota 2 :

League of Legends...

Zum Thema » Was ist eigentlich DotA? Wie eine Mod die Welt erobert » 2. Kontrollbesuch zu LoL Lange Stäbe, große Brüste » Dota 2 - Beta-Check Der Multiplayer-Diamant wird poliert League of Legends ab 99,00 € bei Amazon.de Wer Dota 2 und League of Legends in einem Satz erwähnt begibt sich augenblicklich auf dünnes Eis. Ein falscher Satz und ein nicht endender Kritikhagel geht auf den Übeltäter nieder. Eigentlich ein Kompliment für die Entwickler beider Titel, denn nur wer wirklich Spaß an einem Spiel hat, setzt sich so leidenschaftlich dafür ein.

Für Einsteiger in das MOBA-Genre (Multiplayer Online Battle Arena) stellt sich natürlich trotzdem die Frage: Welche der beiden Titel möchte ich spielen, welches Spiel ist das richtige für mich? Auch League of Legends-Veteranen schielen immer mal wieder zur neuen Konkurrenz namens Dota 2 hinüber und überlegen sich, Valves Werk auszuprobieren, sobald der offene Betatest beginnt. In unserem großen Vergleich klären wir, worin sich die beiden Titel derzeit unterscheiden und was sie richtig oder falsch machen.

League of Legends vs. Dota 2 : Defense of the Ancients Defense of the Ancients Das MOBA-Genre und sein Ursprung
Im Jahr 2003, als Benzin noch einen knappen Euro pro Liter kostet (welch eine Frechheit!), erblickt eine Warcraft 3 Mod das Licht der Röhrenmonitor: »Defense of the Ancients«, basierend auf der Starcraft-Karte »Aeon of Strife«. Auf einer symetrischen Karte stehen sich zwei Teams mit je fünf Helden gegenüber und versuch die gegnerische Basis zu zerstören. Defense of the Ancients wird schnell zu der beliebtesten Stratiegiespiel-Modifikation der Welt und etabliert sich unter dem Kürzel »Dota«.

Der enorme Erfolg zieht natürlich auch bald die Industrie an, bei so vielen Spielern muss sich sich doch auch Geld scheffeln lassen. Mit »Demigod« erscheint 2009 das erste kommerzielle Spiel, das sich von dem Spielprinzip von Dota inspirieren lässt. Obwohl der Titel floppt, ziehen andere Entwickler nach. Als erstes das 2006 gegründete Riot Games mit »League of Legends«, als einer der Vorreiter des Free2Play Modells, kurze Zeit später gesellt sich »Hereos of Newerth« dazu.

Langsam muss eine neue Genre-Bezeichnung her, den bisher wurden die Spiele nur als »Dota-Klone« ähnliches bezeichnet, was bei den, zum Teil enormen Unterschieden in der Spielmechanik, aber nicht mehr passt. Die Spiele als Echtzeitstratgie zu bezeichnen ist jedoch genauso wenig richtig, wie der Begriff Rollenspiel. Wir steuern zwar einen Helden, können jedoch nur begrenzt im Level aufsteigen, unsere Figur ausrüsten und nur vorgegebene Fähigkeiten erlernen.

Um sich von dem Dota-Ursprung zu distanzieren, erfindet League of Legends-Entwickler Riot Games den Begriff »Multiplayer Online Battle Arena«, kurz MOBA. Obwohl der Name recht undeutlich ist (jedoch auch nicht mehr als z.B. »Rollenspiel«), nimmt die Presse und League of Legends-Community den Begriff auf. Ein Teil der Fans des Original-Dotas und von Dota 2 wehren sich jedoch bis heute vehement gegen Riots Bezeichnung und verweisen lieber auf Valves Genre-Namen »Action Realtime Strategy«, kurz ARTS. Mehr dazu lesen in unserem Artikel Der Heldenboom.

Spielmechanik

League of Legends vs. Dota 2 : Lasthitten ist in beiden Titeln wichtig Lasthitten ist in beiden Titeln wichtig Aufgrund des reduzierten Mikromanagments wird League of Legends gerne als vereinfachte Variante von Dota 2 deklariert. Zum Beispiel können wir die eigenen Einheiten nicht töten und somit dem Gegner wertvolles Gold und Erfahrung verweigern (Deny), was in Dota 2 wiederum möglich ist.

Daraus resultiert eine größere Schere zwischen guten und erfolglosen Spielern, wir berauben mit genügend Geschick nämlich einfach den Gegner jeglicher Gold- und Erfahrungsquelle und damit mächtiger Gegenstände. Das führt wiederum dazu, dass schwache Spieler wenig Chance haben, sich wieder zu erholen und stattdessen dem eigenem Team zur Last werden.

Auch die ausrüstbaren Gegenstände sind in Dota 2 mehr auf Mikromanagment ausgelegt als bei League of Legends. Wir können etwa unsere Schuhe, die von Grund auf für erhöhte Beweglichkeit sorgen, auf Agilität, Stärke oder Magie umschalten. In League of Legends kauft man sich ein Paar mit festgelegten Attributen. Außerdem bieten im Free2Play-Titel weniger Gegenstände zusätzliche aktive Fähigkeiten.

League of Legends vs. Dota 2 : Die Fähigkeiten müssen in Dota 2 klug eingesetzt werden. Die Fähigkeiten müssen in Dota 2 klug eingesetzt werden. Diese gönnen uns oder unseren Teammitgliedern temporäre Boni, die wir möglichst geschickt einsetzten müssen. Während in Dota 2 fast jeder Gegenstand irgendeine aktive Fähigkeit hat, beschränken sich ihre Pendants in League of Legends auf passive Fähigkeiten, wie Lebensraub oder maximales Leben. Das kostet strategische Möglichkeiten, sorgt aber auch für Übersichtlichkeit und weniger Fingerkrämpfe.

League of Legends konzentriert sich dafür deutlich mehr auf teamtaktische Aspekte. Es ist enorm wichtig, welche Gegenstände wir kaufen, wie wir uns in einem Teamgefecht platzieren und besonders wann, wie, wo und auf wen wir unsere Fähigkeiten anwenden. In Dota 2 spielt das natürlich auch eine entscheidende Rolle, rückt aber angesicht des erhöhten Mikromanagments etwas in den Hintergrund.

Letztlich spielt sich League of Legends direkter. Aktion und Reaktion ist das Stichwort, alles, was wir tun, wirkt sich sichtbare auf uns und die Umgebung aus. Seit dem letzten Patch (Stichwort »Hecarim«) sehen wir zum Beispiel anhand der Farbe einer Schadensanzeige, ob es sich um normalen, magischen oder absoluten Schaden handelt. In Dota 2 hingegen sehen wir nicht immer gleich auf den ersten Blick, was gerade warum passiert.

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Avatar ErdnussEnte
ErdnussEnte
#1 | 21. Apr 2012, 10:08
Ich mag das simple an LoL.
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Avatar OwningMethod
OwningMethod
#2 | 21. Apr 2012, 10:11
Wobei man ja noch dazu sagen muss, dass DotA 2 ja noch nicht fertig ist.
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Avatar Michael Graf
Michael Graf
#3 | 21. Apr 2012, 10:15
Zitat von OwningMethod:
Wobei man ja noch dazu sagen muss, dass DotA 2 ja noch nicht fertig ist.


Absolut richtig. Wir sprechen hier über die Beta von Dota 2, es kann sich also noch einiges ändern.
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Avatar Ultimus
Ultimus
#4 | 21. Apr 2012, 10:19
Das beste an LoL ist in meinen Augen vor allem die Übersichtlichkeit und die gute Freund/Feind-Erkennung.
Als ich z.B. HoN ausprobiert habe, hab ich quasi gar nichts mehr erkannt (liegt natürlich auch an der Gewohnheit). Ich würde Dota 2 aber auch gerne mal testen, kann ja alles nicht mehr so lange dauern hoffe ich.

Aber die Einfachheit und Übersichtlichkeit sind mir irgendwie enorm wichtig... man muss halt nur mit der Community klar kommen und sollte im Chat nicht zart besaitet sein ;)
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Avatar Antimuffin
Antimuffin
#5 | 21. Apr 2012, 10:23
Zitat von Michael Graf:


Absolut richtig. Wir sprechen hier über die Beta von Dota 2, es kann sich also noch einiges ändern.

Da wärs gar nicht mal so schlecht einen Bericht über das neue Interview von Gabe Newell zu schreiben. Dort erwähnt er, dass Dota 2 Free2Play wird und ein besonderes Belohnungssystem für hilfreiche Spieler bieten wird.

http://www.theverge.com/gaming/2012/4/20/2 961883/dota-2-will-be-free-to-play-with-a-twis t
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Avatar TrendyEistee
TrendyEistee
#6 | 21. Apr 2012, 10:27
"Bislang hat Valve 50 Helden aus der Vorlage übernommen."
Das Bild könnte übrigens mal wieder aktualisiert werden, sind doch inzwischen schon einige mehr ;-)

Zum Sound: Auch bei Dota 2 ist es möglich, nahezu alles zu "hören", allerdings erfordert es mehr Anstrengung, da, wie gesagt, der Sound "bombastischer" rüberkommt.

Insgesamt ein schöner Überblick, ich bin sehr gespannt darauf, wieviele LoL Spieler kurzfristig zu Dota wechseln, und vorallem, wie der sich der Umgangston in Dota entwickeln wird. Bisher habe ich alles vom klassisches "gehate", bis zum Stammtischgebrabbel über Fussball erlebt ;-)
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Avatar Sparplug
Sparplug
#7 | 21. Apr 2012, 10:31
jedes spiel hat seine vor und nachteile. aber dota fällt wesentlich unübersichtlicher aus (meine meinung) und spaß bereitet mir momentan lol eher als das düstere dota2. für mich ist lol der sieger unter den spielen. es gibt nur 2 sachen wo ich endlich mal reaktion von riot erwarte: 1. 1-2 neue maps fänd ich wirklich toll 2. die ganzen flamer und trolle in den spielen bringen mich zur weisglut. ich finde die sollten sofort 100 leute einstellen die die laufenden spiele stichprobenartig durchgehen und die flamer einfach mal für eine woche muten. oder halt schlimmer. (es wird in fast jeden spiel dann mindestens einen treffen -.-)
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Avatar pcnx
pcnx
#8 | 21. Apr 2012, 10:32
Dafür das Dota2 noch in der Beta ist, sind aber schon eecht viele professionelle teams gewechselt. Unter anderem auch spieler von HoN.
The Defense war ein richtig großes turnier und wie gesagt es ist noch in Beta! Durchaus zu erwähnen wie ich finde
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Avatar Rebe92
Rebe92
#9 | 21. Apr 2012, 10:32
Man kann die beiden Spiele nicht miteinander vergleichen! Das Spielprinzip ist zwar das selbe, jedoch ist der Rest völlig verschieden, die Spielmechaniken sind komplett anders, bis auf das Creepkillen und Tower angreifen. Z.B. gibt es in LoL Beschwörerzauber von denen man 2 hat welche einem einen riesen Vorteil geben wenn man sich richtig einzusetzen weiß. Außerdem sind die Items weniger mächtig und keineswegs spielentscheidend, damit beziehe ich mich hier auf aktive Fähigkeiten. In Dota2 hingegegen gibt es bei den meisten Helden nur 4 Fähigkeiten ohne Beschwörerzauber, manche haben sogar 5 oder 6 Fähigkeiten. Der Invoker hat sogar 10 wenn ich mich nicht irre. Es gibt Items die einem einen extremen Vorteil verschaffen können. Nehmen wir mal den Refresher Orb als Beispiel. Ein Item das sehr viel kostet auf auch sehr mächtig sein kann. Zeus, eine Art Karthus des Dota, hat eine Fähigkeit (seine Ultimate (Thundergod's Wrath)) die jeden Gegner trifft, egal wo er sich grad befindet. Hat natürlich eine sehr lange Cooldownzeit.. also setzt man den Orb ein der sämtliche Cooldownzeiten auf 0 setzt... Stellt euch das mal in LoL vor..
Und das war jetzt nur 1 Beispiel.
Außerdem gibt es den Kurier mit dem man seine Lane garnicht verlassen muss, man kann sich die Sachen liefern lassen (1 Kurier, 200 Gold).
Das Lasthitten ist ebenfalls schwerer als in LoL, außerdem kann man denien was verhindert das das Gegnerische Team die Einheit oder den Turm lasthitten kann.
Einen Teleporter gibt es auch nicht so wie man ihn aus LoL kennt. Zurück zur Basis teleportieren kostet immer. In LoL hingegen stellt man sich in einen Busch und teleportiert sich schnell weg.
Das macht das ganze Gameplay viel schneller.

Mir gefallen im übrigen beide Spiele. Die Community in Dota2 scheint aber freundlicher zu sein (auch wenn es in beiden Spielen viele Flamer gibt).
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Avatar TueTueTue
TueTueTue
#10 | 21. Apr 2012, 10:35
Ich habe viel LoL gespielt, davor auch mal DotA und nebenher auch HoN. LoL gefällt mir wegen seiner fast schon sterilen übersichtlichkeit sehr gut. Die Lanes und Jungles sind symmetrisch und dank nur einem Shop und Teleport Spell ist das Spiel zugänglicher als DotA.

Seit kurzem bin ich auch in der DotA2 Beta und muss sagen, dass es mir auch äußerst gut gefällt. Der Stil ist einfach schön, die Möglichkeit, alle verfügbaren Helden zu wählen ist sehr angenehm und ich habe das Gefühl, im Moment auch weniger Flamer zu treffen als in LoL (kann auch an der geringeren Spielerzahl liegen, die Zukunft wird es zeigen).
Die Einstiegshürde ist aber, wie im Artikel beschrieben, wesentlich höher. Deny ist eine Option, an die man sich nach über 1000 Runden LoL schon gewöhnen muss, man möchte sie danach auch nicht mher missen. Wie oft habe ich seitdem in LoL meine eigenen Creeps mit nur wenigen HP gesehn und wollte sie dem Gegner nicht gönnen :).

Auch die anderen Items, Helden und Woods benötigen Einarbeitungszeit.

Alles in Allem gefällt mir sowohl LoL als auch DotA2. Letzteres sieht einfach schöner aus, LoL ist hingegen besser unterteilt, bezahlt diese Übersichtlichkeit aber mit einem gewissen Eindruck von Sterilität.
Beide Spiele machen jede Menge Spaß aber daraus eine Glaubensfrage zu machen und diejenigen zu beleidigen, die das jeweils andere Spiel spielen halte ich für kindisch.

MfG
Tue
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Details zu League of Legends

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: -
Release D: 30. Oktober 2009
Publisher: Riot Games
Entwickler: Riot Games
Webseite: http://www.lol-europe.com
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 31 von 5752 in: PC-Spiele
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