The Movies : Peter Molyneux präsentierte auf der GDC The Movies Peter Molyneux präsentierte auf der GDC The Movies Auf der GDC-Messe in San Francisco besuchten wir eine Vorlesung von Peter Molyneux über "Next Generation Game Design", die Zukunft der Spieleentwicklung. Molyneux ist ein großartiger Redner, aber als hartgesottener Spielejournalist ist man mittlerweile (gestählt durch den Gegensatz zwischen Ankündigung und fertigem Spiel bei Black & White) fast immun gegen seine große Visionen. Dementsprechend erwarteten wir lediglich eine gewöhnliche Präsentation von The Movies, das wir mittlerweile schon zwei, drei Mal vorgeführt bekommen haben.

Doch Peter erzählte erst einmal von einer Monate zurückliegenden Nacht, in der er eine frühe Version von The Movies (ein Aufbau-Spiel, bei dem man ein Filmstudio führt) spielte. Das Spiel bietet allerlei Möglichkeiten zum Micro-Management und so folgte Peter seinen Schauspielern durch die Statistik-Menüs, kontrollierte, korrigierte und traf Entscheidungen. Plötzlich merkte er, dass er seit einiger Zeit die eigentliche 3D-Welt von The Movies nicht mehr gesehen hatte. Und sich stattdessen nur noch in Menüs, Unter-Menüs und Zahlenkolonnen aufhielt. Da traf er eine unwälzende Entscheidung: Er wollte nicht, dass Spieler von seinem Spiel nur das Interface sehen. Also verwarf er das komplette Interface und verbannte es in die 3D-Welt.

Was bedeutet das? Wenn man The Movies spielt, gibt es zunächst keine Bildschirmanzeigen. Erst, wenn man konkret was tut, etwa eine Figur mit dem Mauszeiger "nehmen", poppen Sprechblasen mit Infos auf. Außerdem erscheint eine leuchtende Linie, die auf das Gebäude deutet, bei dem man mit der Figur etwas Sinnvolles anfangen kann. Selbstverständlich kann man sich auch entscheiden, etwas nicht Sinnvolles mit der Figur zu tun -- für diese Art Freiheit sind Molyneuxs Spiele schließlich berühmt. Wenn man nun die Figur zu einem Gebäude zerrt, verschwindet das Dach und auf der Grundfläche des Hauses erscheint eine Art simples Auswahlmenü. Im Falle eines Schauspielers etwa die Möglichkeiten "Zum Regisseur machen", "Zum Star machen" oder "Rauswerfen".

Wir können noch nicht sagen, wie sich diese sehr ungewöhnliche und pure Art der Steuerung im eigentlichen Spiel bewährt, innovativ und intelligent ist sie aber allemal. Wir sind sehr gespannt und fiebern einer spielbaren Version von The Movies entgegen, um Ihnen Genaueres mitteilen zu können.