Pandora: First Contact - PC

Rundenstrategie  |  Release: 12. November 2013  |   Publisher: Matrix Games
Seite 1 2   Fazit Wertung

Pandora: First Contact im Test

Pandoras Sparbüchse

Das Aufbaustrategiespiel Pandora: First Contact der Erlanger Proxy Studios will ein neues Alpha Centauri sein. Ob das gelingt, finden wir im Test heraus.

Von Christian Weigel |

Datum: 16.12.2013


Pandora: First Contact :

Zum Thema » Civilization 5 - Aktueller Test Die beste Globalstrategie Die statistische Wahrscheinlichkeit, in der näheren Nachbarschaft der Milchstraße einen erdähnlichen Planeten aufzutreiben, ist lächerlich gering. Die Ausgangslage im Strategiespiel Pandora: First Contact : Kaum hat die Menschheit im Jahr 2081 einen Himmelskörper gefunden, der diese Kriterien erfüllt, beginnt ein Wettlauf um das neue, Lichtjahre entfernte Baugebiet. Der steht dem Run auf das Oklahoma-Territorium im Wilden Westen um nichts nach. Kein Wunder: die Original-Erde ist bis zur Unbewohnbarkeit heruntergewirtschaftet, Lebensraum gibt es nur noch in Orbital-Habitats.

Wo kaufen?
Pandora: First Contact gibt es derzeit nur online bei Slitherine zu kaufen. Eine Retail-Version soll im Januar folgen.

Gut abgekupfert

Der Planet Pandora verheißt einen neuen Anfang für die menschliche Rasse. Gleich sechs Organisationen haben genug Ressourcen, um Cryoschlaf-Kolonieschiffe auf die Reise dorthin zu schicken: religiöse Fanatiker, extremistische Naturschützer, ein geldgieriger Megakonzern, machtgierige Söldner, Neokommunisten und die Universität Togra.

Promotion: Pandora: First Contact bei Amazon kaufen

Pandora: First Contact
Alltag auf Pandora: Nahe unserer Städte blühen Farmkomplexe und Minen, während im Norden ein ausladender Bewuchsgürtel von Alien-Fungus darauf wartet, dass wir ihn mit einem großen Terraformer-Gerät kahlrasieren.

Pandora: First Contact ist eine unverhohlene Neuauflage des Civilization-Spinoffs Sid Meier's Alpha Centauri aus dem Jahr 1999, dessen Hintergrundgeschichte um die Kolonisierung des Planeten »Planet« im namensgebenden Alpha-Centauri-System verdächtig ähnlich klingt. Das geben die in Erlangen ansässigen Entwickler des Spiels offen zu: Sie sind große Fans von Alpha Centauri und nahmen die Aufgabe, eine zeitgemäße Version zu entwickeln, selbst in die Hand. Das ist ihnen im Großen und Ganzen gut gelungen: Pandora ist ein solider Aufbaustrategie-Titel im Civilization-Stil.

Unsere ersten Schritte auf Pandora beginnen damit, dass wir einen geeigneten Platz für die Gründung unserer ersten planetaren Siedlung suchen. Genau wie in Civilization 5 ist die Oberfläche von Pandora in sechseckige Felder eingeteilt, die unsere Bevölkerung beackern kann, und genau wie in Civilization 5 starten wir mit einer Siedler-Einheit. Passend zum Szenario handelt es sich dabei nicht um einen Nomadenstamm mit Packeseln, sondern um ein massives fahrbares Koloniemodul.

Steht unsere Kolonie, ist der nächste Punkt auf der Tagesordnung der Bau eines Terraformer-Fahrzeugs, mit dem wir das umliegende Territorium mit Farmkomplexen und Bergbauanlagen versehen.

Sinnvolle Arbeitsteilung

Die Verteilung der Arbeitskräfte haben sich die Entwickler von einem anderen Aufbauspiel abgeguckt: Master of Orion 2. In der Stadtansicht teilen wir per Klick ein, wie viele unserer Bewohner als Agrartechniker, Bergbauingenieure, Fabrikarbeiter oder Wissenschaftler werkeln. Wer auf welchem Feld arbeitet, teilt das Spiel automatisch zu. Interessanterweise werden die erwirtschafteten Rohstoffe (Nahrung, Kristalle und Forschungspunkte) für all unsere Städte in einen Gesamttopf geworfen.

Pandora: First Contact : Seltsame Diplomatie: Die Anführerin der Öko-Fraktion hat nichts Besseres zu tun, als uns ungefragt 129 Credits zu schenken. Seltsame Diplomatie: Die Anführerin der Öko-Fraktion hat nichts Besseres zu tun, als uns ungefragt 129 Credits zu schenken.

Das macht es möglich, spezialisierte Orte zu gründen. Flachland-Siedlungen mit fruchtbarem Boden produzieren Nahrungsüberschuss, während Städte in rohstoffreichem Hügelland fleißig Kristalle schürfen. Eine Straßenverbindung zwischen den Außenposten ist dazu nicht nötig. Mit Gebäuden wie Erzveredelungs-Fabriken oder einem Hydroponik-Pflanzzentrum erhöhen wir gezielt den Output unserer Siedlungen. Einmalige Bauprojekte im Weltwunder-Stil wie die Pyramiden aus Civilization 5 oder den Supercollider aus Alpha Centauri gibt es hingegen keine.

Pandora: First Contact : Ein Insel mit zwei Bergen? Unser Patrouillenboot hat ein wahrhaftiges Meeresungeheuer erspäht, den gigantischen Aspidoch. Ein Insel mit zwei Bergen? Unser Patrouillenboot hat ein wahrhaftiges Meeresungeheuer erspäht, den gigantischen Aspidoch. Ganz alleine sind wir auf Pandora natürlich nicht: der Name des Planeten ist kein Zufall. Genau wie auf dem gleichnamigen Mond in James Camerons Film »Avatar« wimmelt es nur so vor tödlichem Viehzeug und gefährlichem Bewuchs. Aggressive, insektoide Drohnen, die den gefährlichen Ameisenlöwen aus Half-Life 2 ähneln, stellen nur das untere Ende der Nahrungskette dar - der Planet bietet auch atemberaubende Megafauna im Brontosaurus-Format, die gepanzerte Fahrzeuge zum Frühstück verspeist. In den Meeren finden sich sogar noch größere Ungeheuer, um die selbst Schlachtschiffe besser einen weiten Bogen fahren.

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Avatar leafspring
leafspring
#1 | 16. Dez 2013, 17:53
Zitat von Artikel:
Die statistische Wahrscheinlichkeit, in der näheren Nachbarschaft der Milchstraße einen erdähnlichen Planeten aufzutreiben, ist lächerlich gering.

Stimmt, gibt ja nach aktuellen Schätzungen nur etwa ein paar Milliarden davon in unserer Milchstrasse. Von der näheren Nachbarschaft mal ganz zu schweigen. :P

War hier vielleicht das Sonnensystem gemeint?

edit: Bezüglich des Spiels selbst - klingt nach einem soliden Zeitvertreib, der an AC erwartungsgemäß nicht heranreicht. Dazu ist das Original schlicht zu gut.
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Avatar Chaz0r
Chaz0r
#2 | 16. Dez 2013, 18:36
Zitat von cc_zero:

Stimmt, gibt ja nach aktuellen Schätzungen nur etwa ein paar Milliarden davon in unserer Milchstrasse. Von der näheren Nachbarschaft mal ganz zu schweigen. :P


In Anbetracht dessen, was für Leben alles nötig ist und in Anebtracht dessen, wie viele Planeten man bereits untersucht hat und wie viele lebensfreundliche Bedinungen haben, ist die statistische Wahrscheinlichkeit in oder um die Milchstraße herum Leben zu finden, durchaus verdammt gering. Sogar so gering, dass man aus statistischer Sicht davon ausgehen kann, dass es dort kein Leben gibt.

Das heißt aber nicht, dass es so sein MUSS. Wenn die Wahrscheinlichkeit bei 99% liegt, dass es kein Leben gibt, dann besteht im Umkehrschluss immer noch 1% eine Chance, dass es Leben gibt.
Weiterhin steigt die statistische Wahrscheinlichkeit ja auch, wenn man dann weiter geht. Man geht ja davon aus, dass es unendlich viele Planeten gibt. Würde man da n bissl statistische Mathematik machen und das Ganze dann gegen Unendlich streben lassen, würde die Wahrscheinlichkeit vermutlich bei 99% liegen, dass es irgendwo leben gibt.

Und die statistische Sichtweise beinhaltet ja nicht oder nur bedingt naturwissenschaftliche Sichtweisen. Da kann das Ganze wieder anders aussehen.

Von demher ist die Aussage zu Beginn des Tests schon richtig ^^
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Avatar phaelon
phaelon
#3 | 16. Dez 2013, 18:36
20 Milliarden aktuell.

http://www.technobuffalo.com/2013/11/09/re searchers-believe-20-billion-earth-like-planet s-exist-in-our-galaxy/

Da werden sicher viele tausende von Erden zwischen sein.
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Avatar Silent Hunter
Silent Hunter
#4 | 16. Dez 2013, 18:38
Irgendwie klingt der ganze Test nach einer verschenkten Chance. Um ein gutes Spiel im AC-Stil zu machen braucht man kein Riesenteam an Grafikern, u.s.w., aber man muss die Spielbalance und die Motivationselemente richtig hinkriegen (wofür man sie erstmal erkennen muss) ...
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Avatar Chaz0r
Chaz0r
#5 | 16. Dez 2013, 18:40
Zitat von phaelon:
20 Milliarden aktuell.

http://www.technobuffalo.com/2013/11/09/re searchers-believe-20-billion-earth-like-planet s-exist-in-our-galaxy/


Und von wie vielen Planeten insgesamt geht man aus? Das wär ja auch noch interessant zu wissen.
Und im Artikel steht ja noch, dass die Planeten nur erdähnlich sind von Größe und Abstand zur Sonne und so. Ob die so erdähnlich sind, wie dass auch Leben möglich ist, weiß man ja noch gar nicht.
Da scheint ja, wenn ich da nun nichts falsch verstanden hab, diese Kepler am ehesten heranzukommen.
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Avatar Droshnak
Droshnak
#6 | 16. Dez 2013, 19:18
Zitat von Chaz0r:


In Anbetracht dessen, was für Leben alles nötig ist und in Anebtracht dessen, wie viele Planeten man bereits untersucht hat und wie viele lebensfreundliche Bedinungen haben, ist die statistische Wahrscheinlichkeit in oder um die Milchstraße herum Leben zu finden, durchaus verdammt gering. Sogar so gering, dass man aus statistischer Sicht davon ausgehen kann, dass es dort kein Leben gibt.

Das heißt aber nicht, dass es so sein MUSS. Wenn die Wahrscheinlichkeit bei 99% liegt, dass es kein Leben gibt, dann besteht im Umkehrschluss immer noch 1% eine Chance, dass es Leben gibt.
Weiterhin steigt die statistische Wahrscheinlichkeit ja auch, wenn man dann weiter geht. Man geht ja davon aus, dass es unendlich viele Planeten gibt. Würde man da n bissl statistische Mathematik machen und das Ganze dann gegen Unendlich streben lassen, würde die Wahrscheinlichkeit vermutlich bei 99% liegen, dass es irgendwo leben gibt.

Und die statistische Sichtweise beinhaltet ja nicht oder nur bedingt naturwissenschaftliche Sichtweisen. Da kann das Ganze wieder anders aussehen.

Von demher ist die Aussage zu Beginn des Tests schon richtig ^^



Schwachsinn.. Wenn wir die ein zigsten wären, Meinst nicht das wer ganz schöne Platzverschwendung ? :P

Und Wissenschaft beruht auf Thesen.. Ohne wirkliche Beweiße.
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Avatar Chaz0r
Chaz0r
#7 | 16. Dez 2013, 19:51
Zitat von Droshnak:



Schwachsinn.. Wenn wir die ein zigsten wären, Meinst nicht das wer ganz schöne Platzverschwendung ? :P

Und Wissenschaft beruht auf Thesen.. Ohne wirkliche Beweiße.


Natürlich sind das Thesen. Ich sag ja auch, dass das die statistische Sicht ist, die lediglich von der mathematischen Wahrscheinlichkeit ausgeht. Und wenn man diese wiederum über die Milchstraße und Umgebung hinaus gegen Unendlich streben lässt, dann wird diese statistische Wahrscheinlichkeit zu einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwo leben gibt.
Demnach sag ich doch sogar, dass es aufs gesamte Universum bezogen zu 99% irgendwo leben gibt. Zumindest wenn man die statistische Wahrscheinlichkeit betrachtet.

Und natürlich ist das eine These. Deswegen geht man in der Statistik/Stochastik ja von einer Wahrscheinlichkeit aus und keinem Fakt. Es ist zu meinetwegen 99% Wahrscheinlich, dass es innerhalb der Milchstraße kein Leben gibt. Die Chance besteht aber ja dennoch. Mathematisch gesehen eben 1%.
Auf das gesamte Universum eben umgekehrt. Zu 99% gibt es irgendwo leben und zu 1% nicht.
Und diese 1% reichen ja durchaus um eben auch das Andere in Betracht zu ziehen. Das heißt selbst aus statistischer/stochastischer Sicht wird ein Leben innerhalb der Milchstraße ja nicht ausgeschlossen.

Auf den Punkt gebracht sag ich doch somit genau das Gleiche, was du sagst. Wieso ist das Schwachsinn? :D
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Avatar servana
servana
#8 | 16. Dez 2013, 19:51
Natürlich sind wir nicht die einzigen Lebewesen im Universum. Davon auszugehen wäre mehr als egoistisch. Selbst beim Mond Europa vermuten die Wissenschaftler ja ein Meer das von Unterwasservulkane gespeist wird, die besten Voraussetzungen für Leben. Auch beim Saturn werden Kleinstlebewesen vermutet, die sich von Dingen ernähren die wir Menschen vor ein paar Jahren noch für unmöglich gehalten haben.

Es ist nur die Frage wie intelligent das Leben da draußen ist, so etwas wie wir dürfte schon sehr sehr sehr selten sein. Wenn nicht sogar einmalig, aber ein paar blöde Viecher werden schon wo rumrennen.
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Avatar Chaz0r
Chaz0r
#9 | 16. Dez 2013, 20:15
Zitat von servana:

aber ein paar blöde Viecher werden schon wo rumrennen.


Wenn ich hier so in die Nachbarschaft schaue, sogar ziemlich um die Ecke xD
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Avatar xy12
xy12
#10 | 16. Dez 2013, 20:42
Wir werden nicht die einzigen intelligenten (mit intelligent meine ich hier etwas ungefähr genauso intelligentes wie den Menschen) Lebewesen im Universum sein. Diese intelligente Lebensform wird wahrscheinlich genau das Gegenteil von dem sein was wir uns unter Aliens vorstellen da die Aliens in den meisten Filmen und Spielen zu menschlich sind, es könnte z.B. (übertribenes Beispiel) ein Stein sein.
Zum Spiel, es klingt interessant werde ich mir dann kaufen, wenn es reduziert ist :D
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PROMOTION

Details zu Pandora: First Contact

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: Rundenstrategie
Release D: 12. November 2013
Publisher: Matrix Games
Entwickler: Proxy Studios
Webseite: http://pandora.proxy-studios.c...
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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