Die 50er – eine goldene Ära für die USA, wirtschaftlicher Aufschwung, Rock’n’Roll, Freude am Leben, coolen Autos, der Familie. Und mitten in diese Idylle brechen die Außerirdischen ein, das ganze Land wird von seltsamen Erscheinungen heimgesucht, Menschen werden verängstigt, entführt, getötet. Die Anti-Alien-Agentur XCOM kümmert sich um all diese Vorkommnisse mit den ungebetenen Besuchern – und wir sind ein Teil von ihr.

XCOM :

Die Präsentation auf der E3 (am Stand von 2K Games in einer stilvoll eingerichteten 50er-Jahre-Küche) beginnt in einem Flugzeughangar, der zur Einsatzzentrale umgestaltet wurde. Etliche Xcom-Mitarbeiter eilen hier und dort hin, die Kommunikationsspezialisten arbeiten an urtümlichen Telefonanlagen, in einem Forschungsbereich grübeln die Weißkittel über der Alien-Technologie, die wir vom letzten Einsatz mitgebracht haben, und der Cheftechniker präsentiert uns seine neueste Erfindung – eine ungewöhnliche Molotow-Cocktail-Granate mit einer teerartigen, stark brennbaren Substanz. Die wird unser First-Person-Alter-Ego auch gleich brauchen, denn an der großen Amerika-Karte an einer der Hangarwände blinken Symbole, die uns über Alien-Sichtungen informieren.

XCOM : Die auf Knopfdruck angeforderte Missionsbeschreibung besteht aus ein paar Stichpunkten und dem Mitschnitt eines Telefonats, das eine erschreckte Anwohnerin mit der Polizei führte. Also – Waffen ausgesucht, zwei Kollegen engagiert und ab geht’s in eine heimelige Villengegend von Los Angeles. Bis hierhin lässt XCOM auf Großes hoffen, oder zumindest darauf, dass Taktik eine elementare Rolle spielt – schließlich wird ja auch geforscht! Am Alien-Auftauchort aber, der fraglos atmosphärisch und detailreich gestaltet ist, erwartet uns ein etwas ungelenker Ego-Shooter. Zusammen mit den Kollegen geht’s durch verlassene Vorgärten und seltsam stille Straßen in Richtung Einsatzort, übler schwarzer Schleim auf Rasen und sporadisch herumliegenden Leichen lässt Schlimmes befürchten – schnell zücken wir die Kamera und sorgen mit einem Foto für die Erforschung der Alien-Rückstände. Deren Urheber werden kurz darauf konfrontiert – seltsame schwarze Blubberwesen, die von elektrischen Entladungen umrankt werden. Mit Schrotflinte, Schleimgranate und Blitzgewehr werden sie in einem chaotischen Kampf im betroffenen Einfamilienhaus dutzendweise erledigt – leider stirbt ein Mitarbeiter und auch der Hausherr liegt mausetot und schwarz befleckt am Boden.

Den Abschluss bildet das Auftauchen des „Titanen“ – eines erst zylindrischen, später ringförmigen mechanischen Alien-Feindes, der alles um uns herum (und schließlich wohl auch uns) atomisiert. Die Forschung für eine ihm adäquate Waffe war leider noch nicht so weit…

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