Electronic Arts : GS0508_M_Wer_bekommt_GTA_Electronic_Arts GS0508_M_Wer_bekommt_GTA_Electronic_Arts Überraschend hat Electronic Arts vor dem offiziellen Start der E3-Messe eine Kooperation mit id Software angekündigt. Demnach wird ids nächstes Spiel, das Actionspiel Rage, von Electronic Arts veröffentlicht -- und nicht von ids langjährigem Publisher Activision. In einem Interview mit Gamespot erklärte der Technische Direktor und id-Mitbegründer John Carmack, dass es sich um einen »Ein-Titel-Deal« handele. Da Rage eine komplett neue Marke sei, habe man sich bei allen größeren Publisher vorgestellt und EA Partners habe dann den Zuschlag bekommen.

Carmack zufolge werde das Spiel von id selbst finanziert und daher sei das Studio auch nicht fest an einen Publisher gebunden. Ob auch andere Spiele, zum Beispiel das nächste Castle Wolfenstein oder Doom 4, auch bei Electronic Arts erscheinen werden, ist damit offen. Carmack zufolge sei dies aber möglich. Einen Releasetermin für Rage gibt es indes nicht. Es soll erscheinen, »when its done« (wenn es fertig ist).

Electronic Arts : Grafik-Engine-Guru und id-Urgestein John Carmack. Grafik-Engine-Guru und id-Urgestein John Carmack. Carmack gesteht auch ein, dass er sich vor ein paar Jahren EA nicht als Publisher hätte vorstellen können. Nachdem Electronic Arts viele kleinere Studios übernommen hatte, galt die Firma für ihn als das »Böse Imperium«. Id stehe aber seit längerer Zeit in Kontakt mit anderen EA-Partner-Studios wie Valve (Half-Life 2, Portal) und Harmonix (Rock Band) und habe sehr positives Feedback bekommen. Carmack sieht EA daher auch nicht mehr als reinen Publisher, sondern als Dienstleister, der für Valve etwas anderes biete, als für Crytek (Crysis) oder nun für id Software. Für Electronic Arts ist die Zusammenarbeit ebenfalls ein großer Erfolg. Nun arbeiten drei der größten Ego-Shooter-Entwickler (Valve, Crytek, id Software) für EA.