Rust : Kontroverse rund um Rust: Einige Spieler sind verärgert, weil das Spiel seit dem letzten Update den Charakteren zufällige Geschlechter zuteilt. Kontroverse rund um Rust: Einige Spieler sind verärgert, weil das Spiel seit dem letzten Update den Charakteren zufällige Geschlechter zuteilt.

Zum Thema Rust ab 6,99 € bei Amazon.de Kleine Änderung, große Wirkung: Seit dem letzten Update für das Survival-Spiel Rust wird den Spielern ein zufälliges Geschlecht für ihre Charaktere zugewiesen. Und das gefällt nicht allen: Bei Steam hagelt es negative User-Reviews und auch über die Spiel-Foren und verschiedene Social-Media-Kanäle machen insbesondere männliche Spieler ihrem Ärger Luft.

Allerdings: Anzeichen dafür, dass die Entwickler diese Entscheidung zurücknehmen könnten, gibt es nicht. Bereits im Blog-Eintrag zum Update heißt es, dass man die Verärgerung einiger Spieler in Kauf nehmen werde, da hinter dieser Maßnahme ein gesamtheitliches Konzept stehe - nämlich die totale Individualisierung der Charaktere durch ein ausgeklügeltes Zufallssystem.

Auch Garry Newsman, Lead-Designer und Gründer des Entwicklerstudios Facepunch, bekräftigt im Gespräch mit Eurogamer noch einmal die Absichten des Entwicklerteams, seine Arbeitszeit nicht mit der aufwändigen Entwicklung von komplexen Charakter-Editoren zu verschwenden. Es gebe heute Spiele, deren Inhalt zu 80 Prozent aus der Charaktererstellung bestehen würden - und das wolle man für Rust auf keinen Fall:

Wir haben darüber gesprochen, dass wir es hassen, wie sich die Spieler durch schwebende Namen über ihren Charakteren erkennen. In einer idealen Welt wäre es doch so, dass die Charaktere durch ihr Äußeres erkennbar wären. Wir haben uns dann schließlich dazu entschieden, das Aussehen der Spieler zufällig zu gestalten und an sie zu binden. Dann haben wir an verschiedenen Köpfen und Individualisierungsattributen gearbeitet, durch die die Figuren immer einzigartiger werden.

Das Geschlechter-System sei derzeit so konfiguriert, das in der Spielwelt männliche und weibliche Charaktere zu gleichen Anteilen vertreten seien, so Newman weiter. Außerdem habe sich technisch ja nichts verändert - ganz im Gegenteil: Man habe den Spielern keine Wahlmöglichkeit genommen, sondern den Spielfiguren lediglich mehr Varianz gegeben:

Bevor wir verschiedene Hautfarben und Geschlechter implementiert haben, waren alle Spieler ein glatzköpfiger männlicher Weißer - man hatte noch nie eine Wahl. Wir nehmen dem Spieler also keine Wahlmöglichkeit, wir geben den Spielfiguren einfach nur mehr Varianz.

Er glaube außerdem nicht, dass das Spielen eines Charakters mit anderem Geschlecht oder einer anderen Hautfarbe irgendjemanden davon abhalte, das Spiel zu genießen. Schließlich ändere sich an den eigentlichen Spielinhalten und Features ja nichts.

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