Star Citizen : Für Star Citizen werden schon vor Release Raumschiffe und Konzept-Raumschiffe zu hohen Preisen verkauft. Das sorgt für Verwirrung und Vorwürfe. Wir klären deshalb hier die wichtigsten Fragen zur Finanzierung des Spiels und gehen auch auf die Pay2Win-Vorwürfe ein. Für Star Citizen werden schon vor Release Raumschiffe und Konzept-Raumschiffe zu hohen Preisen verkauft. Das sorgt für Verwirrung und Vorwürfe. Wir klären deshalb hier die wichtigsten Fragen zur Finanzierung des Spiels und gehen auch auf die Pay2Win-Vorwürfe ein.

Zum Thema » Videos zu Star Citizen Trailer und Gameplay » Fakten-Check zu Star Citizen Wie kommt man rein, was kostet das? » Details zu Star Citizen Gildenkriege, Instanzen, Wirtschaft Über Preise für Spiele oder Download-Inhalte wird gern und heftig gestritten. Von jährlichen Neuauflagen von Spielen wie die FIFA-Reihe bis hin zu sauberen Free2Play-Modellen wie in Path of Exile gibt es eine Menge Möglichkeiten, Geld in Spielen auszugeben. Von der Vermarktung fertiger Spieler sowie dazugehörigem Download-Content unterscheidet sich allerdings eine weitere, sehr beliebte Finanzierungsform: das Crowdfunding. Insbesondere am Beispiel des Crowdfunding-Krösus Star Citizen erhitzen sich regelmäßig die Gemüter, wenn es einen neuen Konzeptverkauf gibt - so wie bei der aktuellen Aktion zur MISC Endeavor.

Nachfolgend stellen wir die aktuellen Fakten rund um die Finanzierung des mittlerweile rund 90 Millionen Dollar schweren Mammutprojekts vor, klären auf, was es mit den Schiffsverkäufen auf sich hat und gehen den Vorwürfen rund um Pay2Win auf den Grund.

Große Vorschau: Star Citizen - Pionierarbeit für ein Meisterwerk

Was ist aus dem Kickstarter-Projekt geworden?

Im Oktober 2012 holte sich Chris Roberts mit seiner Vision von Star Citizen auf Kickstarter von 34.397 Unterstützern die verlangten 2.134.374 Dollar. Und nicht nur das: Bis zum Ende der Kickstarter-Aktion kamen über sechs Millionen Dollar zusammen. Geplant waren von Beginn an folgende Dinge:

  • ein Universum, in dem Abenteuer, Handel und Dogfighting in First Person stattfinden sollte

  • eine Singleplayer-Kampagne (Squadron 42)

  • eine persistentes Universum (Star Citizen)

  • private Server (modifizierbar)

  • keine Abonnementkosten

  • kein Pay2Win

Die Resonanz war riesig und über das Kickstarter-Ziel hinaus floß das Geld millionenweise auf die Konten von Entwickler Cloud Imperium Games, der das Crowdfunding auf der eigenen Webseite fortsetzte. Das von den Unterstützern mehrfach geforderte Weiterführen des Crowdfundings und der Stretchgoals sorgten für eine immer größere und detailliertere Vision vom Spiel. Die Zusatzziele wurden bei Erreichen der 65 Millionen Dollar eingestellt, das Crowdfunding läuft aber weiter.

Hat das Projekt einen Publisher oder Investoren?

Nein. Ziel war es ursprünglich, über das Crowdfunding so viel Geld zu sammeln, das damit Investoren überzeugt werden könnten, einzusteigen. Mit dem Erreichen von 23 Millionen Dollar war das Ziel erreicht, nicht mehr auf Investoren angewiesen zu sein.

Wie viele Beschäftigte arbeiten am Projekt?

Aktuell arbeiten 261 Beschäftigte am Projekt und CIG stellt derzeit weitere Mitarbeiter ein. Zudem arbeiten Studios wie Behaviour Interactive, Illfonic und Turbulent an Star Citizen.

Was muss ich bezahlen, und was bekomme ich für mein Geld?

Zugang zum Spiel bekommt man über den Kauf eines Pakets, das günstigste ist derzeit das Aurora-MR-Paket für 28,56 Euro. Darin enthalten sind neben einem bereits spielbaren Hangar die Singleplayer-Kampagne und der Zugang zu Star Citizen (dem persistenten Universum, sozusagen der MMO-Teil). Der Zugang zu ArcCorp (auch als Social Module bekannt) ist ebenfalls inklusive, eine Planetenumgebung von Star Citizen, die vor kurzem veröffentlicht wurde.

Wer bereits den Arena Commander (ein Modul, das KI- und Multiplayer-Dogfights sowie Rennen enthält) spielen möchte, der muss sich zusätzlich zum Aurora-Paket einen Modulpass für 4,76 Euro dazukaufen.

Wie finanziert sich Star Citizen derzeit und was sind Konzeptverkäufe?

Die Entwicklung wird weiterhin über den Verkauf der Spielpakete finanziert. Zusätzlich gibt es regelmäßig sogenannte Konzeptverkäufe. Hier werden in einer zeitlich befristeten Verkaufsaktion Schiffe vorverkauft, die die Konzeptphase beendet haben und in die Produktion gehen. Meistens werden diese Aktionen von Rabatten oder andere Kaufanreizen begleitet, die es später nicht mehr gibt.

Aktuelles Beispiel ist der Konzeptverkauf der MISC Endeavor. Das Schiff mit 16 Mann Besatzung ist eines der größten derzeit kaufbaren Schiffe und wird einzeln sowie als Paket angeboten. Der Paketpreis (Endeavor Master Set) von 856,80 Euro beinhaltet dabei alle Module, was praktisch drei Schiffe ausmacht. Dazu kommt ein Rabatt von rund 100 Euro.