Zum Thema » Test-Video zu Warface Kommentierte Spielszenen & Fazit » Mehr Free2Play-Tests Free2Play-Test auf GameStar.de Warface ab 4,99 € bei Amazon.de Als wir vor einem knappen Jahr mit Crytek-Chef Cevat Yerli über Warface sprachen, beendete er das Interview mit den folgenden Worten: »Nach Warface werden es Triple-A-Spiele schwer haben, ohne Free2Play zu überleben«. Dreizehn Monate und eine offene Beta später können wir konstatieren: Nein, werden sie nicht. Denn von der versprochenen Triple-A-Qualität ist Warface meilenweit entfernt.

Stattdessen gibt's generische Shooter-B-Ware vom Fließband, und selbst die eingesetzte Cry-Engine kann nur leidlich kaschieren, dass sich der tatsächliche Produktionsaufwand in überschaubaren Grenzen hält. Die Texturen sind matschig, die Vegetation ist hässlich und das Art Design von der Stange.

Im Vergleich mit Crysis 3 beispielsweise sieht Warface technisch überhaupt kein Land. Da passt es übrigens ins Bild, dass die deutsche Synchronisation des in Kiew entwickelten Spiels schrecklich ist.

Gface
Um Warface spielen zu können, ist eine kostenlose Anmeldung bei Cryteks Online-Plattform Gface zwingend notwendig. Die ist eine Mischung aus Spiele-Launcher und Facebook. Auch zukünftige Free2Play Titel aus dem Hause Crytek sollen über die Plattform vertrieben werden.

Run and Gun à la Call of Duty

Spielerisch orientiert sich Warface an Call of Duty . Will heißen: Die Karten sind vergleichsweise klein, der Fokus liegt auf Infanterie-Action, Fahrzeuge gibt es nicht. Dafür aber vier Klassen à la Battlefield : Als Sanitäter beispielsweise helfen wir gefallenen Team-Kameraden wieder auf die Beine oder ballern mit der Schrotflinte rum

Warface : Auf den kleinen Maps gibt es nicht gerade viele Routen, sodass die Knotenpunkte immer stark umkämpft sind. Dadurch wird es für das schwächere Team leider besonders schwer, aus Umzingelungs-Situationen auszubrechen, und das gegnerische Team zu überraschen.

Kleine Maps
Auf den kleinen Maps gibt es nicht gerade viele Routen, sodass die Knotenpunkte immer stark umkämpft sind. Dadurch wird es für das schwächere Team leider besonders schwer, aus Umzingelungs-Situationen auszubrechen, und das gegnerische Team zu überraschen.

Warum ausgerechnet der Sani eine Waffe benutzt, die bloß auf kurze Distanz effektiv ist? Das wüssten wir auch gerne. Der Schütze wiederum versorgt das Team mit Munition, der Ingenieur platziert Minen und repariert Rüstungen und der Sniper … nun ja, der snipert halt.

Schlecht Balance im Klassen-System

Klingt logisch, führt in der Praxis aber zu Balancing-Problemen, weil Erfahrungspunkte nicht nur für Abschüsse vergeben werden, sondern auch für unterstützende Aktionen. Während dem Ingenieur also gleich zwei alternative Erfahrungsquellen offen stehen, hat der Sniper gar keine.

Immerhin darf er wie alle Klassen über den Boden »sliden«, um etwa unter Hindernissen durchzurutschen oder potenziell gefährliche Ecken schnell zu passieren. Das spielt sich angenehm flott, überhaupt fühlen sich Schießen, Bewegen sowie das Waffenhandling intuitiv an, einen gewissen Spaß kann man mit Warface also zweifellos haben - wenn man kein Problem damit hat, dass das Spiel nahezu nichts originell, geschweige denn herausragend macht.

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Warface - Airbase