Zum Thema » Was ist Terraria? Test zum Abenteuer-Sandkasten » Was kann die Konkurrenz? Minecraft 1.0 im Test Terraria ab 8,99 € bei Amazon.de Wer Terraria noch nicht kennt, kann sich das ungefähr so vorstellen wie Minecraft im 2D-Querschnitt. Das sieht dann ein bisschen aus wie eine Ameisenfarm im Zoo, ist aber um einiges interaktiver. Wir erkunden mit unserer Figur die Welt um uns herum, bauen Häuser oder graben uns auf der Suche nach seltenen Rohstoffen durch die Erde. Wie Minecraft hat Terraria keine stringente Geschichte, im Gegensatz zum Klötzchen-Giganten legt es den Schwerpunkt vor allem auf Kämpfe mit riesigen Bossgegnern und das Finden und Aufstufen von seltenen Rüstungen.

Kontrollbesuch, aber wo ist der ursprüngliche Test? Dieser Artikel ist ein Kontrollbesuch, veröffentlicht nach dem Patch 1.3. Der ursprüngliche Test zu Terraria ist weiterhin online. Die Wertung hat sich in diesem Kontrollbesuch übrigens nicht geändert.

Im Laufe des Spiels dringen wir dazu in die unterschiedlichen Welten vor, die so genannten Biome. Jedes der Biome hat seine eigenen Kreaturen und Materialien, aus denen wir unsere Häuser und Waffen zusammenbasteln können. Mit der Herstellung von stärkerer Rüstung und dem Entdecken von neuen Gebieten sind wir dann auch erst einmal sehr lange beschäftigt. Biome wie das Heilige Gebiet mitsamt ihrer Items tauchen beispielsweise erst im Hardmode auf, nachdem ein bestimmter Boss besiegt wurde. Trotzdem hat auch ein Spiel mit einem so immensen Inhalt wie Terraria seine Grenzen: Irgendwann ist jeder Gegenstand gefunden und jede Waffe hergestellt.

Item-Regen

Terraria : Der Tax Collector (links im Bild) ist ein neues NPC, das für uns Steuern eintreibt. Der Tax Collector (links im Bild) ist ein neues NPC, das für uns Steuern eintreibt. Auftritt Version 1.3.1: Mit dem neuen Patch erhöht sich der Wiederspielwert beträchtlich. Es gibt über 800 neue Items zu entdecken und herzustellen. Materialien wie Chlorophyte und Pilzbarren können jetzt zu Blöcken und Wänden weiterverarbeitet werden, wodurch wir noch mehr Möglichkeiten zum Bau ausgefallener Häuser haben. Ein Pilzhaus mit einer Honigwand klingt beispielsweise großartig. Zusammen mit einem Kleiderschrank oder einem Sofa aus pinkem Gel wirkt das vielleicht ein bisschen 90er-Jahre-cool, sieht aber klasse aus.

Natürlich finden wir die neuen Items nicht alle vor unserer Haustür. Der neue Skelett-Händler treibt sich nun in der Unterwelt und den Höhlen herum und verkauft neben neuen Yoyo-Waffen auch kurioses wie die Slap-Hand, eine Waffe mit der wir Schellen am Stiel verteilen können. Sein direkter Nachbar ist der Tax Collector. Der grummelige alte Mann treibt für uns bei den Händlern pro Spielstunde 50 Kupfermünzen an Steuern ein. Da viele der neuen Inhalte sich an Spieler mit einem höheren Level richten, finden sich die meisten Gegenstände in der Unterwelt, im Crimson und dem Heiligen Land. Das ist schade, denn dadurch sehen Spieler, die ihren Fokus vor allem auf das Bauen setzen, nicht so viel von den Neuerungen.

Terraria
Anders als Minecraft legt Terraria den Fokus unter anderem auf das Besiegen riesiger Bosse.

Jedem Level frei zugänglich ist die neue Unterwelt unter der Wüste in der neue Feinde wie Grabwürmer und Lamias herumstreunen. Hiervon sind wir allerdings ein wenig enttäuscht: Wir vermissen im Patch ein völlig neues Biom. Statt einer Mischung aus Wüste und Unterwelt wäre vielleicht ein futuristisches Biom interessant gewesen. Die zwei neuen NPC und der Großteil der Materialien finden sich schließlich trotzdem in den bereits bekannten Gebieten. Wir würden unsere Erze gern mal in einer andersfarbigen Unterwelt abbauen. Oder in so etwas abstrusem wie einer Obstwelt.

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