Planet Coaster überzeugt nicht nur uns im Test, sondern bietet auch genau das, worauf die Fans von Rollercoaster Tycoon lange gewartet haben. Wir sind fast völlig frei, wenn es darum geht, unseren Wunsch-Freizeitpark zu errichten, Achterbahnen zu bauen und unsere Gäste zu unterhalten - oder wahlweise vor Übelkeit grün anlaufen zu lassen.

Allerdings ist so ein Park nicht nur ein Lilalauneland, sondern es gehört auch einiges an Management und Planung dazu. Damit Sie trotzdem nicht den Spaß verlieren und Ihren Traumpark unfreiwillig in den Ruin wirtschaften, sammeln wir hier zehn einfache Tipps und Tricks, die jeder wissen sollte, bevor er Planet Coaster das erste Mal startet:

1. Den Park richtig anlegen

Ein guter Freizeitpark sollte weitläufig sein, aber nicht zu weitläufig. Selbst bei viel Verkehr auf den Wegen dauert es eine Weile, bis die Besucher sich beschweren - dafür profitieren die Attraktionen in den dicht besuchten Bereichen aber davon, während weiter entfernte Achterbahnen spärlicher besucht werden. Ein Transportsystem kann das zwar ändern, ist aber sehr kostspielig und sollte wirklich nur dann genutzt werden, wenn es keinen anderen Weg gibt und die finanzielle Belastung nicht zu groß ist.

Shops sollte man dagegen ein wenig besser verteilen: Auch wenn es verlockend ist, den hungrigen Besuchern einfach ein paar neue Frittenbuden an den Eingang zu stellen, ist es sinnvoller, den ganzen Park zu expandieren. Also neue Wege anzulegen und die auch mit zusätzlichen Attraktionen zu füllen. So ist vor allem der Eingangsbereich nicht mehr so schnell überfüllt und es werden neue Laufwege für die hungrigen und durstigen Gäste geschaffen, die dann hoffentlich auch noch die eine oder andere Fahrt wagen.

2. Richtig mit dem Personal umgehen

Vor allem anfangs kann man Hausmeister und Mechaniker einfach sich selbst überlassen, später bietet es sich aber an, Dienstpläne anzulegen, damit die Herren und Damen möglichst effizient arbeiten. Hier wird dann jedem ein bestimmter Park-Abschnitt zugeteilt. Wer besonders clever ist, sorgt dann dafür, dass der beste Mechaniker sich um die Achterbahnen kümmert, die den größten Wartungsbedarf haben oder der beste Hausmeister dann auch die meist genutzten Wege betreut - Win-Win, denn dann sind sowohl Besucher als auch Mitarbeiter zufrieden.

Damit das klappt, empfiehlt es sich außerdem, das eigene Personal zu trainieren, statt immer mehr Leute einzustellen, wenn der Park wächst. Einmal im Monat lassen sich nämlich die Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter aufbessern. Vor allem zu Beginn sollte man damit aber vorsichtig sein - besser ausgebildete Arbeitskräfte wollen nämlich auch mehr Geld. Deshalb ist es ratsam, zunächst nur diejenigen auf Fortbildungen zu schicken, die für die Brennpunkte im Freizeitpark verantwortlich sind.

3. Die richtigen Fahrgeschäfte kaufen

Auch wenn wir alle insgeheim Loopings und riesige Schmetterhammer wollen, sollte man nicht den Fehler machen, auf gemütliche Familienkarussells zu verzichten. Die sind zwar langweiliger, werfen aber oft deutlich mehr Profit ab, weil die ganze Familie einschließlich Opa und Kleinkind mitfahren darf. Einzig darauf verlassen sollte man sich aber ebenso wenig. Denn auch wenn die Familien-Tickets leicht verdientes Geld sind, bringen die großen Fahrgeschäfte langfristig trotzdem mehr, weil man die Fahrten teurer anbieten kann. Die Mischung macht's eben.

Das sagt die Welt: Erste Tests und Reviews im Wertungsspiegel

Bei den großen Fahrgeschäften bieten sich außerdem Vorfahrtsschlangen an, die sich etwas umständlich in die normalen integrieren lassen, wenn man vorher in einem Informationscenter Nachforschungen dazu angestellt hat. Das klingt kompliziert, lohnt sich später aber, um die Schlange immer kurz zu halten. Je voller der Park wird, desto bereitwilliger werden die Gäste auch für die Fastlane bezahlen.

4. Warten, Renovieren, Reparieren

Achterbahnen haltennicht ewig, wer einen langlebigen Park möchte, sollte also besonders achtsam mit seinen Attraktionen umgehen. Um Unfälle zu verhindern, sollte sich deshalb ein besonders gut ausgebildeter Mechaniker regelmäßig um die Attraktionen kümmern. Es lohnt sich wirklich, einen Mitarbeiter ausschließlich dafür abzustellen, da man so langfristig mehr Profit macht und es zu weniger Ausfällen kommt.

Treten die nämlich bei vielen großen Fahrgeschäften gleichzeitig auf, kommt es schnell zu enormen Verlusten. Diese Gefahr droht insbesondere, wenn mehrere Fahrgeschäfte zu einem ähnlichen Zeitpunkt errichtet wurden.

Planet Coaster
Achterbahn in schwindelerregender Höhe über einem wuseligen, faszinierenden Freizeitpark: Planet Coaster bietet viel fürs Auge!

5. Realistisch bleiben

Auch wenn es hart ist: Die Besucher mögen es gern bodenständig. Statt physikalisch beinahe unmöglicher Eigenkreationen sollte man sich also auch auf realistische Achterbahnen konzentrieren - nur so wird der eigene Park auch wirklich beliebt. Bei der Einschätzung helfen die Testfahrten, die einen Ausblick darauf geben, wie gut die Fahrt den Besuchern gefällt und wie viel Profit für uns abfällt.

Auch bei ausgefalleneren Ideen sollte zumindest ein Teil der Besucher zufrieden genug sein, dass sie sich finanziell lohnen. Fallen die Tests negativ aus, muss man aber nicht gleich die Flinte ins Korn werfen - es kann schon reichen, die kritischen Bereiche durch ruhigere Abschnitte zu ersetzen, um die Mägen der Mitfahrer nicht allzu sehr in Mitleidenschaft zu ziehen. Nach jeder Kurve sollte also auch mal wieder eine Gerade kommen und Loopings und Schleifen eher seltene Highlights als ein Dauerzustand sein.