Am Anfang war die Zeit - als magischer Sand eingeschlossen in einem gigantischen Stundenglas. Der ungestüme Prinz von Persien zerstörte das Behältnis, um sein Ego zu polieren, um seinen Vater stolz zu machen. Sein Lohn jedoch: ein zerstörtes Reich voller Monster, die alle nach seinem Leben trachteten. Rettung versprach einzig der Versuch, den Fehler ungeschehen zu machen. Dabei halfen ihm: ein Zauberdolch, der die Zeit zurückdrehen konnte, eine liebreizende Prinzessin, und Sie. Am Ende dann von Prince of Persia: The Sands of Time gab's Friede, Freude, eine reparierte Eieruhr und einen der schönsten Küsse der Spielegeschichte.

Im Nachfolger Warrior Within Ernüchterung: Der Wächter der Zeit war der Meinung, der Prinz hätte gefälligst tot zu sein. Getrieben von unbändigem Überlebenswillen stellte sich seine Pluderhosenschaft dem Monster auf der Insel der Zeit und gewann - abermals mit Ihrer Hilfe. Doch irgendwie wollte da das Märchen aus Tausendundeiner Nacht noch kein Ende nehmen. Denn da waren noch ein böser machtbesessener Wesir und die Prinzessin aus dem ersten Teil. Ersterer ist in Prince of Persia: The Two Thrones der Oberbösewicht und Letztere die verdiente Belohnung für den Sieg. Lassen Sie uns berichten, wie der Jüngling die gefährliche Reise zu Rache und Liebe durch die Straßenschluchten seiner Heimat Babylon erfolgreich bestreitet.

Sechs Sandknubbel

Prince of Persia 3: The Two Thrones : Der dunkle Prinz schnappt sich aus sicherer Höhe per Stachelkette ahnungslose Opfer. Der dunkle Prinz schnappt sich aus sicherer Höhe per Stachelkette ahnungslose Opfer. Im Kern ist das Spielprinzip von Prince of Persia: The Two Thrones mit dem der Vorgänger identisch: Der orientalische Thronerbe läuft, akrobatischer als Lara, wie gewohnt an Wänden entlang, springt über bodenlose Abgründe und hangelt sich an stachelbewehrten Wänden hinauf. Selbstredend muss er sich auch wieder mit zahllosen Sandmonstern rumschlagen - dieses Mal vom Oberböse-Wesir als Leibgarde gezüchtet. Unterläuft ihm dabei ein tödlicher Fehler, dreht er mit Hilfe eines magischen Dolchs für einige Sekunden die Zeit zurück, um Hüpf-Passage oder den Kampf noch einmal zu probieren.

Das Zeitzurückspulen funktioniert nur, wenn Sie dem Prinzen die dafür notwendige Sandmagie zugeführt haben. Die finden Sie in toten Gegnern oder herumstehenden Kisten sowie Vasen, die unter einem Säbelhieb zerbrechen. Für jede Zeitmanipulation benötigen Sie einen gefüllten Sandknubbel (durch gelbe Kreise im Prinzenleben-Display in der linken oberen Bildschirm-Ecke dargestellt). Zu Beginn hat er davon nur zwei. Weitere gewinnen Sie an den so genannten Portalen. Die benutzen die Sandmonster, um schnell durch Babylon zu reisen.

Sehen Sie in einem Level einen hohen, gelb glitzernden Strahl, der ein solches Portal signalisiert, dürfen Sie sich auf einen knackigen Kampf einstellen. Denn dort warten nicht nur häufig bis zu fünf Widersacher, nein, der Anführer der Truppe kann weitere durch das Portal anfordern. Erledigen Sie den Burschen nicht zuerst, sehen Sie sich alsbald neuen Gegnern gegenüber. Erst wenn alle Monster beseitigt sind, rammt der Prinz seinen magischen Dolch in den gelben Strahl und gewinnt einen weiteren Sandknubbel. Am Ende hat seine Prinzlichkeit davon sechs.