Total War: Warhammer : Die Animationen im Kampf sind eine der Stärken der Engine von Total War: Warhammer, für die Kollisionsabfrage gilt das aber nicht gleichermaßen. Die Animationen im Kampf sind eine der Stärken der Engine von Total War: Warhammer, für die Kollisionsabfrage gilt das aber nicht gleichermaßen.

Mit Total War: Warhammer erscheint am 24. Mai der nächste Teil der Total War-Reihe. Er setzt wie gehabt auf die Warscape-Engine, die wie so viele andere Engines auch über die Jahre stark überarbeitet wurde. Das Alter der Engine sieht man der Grafik teils an, allerdings spielt auch die Performance mit unterschiedlicher Hardware eine große Rolle – nicht zu letzt aufgrund des eher durchwachsenen Zustands der Release-Version von Rome 2 aus dem Jahr 2013, die unter anderem mit zu niedrigen fps und teils ellenlangen Ladezeiten zu kämpfen hatte.

Zum Thema » Total War: Warhammer im Test Schlicht und ergreifend » AMD-Aktion Warhammer im Bundle mit R9 390(X) und FX-CPUs Total War: Warhammer ab 2,96 € bei Amazon.de Total War: WARHAMMER für 41,99 € bei GamesPlanet.com In diesem technischen Ersteindruck überprüfen wir mit Benchmarks, wie die Hardware-Anforderungen und die Performance von Total War: Warhammer im Vergleich dazu mit verschiedenen Grafikkarten und Prozessoren ausfällt und wie hoch die Systemvoraussetzungen des Spiels sind.

Anlass zur Hoffnung auf ein technisch sauberes Spiel gibt das 2015 erschienene Total War: Atilla, das weitaus weniger Probleme als Rome 2 bereitet hat, außerdem versprechen auch die Entwickler signifikante Verbesserungen für Total War: Warhammer, unter anderem durch 64-Bit-Unterstützung und eine möglichste optimale Auslastung von CPU und GPU. Letztere soll durch einen fest geplanten, aber noch nicht erschienenen DirectX 12-Patch in noch größerem Maße gewährleistet werden, für unsere Benchmarks mussten wir aber vorerst mit DirectX 11 Vorlieb nehmen.

Total War: Warhammer : Technik-Check Stolperfalle Denuvo: Vor allem beim Wechsel der CPU konnten wir das Spiel wegen des Kopierschutzes teilweise nicht mehr starten. Technik-Check Stolperfalle Denuvo: Vor allem beim Wechsel der CPU konnten wir das Spiel wegen des Kopierschutzes teilweise nicht mehr starten. Kopierschutz, Techniktabelle & andere Probleme
Total War: Warhammer verwendet den Denuvo-Kopierschutz. Der erschwert nicht nur das Erstellen von illegalen Kopien deutlich (wie etwa im Falle von Just Cause 3 oder Far Cry Primal, die unserer Wissens nach bislang nicht erfolgreich gecrackt wurden), sondern er reagiert auch auf Änderungen der Hardware bei Verwendung desselben Steam-Accounts teils empfindlich. Der Start des Spiels wird dann temporär verhindert (siehe Screenshot), das ist uns aber erst nach mehrfachen Wechsel der CPU passiert, der wiederholte Austausch der Grafikkarte war dagegen kein Problem. Private Spieler dürften davon also nur in sehr seltenen Fällen betroffen sein, das Erstellen einer kompletten Technik-Tabelle war uns durch Denuvo aber noch nicht möglich.

Inzwischen sind wir zwar für das Spiel auf eine Denuvo White List gesetzt worden, noch hatten wir aber nicht genug Zeit für alle benötigten Benchmarks. Außerdem gibt es bei unserer Version noch Probleme mit der Kantenglättung, die auch auf niedriger Stufe teils viel Leistung kostet und die Lichtstimmung verändert. Gleichzeitig liegt die Performance von AMD-Grafikkarten auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Wir stehen diesbezüglich in Kontakt mit den Entwicklern und gehen davon aus, dass sich diese Probleme durch einen Day-One-Patch und durch neue AMD-Treiber in den Griff bekommen lassen. Sobald wir neue Informationen dazu haben, aktualisieren wir diesen Artikel.

Offizielle Systemanforderungen

Minimale Systemvoraussetzungen:

• Betriebssystem: Windows 7 (64 Bit)
• Prozessor: Intel Core 2 Duo (3,0 GHz)
• Arbeitsspeicher: 3,0 GByte
• Grafikkarte: AMD Radeon HD 5770 / Nvidia Geforce GTS 450 / Intel HD4000 @ 720p
• DirectX: Version 11
• Speicherplatz: 35 GByte

Empfohlene Systemvoraussetzungen:

• Betriebssystem: Windows 7 / 8 / 10 (64 Bit)
• Prozessor: Intel Core i5 4570 (3,2 GHz)
• Arbeitsspeicher: 8,0 GByte
• Grafikkarte: AMD Radeon R9 270X / Nvidia Geforce GTX 760 @ 1080p
• DirectX: Version 11
• Speicherplatz: 35 GByte

Die minimalen Systemanforderungen von Total War: Warhammer fallen recht moderat aus. Während viele Spiele mittlerweile mindestens einen Vierkern-Prozessor und 6,0 GByte Arbeitsspeicher oder mehr fordern, begnügt sich das Spiel mit einer Zweikern-CPU und 3,0 GByte-RAM – allerdings in Bezug auf die relativ niedrige Auflösung von 1280x720. Bei der Grafikkarte wird sogar eine in der CPU integrierte GPU von Intel genannt, was ebenfalls eher selten der Fall ist.

Die empfohlenen Systemvoraussetzungen setzt Creative Assembly naturgemäß spürbar höher an, wobei sowohl die geforderte CPU (Core i5 4570) als auch die Menge an RAM (8,0 GByte) unseren Erfahrungen nach etwas zu hoch gegriffen sind. Wir können in Full HD auch mit einem FX 6300 von AMD und 4,0 GByte RAM bei hohen Details flüssig mit mehr als 35 fps spielen, solange die Grafikkarte schnell genug ist (von kleinen Nachladerucklern einmal abgesehen).

Bei Steam wird momentan übrigens darauf hingewiesen, dass sich Warhammer noch in der Entwicklung befindet und weiter optimiert wird, weshalb sich die offiziellen Angaben zu den Systemanforderungen noch ändern können. Allzu viel Zeit bleibt Creative Assembly dafür aber nicht mehr, schließlich erscheint das Spiel am 24. Mai 2016.

Grafikmenü und Grafikstufen

Total War: Warhammer : Besitzt Ihre Grafikkarte zu wenig Speicher, werden manche Einstellungen automatisch reduziert. Das lässt sich aber per Haken beim Punkt »Unbegrenzter Videospeicher« verhindern. Besitzt Ihre Grafikkarte zu wenig Speicher, werden manche Einstellungen automatisch reduziert. Das lässt sich aber per Haken beim Punkt »Unbegrenzter Videospeicher« verhindern.

Wie von der Total War-Reihe gewohnt, fällt das Grafikmenü ziemlich umfangreich aus, dadurch lässt sich das Spiel gut an die Leistungsfähigkeit verschiedener PCs anpassen. Verfügt Ihre Grafikkarte über zu wenig Videospeicher, werden manche Einstellungen gegebenenfalls automatisch reduziert, das können Sie allerdings über den Punkt »Unbegrenzter Videospeicher« auf Wunsch verhindern (auch wenn sich das negativ auf die Performance auswirken kann).

In der höchsten der vier vorgegebenen Grafikstufen mit der Bezeichnung »Ultra« stehen nicht alle Einstellungen auf dem Maximum. Die Schärfentiefe und die Screen Space Reflexions sind deaktiviert, die Schattenqualität steht auf »Ultra« statt auf »Extrem« und die Einheitengröße auf »Groß« statt auf »Ultra«. Außerdem ist die Kantenglättung nicht aktiviert – was auch damit zusammenhängen könnte, dass sie in unserer Version noch Probleme verursacht.

Einerseits verändern sich Beleuchtung und Farbgebung je nach Szene relativ stark, wenn wir MSAA aktivieren. Andererseits brechen die fps teilweise auch bereits mit zweifachen Multisampling stark ein. Die Verbesserung der Bildqualität hält sich gleichzeitig sowohl auf der Kampagnen-Karte als auch in den Schlachten in Grenzen, wobei die Kanten in Warhammer zumindest generell nicht zu starkem Flimmern neigen. Für unsere Benchmarks auf der nächsten Seite haben wir die Kantenglättung aus diesen Gründen bewusst nicht aktiviert.

Die grafische Qualität des Spiels geht dabei insgesamt in Ordnung, auch wenn man der Warscape-Engine ihr Alter durchaus ansieht, etwa bei der Qualität mancher Texturen, bei der Vegetation (Gras) oder bei der Polygonzahl von manchen Einheiten und Objekten. Man muss der Engine allerdings zu Gute halten, dass sie sowohl auf der Karte als auch in den Schlachten sehr starken und weitgehend stufenlosen Zoom unterstützt, was das Erreichen einer gleichbleibenden grafischen Qualität nicht erleichtert.