Modi und keine Story

Insgesamt sechs Spielmodi soll Warface zum Release bieten. Neben den erwähnten Deathmatches kommen auch Capture-the-Flag- und King-of-the-Hill-Varianten zum Einsatz, ebenfalls dabei sind ein Domination-Modus sowie das aus Counter-Strike bekannte »Plant the Bomb«.

Warface : Fahrzeuge gibt’s nur im PvE -- und selbst steuern dürfen wir sie nicht. Fahrzeuge gibt’s nur im PvE -- und selbst steuern dürfen wir sie nicht.

Über die genaue Zahl der verfügbaren Maps hüllt sich Crytek hingegen in Schweigen. Fest steht lediglich, dass Warface bei Erscheinen mit zwei Schauplätzen arbeiten wird: den Kosovo und Afghanistan. An dieser Stelle würden wir jetzt gerne was zur Story erzählen, aber offen gestanden gibt’s da (noch?) nicht viel zu sagen.

In der nahen Zukunft dreht ein privates Sicherheitsunternehmen namens Blackwood krumme und korrupte Dinger auf der ganzen Welt. Dem Warface-Team wird das zu bunt, und schon haben wir den Salat. Was denn das Warface-Team eigentlich ist, wollen wir wissen. »Das sind die Guten«, antwortet Peter Holzapfel.

Zufällig identisch

Während im PvP beide Seiten spielbar sind, übernehmen wir im Koop-Modus, von den Entwicklern auch PvE genannt, ausschließlich die Guten. Pro Tag soll es zwei reine Koop-Missionen für bis zu vier Spieler geben; eine im normalen Modus, eine im extra-schwierigen, aber auch extra-lohnenden Hardcore-Modus.

Das Konzept erinnert in Grundzügen an tägliche Quests, wie man sie etwa aus Online-Rollenspielen kennt - auch wenn Crytek verspricht, dass es dank des täglichen Wechsels und den aus unterschiedlichen Versatzstücken zufällig generierten Missionen ungefähr drei Monate dauern soll, bevor man den gleichen Einsatz noch einmal spielt.

Warface : Während des kurzen Briefings werden wir mit dem Helikopter in eine »Hotzone« befördert.

Schritt für Schritt durch die Koop-Mission: Briefing
Während des kurzen Briefings werden wir mit dem Helikopter in eine »Hotzone« befördert.

Theoretisch glauben wir das einfach mal, praktisch allerdings spielen sich die angetesteten Koop-Missionen verflixt ähnlich - trotz unterschiedlicher Level-Elemente. Immer landen wir zu Beginn mit dem Helikopter in einer »Hotzone«, immer ballern wir uns anschließend durch KI-gesteuerte Gegnerhorden, immer wartet am Ende ein mehr oder minder starker Bossgegner, bevor wir mit dem Heli wieder davonbrausen.

Und immer sieht das alles irgendwie gleich aus; entweder in Kosovo-Grün oder Afghanistan-Beige. Das soll nicht heißen, dass die Koop-Einsätze keinen Spaß machen würden, denn kurzweilig sind die rund viertelstündigen Schießereien durchaus.

Und wir mögen die Idee, dass sich auf diese Weise auch mit weniger Zeitaufwand neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände freischalten lassen, weil es eine eigene PvE-Währung gibt. Fraglich erscheint uns allerdings, ob die Missionen nicht schnell in »Grinding« ausarten - schließlich machen wir immer das gleiche, und das in gerade mal zwei verschiedenen Schauplätzen.

Klar: Der Koop-Modus von Battlefield 3 war auch keine Offenbarung - aus ganz ähnlichen Gründen. Ein bisschen mehr Abwechslung, unterschiedliche Missionsziele, andere Missionsstrukturen wären trotzdem wünschenswert; aber vielleicht geht da bis zum Release ja noch was. Immerhin ist mit den »Favelas« bereits ein dritter Schauplatz in Vorbereitung.