Wing Commander Saga : Wing Commander Saga soll im März 2012 kostenlos erscheinen. Wing Commander Saga soll im März 2012 kostenlos erscheinen. Nach 10 Jahren in der Entwicklung soll Wing Commander Saga, die inoffizielle Fortsetzung der Weltraum-Saga, nun endlich im März 2012 erscheinen. Die neue Solo-Kampagne wird dabei mehr als 50 Missionen bieten, voll vertont sein, Zwischensequenzen enthalten und parallel zu den Ereignissen aus Wing Commander 3 spielen. Grund genug, das Action-Abenteuer in der letzten Beta-Version ausgiebig anzuspielen.

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In vier Let's Play-Folgen (zwei derzeit online, der Rest kommt später) zeigen wir in unserem Youtube-Kanal den Anfang und ein paar spätere Missionen aus der Fan-Fortsetzung, die auf die erweiterte Engine des Weltraum-Klassikers Freespace 2baut. Erstmals hatten wir bei diesen Let's Plays auch einen der Entwickler dabei und so gleich eine neue Rubrik geboren, die Gast-Let's Plays.

5 Fragen an den Entwickler

Anton Romanyuk ist einer der Entwickler von Wing Commander Saga und als einziger von Anfang an dabei. Wir trafen den Hobby-Entwickler und ließen unsere Fragen beantworten.

GameStar: Wie bist du zur Arbeit an dem Projekt gekommen?

Anton: Ich bin mit der Wing Commander Serie aufgewachsen. Wing Commander war in den 90er Jahren ein perfektes Beispiel für ausgefeilte Gameplaymechanik und mitreißende Erzählkunst und genau deswegen wollte ich eine neue Geschichte in dieser Spielwelt erzählen.

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GameStar: Warum ausgerechnet Wing Commander? Was ist so toll am Orignal?

Anton: Die Wing Commander Serie gehörte zu den besten Spielen ihrer Zeit. Chris Roberts und sein Origin Systems Team bauten eine überragende Science-Fiction-Welt, die mit vielen Elementen aus der modernen Geschichte angereichert wurde. Jedes Spiel erzählte eine höchst immersive, nichtlinieare Geschichte, man hatte das Gefühl nicht nur zuzusehen, sondern Teil der Geschichte zu sein. Die Entscheidungen, die man traf, hatten Auswirkungen. Die Siege oder Niederlagen beeinflussten den Verlauf des Krieges. Man fühlte mit seinen Flügelmännern und das Verhältnis zu ihnen beeinflusste ihre Leistungsfähigkeit. Man trauerte um die Gefallenen und erfreute sich an ihren Erfolgen. Solche Spiele sind heute leider selten und gerade um das Space-Sim-Genre ist etwas ruhig geworden.

GameStar: Wie hält man ein solches Projekt über so eine lange Zeit am Laufen?

Anton: Diese Frage ist so einfach nicht zu beantworten. Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle: professionelle Herangehensweise, Hinauswachsen über den Status eines "Fan Projektes", ein eingeschworenes Team und die Bereitschaft seine Freizeit über Jahre zu opfern, um nur einige zu nennen. Hinzu kommt natürlich, dass wir dieses Spiel gebaut haben, weil wir es selbst spielen möchten.

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GameStar: Was sagt Rechteinhaber EA zu eurem Projekt? Habt ihr je mal was von Chris Roberts gehört, die Serie ist ja immerhin sein Baby?

Anton: Mit Electronic Arts oder Chris Roberts hatten wir nie direkten Kontakt. Wir sind ihnen allerdings sehr dankbar, dass sie uns und anderen Fanprojekten die Veröffentlichung erlauben bzw. erlaubt haben.

GameStar: Wie geht es nach dem Release weiter?

Anton: Wir hoffen, dass die Fans das Spiel als ein neues Kapitel des Wing Commander-Universums annehmen (auch wenn wir uns hier und da einige künstlerische Freiheiten erlaubt haben), und vielleicht gelingt es uns neue Spieler für diese tolle Spielwelt zu begeistern. Wer weiß, wenn wir und andere WC-Fans zeigen, dass es ein genügend großes Interesse vorhanden ist, werden wir vielleicht ein neues Wing Commander-Spiel erleben, möglicherweise von Chris Roberts selbst und dem ursprünglichen "Maverick"-Team entwickelt. Auch wenn das nicht passiert, haben wir ein gutes Spiel entwickelt, das wir und die unzähligen Wing Commander-Fans spielen und genießen können. Eines ist sicher: Die Welt von WIng Commander wird uns noch eine Weile erhalten bleiben.

Wing Commander Saga
Die Grafik-Engine stammt aus Freespace 2 wurde aber erweitert.