Medal of Honor : Bleibt Zielscheibe von Gegnern gewalthaltiger Spiele: Der Ego-Shooter Medal of Honor Bleibt Zielscheibe von Gegnern gewalthaltiger Spiele: Der Ego-Shooter Medal of Honor Der US-amerikanische Rechtsanwalt Jack Thompson ist unter Spielern vor allem durch seine Parolen und Kampagnen gegen GTA 4und der daraus resultierenden Klage von Seiten des Publishers Take 2 bekannt (wir berichteten). Selbst der Entzug der Anwaltslizenz hielt Thompson nicht davon ab, seine Haltung gegen gewalthaltige Videospiele bei jeder sich bietenden Gelegenheit öffentlich kund zu tun. Diesmal im Fokus des Anwalts: Der Ego-Shooter Medal of Honor.

Nachdem die Diskussionen um ein Verbot von Medal of Honor in den vergangenen Wochen deutlich an Schärfe zugenommen haben, schlägt Thompson nun in die gleiche Kerbe und fordert ein generelles Verkaufsverbot in den USA. Um seiner Forderung Gewicht zu verschaffen, hat Thompson ein Fax an den amerikanischen Verteidigungsminister Robert Gates verfasst:

"Mit allem Respekt: Als jemand, der die überlebenden Familienangehörigen von durch Videospiele ausgelösten Schulmassaker betreut hat, bitte ich Sie persönlich inständig darum, als Verteidigungsminister das zu tun was nötig und angemessen ist und die Veröffentlichung von Medal of Honor am 12. Oktober zu verbieten. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass das Spiel eine nachweisliche Gefahr für unsere Truppen darstellt."

Doch mit einem Verbot ist es dem Anwalt nicht getan: Alle Soldaten und Militärangehörigen, die im Vorfeld der Entwicklung Electronic Arts beratend zur Seite gestanden haben, sollen zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden. Seine Gründe dafür sind vielfältig. So würde EA es jedem ermöglichen, das Spiel vorzubestellen - unabhängig vom Alter; das Spiel erlaubt, als Taliban gegen die eigenen Soldaten vorzugehen; den Feinden würde mit Medal of Honor ein nützliches Tool an die Hand gegeben, um die Soldaten zu töten; Schulmassaker haben eine enge Verbindung mit militärischen Tötungssimulationen - Medal of Honor ist so eine.