Atemberaubende Zwischensequenzen mit Motion-Capturing und erstklassiger (englischer) Vertonung. Eine packende Story, in der wir gute, böse und neutrale Entscheidungen fällen. Obendrauf gibt's nagelneue, fordernde Gameplay-Elemente, neue, fantastisch gestaltete Areale und Missionen und einen Gänsehaut-Soundtrack. Mit The War Within beweist Entwickler Digital Extremes erneut, dass Warframe nicht nur ein großartiges Free2Play-Game, sondern ganz einfach ein großartiges Spiel ist.

Hinweis: Dies ist ein Test-Update, den ursprünglichen Test-Artikel lesen Sie hier.

Schade nur, dass der neue Story-Content nach spätestens zwei Stunden erledigt ist. Danach freuen wir uns über neue und überarbeitete Spielmodi, farmen eine neue, extrem mächtige Art von Waffen-Modifikation und ärgern uns ein wenig über eine unausgegorene neue Spielmechanik. Viel genauer können wir uns zum neuesten Update für Warframe nicht äußern, ohne dessen Inhalte zu verraten.

Wer The War Within noch nicht selbst gespielt hat und sich die Überraschung nicht verderben möchte, sollte jetzt erst mal für zwei Stunden mit seinem Tenno in der virtuellen Realität verschwinden und dann weiterlesen.

Ab hier gibt es Spoiler

Der neue Story-Content richtet sich an erfahrene Spieler, die alle Quests erledigt und die Sternenkarte aufgedeckt haben. Bei der Jagd auf die Grineer-Königinnen ist unser Tenno, also unsere menschliche Gestalt, der Star. Erstmals treffen wir Entscheidungen in Quests und bestimmen beispielsweise, ob wir einen besiegten Boss ins Jenseits befördern oder ihn seinem Schicksal überlassen. Unser Handeln wirkt sich auf die folgenden Dialoge und Zwischensequenzen aus.

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Warframe - The War Within
Übertriebene Explosionen und Partikeleffekte gehören in Warframe schon immer zum Programm. Sieht cool aus, schadet aber der Übersicht.

Zudem merkt sich das Spiel unsere Entscheidungen und zeigt in unserem Profil an, ob wir neutral oder eher der hellen oder der dunklen Seite zugewandt sind. Spieltechnisch hat dies noch keine großen Auswirkungen, doch die Aussage: »Deine Taten definieren dich mehr als alles andere« am Ende der Story lässt erahnen, dass hier Großes für die Zukunft geplant ist.

In vielen Story-Sequenzen steuern wir keinen Warframe, sondern unseren Tenno. Dieser ist nicht länger an seinen Stuhl gefesselt und bekommt viele neue Fähigkeiten. So lähmen wir Feinde mit Fokus-Explosionen oder brutzeln sie mit einem Energiestrahl weg, rasen mit dem Dash-Skill über Abgründe hinweg und durch Gegner hindurch oder verschmelzen mit dem Void, um uns vor Monstern zu verstecken, die uns ansonsten ganz mühelos ins Nirvana (sprich: zum letzten Checkpoint) befördern.

Warframe : Die neue Sternenkarte hat jetzt Etappenziele. Erst, wenn diese erfüllt sind, kommen wir auf den nächsten Planeten. Die neue Sternenkarte hat jetzt Etappenziele. Erst, wenn diese erfüllt sind, kommen wir auf den nächsten Planeten.

Diese neue Spielweise macht an dieser Stelle Spaß und kommt in der neuen Story kurz und knackig zum Einsatz. Wer The War Within abgeschlossen hat, darf ab sofort in allen Missionen jederzeit vom Warframe zum Tenno wechseln. Wer an diesem Feature keinen Gefallen findet, kann es aber auch einfach ignorieren. Mit einer Ausnahme, aber darauf kommen wir gleich noch mal zurück.

Mächtige Mega-Mods

Neu in Warframe sind die Riven-Mods. Eine davon gibt es für den Abschluss von The War Within, weitere erhält man mit Glück in täglichen Sortie-Missionen oder im Tausch mit anderen Spielern. Eine Riven-Mod ist zunächst verschleiert und gibt ihren Effekt erst preis, wenn man eine zufällige Herausforderung besteht, die in der Mod-Beschreibung steht.

Wir mussten für eine Mod beispielsweise 38 Gegner per Headshot erledigen, ohne vorher von ihnen entdeckt zu werden. Enthüllte Riven-Mods sind zufallsgeneriert und können Boni auf Werte wie Waffenschaden, Elementarschaden, Chance und Schaden für kritische Treffer, Multischuss, Feuerrate, Nachladegeschwindigkeit und vieles mehr gewähren.

Warframe : Mit dem Update gibt’s auch neue Waffen wie diese Handkanone, die auf kurze Distanz auch große Gegner einfach wegbläst. Das Teil kostet wahlweise reichlich Ressourcen oder echtes Geld. Mit dem Update gibt’s auch neue Waffen wie diese Handkanone, die auf kurze Distanz auch große Gegner einfach wegbläst. Das Teil kostet wahlweise reichlich Ressourcen oder echtes Geld.

Jede Riven-Mod kommt mit mehreren dieser Boni und ist immer nur mit einer ganz bestimmten Waffe kompatibel. Beispiel gefällig? Eine für den Paris-Bogen mit 90 Prozent mehr kritischem Schaden, 130 Prozent mehr Waffenschaden und 40 Prozent mehr Munition - und diese Mod gehört noch zu den schwächeren Varianten! Das ist bewusst übermächtig und sorgt dafür, dass auch Waffen, die bislang nie ganz mit den stärksten Schießprügeln im Spiel mithalten konnten, endlich eine größere Daseinsberechtigung bekommen.

Sind wir übrigens mit den Werten einer Riven-Mod unzufrieden, dürfen wir sie neu auswürfeln. Dazu benötigen wir Kuva, eine neue Ressource. Und um diese zu sammeln, begeben wir uns in hochstufige Grineer-Missionen, in denen wir mit etwas Glück einige besonders starke Gegner beim Absaugen von Kuva erwischen können.

Die Sache hat nur einen Haken: Um den Grineer den wertvollen Rohstoff abzuluchsen, müssen wir vom Warframe in die Tenno-Form wechseln. In der Story-Mission war das unterhaltsam, doch gegen hochstufige Feinde ist das frustrierend. Als Tenno verfügen wir über mickrige 100 Lebenspunkte und keine Schilde. In der Regel braucht es nur einen Treffer, dann ist unser Tenno erledigt und wir kontrollieren wieder den Warframe. Vermutlich wird die Tenno-Form bald mit der versprochenen Überarbeitung des Fokus-Systems stärker, bis dahin farmt man Kuva aber besser nur in einer Gruppe.