Wolfenstein: The New Order - PC

Ego-Shooter  |  Release: 20. Mai 2014  |   Publisher: Bethesda
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Wolfenstein: The New Order in der Vorschau

Bioshock mit Nazis - Angeschaut

Panzerhunde, Arier-Tests und ein österreichischer Toy Boy: Das neue Wolfenstein: The New Order von MachineGames und Bethesda geizt nicht mit skurrilen Zutaten und schreibt ganz nebenbei die Weltgeschichte um. Hier gibt's die ersten Eindrücke.

Von Tobias Veltin |

Datum: 08.05.2013


Zum Thema » Wolfenstein - Test Altbackene Fortsetzung der Shooter-Serie Wolfenstein: The New Order ab 27,95 € bei Amazon.de Was wäre, wenn? Diese Frage hat sich wohl jeder schon einmal gestellt. Was wäre, wenn sich das eigene Erbgut anders verknotet hätte und man als Frau geboren worden wäre statt als Mann (oder umgekehrt)? Wie sähe die Welt heute aus, wenn die Anschläge vom 11. September verhindert worden wären?

Solche Gedankenspiele faszinieren auch Schriftsteller wie den Engländer Robert Harris. Der beschäftigt sich in seinem 1992 erschienenen Roman »Vaterland« mit der Frage, was denn gewesen wäre, wenn Deutschland den zweiten Weltkrieg gewonnen hätte - und lässt den Leser an der imaginären 75. Geburtstagsfeier von Adolf Hitler teilhaben.

Alternativweltgeschichte (so der Fachausdruck) mit Nazis ist auch in Wolfenstein: The New Order angesagt. Darin wird allerdings nicht gefeiert, sondern gefeuert. Als einziges deutsches Magazin haben wir den schwedischen Entwickler MachineGames besucht und den Shooter angespielt.

Der Executive Producer Jerk Gustafsson und sein Team begrüßen uns in ihrem Studio direkt über einem Einkaufszentrum im beschaulichen Uppsala, 70 Kilometer nördlich von Stockholm. Nicht unbedingt der Ort, an dem man die virtuelle Verwirklichung von Hitlers Allmachtsfantasien vermuten würde. »Wir wollen Wolfenstein mit The New Order einen neuen Anstrich geben«, erzählt Gustafsson. Deshalb setzen die Entwickler diesmal nicht während des zweiten Weltkriegs an, sondern danach: Der Faschismus hat triumphiert, Deutschland die Welt unterjocht.

Gewaltige Kuppelbauten ragen in den Berliner Himmel, weite Teile der Erde zittern unter der deutschen Terrorherrschaft. Ermöglicht haben den Sieg des Bösen vor allem neue Technologien, an denen die Nazis in geheimen Forschungslaboren getüftelt haben - teils mit grausamen Menschenversuchen. So stapfen futuristische Kampfroboter durch die Straßen und deutsche Soldaten schwingen Waffen, die man eher in einem Science-Fiction-Shooter erwarten würde. Sogar der erste Mensch auf dem Mond ist ein Nazi. Kampfroboter? Raumfahrt? Ja, da ist er wieder, der »Over the Top-Twist« von Wolfenstein.

Wolfenstein: The New Order
Neben einigen futuristischen Waffen verfügen wir auch über klassische Schrotflinten und Sturmgewehre.

Die Deutsche Version
Wolfenstein. Ein Begriff, der deutschen Jugendschützern Schweißperlen auf die Stirn treibt. Schließlich sind die bisherigen Teile der Serie hierzulande nur in stark geschnittener Form oder gar nicht erschienen. Kein Wunder, drehten sich die Shooter doch immer um den zweiten Weltkrieg, Nazis sowie mysteriöse Technologien und Okkultismus, außerdem prangten an jeder Ecke Hakenkreuze und Runen. Deshalb geht auch Wolfenstein: The New Order den entschärften Weg. Der Titel soll in Deutschland erscheinen, aber natürlich ohne verfassungsfeindliche Symbole, die Gegner heißen schlicht "Das Regime". Der Rest des Spiels soll dagegen komplett unangetastet bleiben.

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14 Jahre Koma

Das Szenario klingt nach Alternativwelt-Ballertrash und mehr erwarten wir von einem Wolfenstein auch gar nicht. Allerdings soll der Story diesmal eine größere Bedeutung zukommen. Eine so große, dass die Entwickler gar nicht von einem Shooter sprechen, sondern von einem »Story-driven First-Person Action-Adventure«. Danke, diese Begriffe hatten uns beim Marketingphrasen-Bingo noch gefehlt! Denn natürlich bleibt Wolfenstein: The New Order ein reinrassiger Shooter, der diesmal eben etwas mehr erzählen soll als die Vorgänger - was nach deren platten »Baller die Nazis weg«-Geschichten auch nicht sonderlich schwierig wird. The New Order spielt im Jahr 1960, also 15 Jahre nach dem alternativen Ende des zweiten Weltkriegs.

Der Hauptcharakter? Na klar, der amerikanische Spezialagent B.J. Blaskowicz, wer sonst? Allerdings ist B.J. zunächst nicht der knallharte Held, sondern bekommt im Prolog des Spiels (der 1946 spielt und von dem wir in Schweden noch nichts zu sehen bekommen) ordentlich was auf den Deckel.

Schwer verletzt wird er an die polnische Küste geschwemmt und in ein Krankenhaus gebracht. Dort liegt er 14 Jahre im Koma, während um ihn herum der gesamte Globus in den Nazi-Abgrund strudelt. Ehrensache, dass sich der wieder erwachte Blaskowicz direkt dem weltweiten Widerstand anschließt. »Die Erkundung der bizarren Welt ist ein großes Thema in The New Order«, bekräftigt Jerk Gustafsson. Um dann anzufügen: »Neben der ganzen Action natürlich«.

Wolfenstein: The New Order : Die Nazis setzen auf fortgeschrittene Technologie wie diesen aggressiven Mech. Die Nazis setzen auf fortgeschrittene Technologie wie diesen aggressiven Mech.

Das heißt nun aber nicht, dass uns hier eine Art Nazi-GTA mit offener Welt erwartet. Natürlich muss B.J. in Wolfenstein: The New Order hauptsächlich durch lineare Levels stürmen und möglichst viele Nazi-Schergen aus den Springerstiefeln pusten. Die Schauplätze sind den Entwicklern zufolge über den ganzen Erdball verstreut, schließlich haben die Deutschen ein globales Imperium errichtet.

Die an sich lineare Ballerei soll The New Order immer wieder durch Fahrzeugabschnitte auflockern, unter anderem muss B.J. in den polnischen Bergen auf einem Motorrad vor den Nazis flüchten oder die Katakomben von Berlin mit einem Mini-U-Boot erkunden - klingt irgendwie nach James Bond.

Ähnlich wie 007 kämpft Blaskowicz zudem nicht allein. Als erste Verbündete präsentieren uns die Entwickler Anja, eine zierlich-brünette Schönheit. Die polnische Krankenschwester päppelt Blaskowicz auf und tritt später mit ihm in den Widerstand ein. Doch damit genug des Vorgeplänkels, wir wollen endlich mal etwas vom Spiel sehen! Bevor wir aber selbst Hand anlegen können, spielen uns die Entwickler erst mal eine Szene vor.

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Avatar Cremigerbaer
Cremigerbaer
#1 | 08. Mai 2013, 15:16
Also wen die Grafik so Aussehen wird wie auf den Screenshot auf Seite 2 dan staune ich nicht schlecht. Aber bei Screenshots sollte man vorsichtiger sein.
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Avatar BeRse
BeRse
#2 | 08. Mai 2013, 15:20
abwarten ob das nicht wieder nur ein Hype für heiße Luft ist
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#3 | 08. Mai 2013, 15:26
Das Entscheidungsfreiheitbeispiel hat mich allein schon durch eure Beschreibung beeindruckt!
Und auch stilistisch sieht das alles sehr gut aus!
Zitat von Cremigerbaer:
Also wen die Grafik so Aussehen wird wie auf den Screenshot auf Seite 2 dan staune ich nicht schlecht. Aber bei Screenshots sollte man vorsichtiger sein.

Das sieht in meinen Augen ungefähr nach dem aus, was man von Doom IV erwarten können sollte.
Und da beide die gleiche Engine nutzen...
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Avatar Count-Zero
Count-Zero
#4 | 08. Mai 2013, 15:27
Zitat von Cremigerbaer:
Also wen die Grafik so Aussehen wird wie auf den Screenshot auf Seite 2 dan staune ich nicht schlecht. Aber bei Screenshots sollte man vorsichtiger sein.


Sollte man! Wenn ich mich nicht irre ist das die Engine die auch schon Rage auf Screenshots gut aussehen lies.
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Avatar Meowmiauze
Meowmiauze
#5 | 08. Mai 2013, 15:28
Ich finde das überzeichnete Setting und die skurillen Nazi-Figuren verlieren doch stark an Reiz, wenn man jeglichen Bezug in der deutschen Version zum NS streicht, man sollte sich wirklich mal mit der Zensur von NS-Symbolik in Spielen noch einmal auseinandersetzen.
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Avatar servana
servana
#6 | 08. Mai 2013, 15:28
Ich frage mich warum man im Fernsehen Hackenkreuze zeigen darf, aber in Videospielen nicht? Warum wird da wieder ein Unterschied gemacht?
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Avatar Rollora
Rollora
#7 | 08. Mai 2013, 15:31
enttäuschendes Preview, nix über Features, Gameplay, kaum brauchbare Screenshots....
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Avatar h0rnet
h0rnet
#8 | 08. Mai 2013, 15:32
Hört sich sehr interessant an das Spiel. Allerdings bin ich gespannt darauf, ob es nur "Gerede" von den Machern ist, oder ob das Spielerlebnis wirklich so gut wird.
In der letzten Zeit wurden viele Versprechen gemacht, die zum Schluss nicht standhielten. (z.B. MOH)
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Avatar h0rnet
h0rnet
#9 | 08. Mai 2013, 15:34
Zitat von Rollora:
enttäuschendes Preview, nix über Features, Gameplay, kaum brauchbare Screenshots....


Hast du die zweite Seite gelesen?

"Einen ausführlichen und exklusiven Angespielt-Bericht von Wolfenstein: The New Order samt Fazit und Einschätzung gibt es ab 9.5. auf unserer Website."
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#10 | 08. Mai 2013, 15:35
Zitat von servana:
Ich frage mich warum man im Fernsehen Hackenkreuze zeigen darf, aber in Videospielen nicht? Warum wird da wieder ein Unterschied gemacht?

Weil Videospiele in Deutschland (leider) immer noch nicht als Kunst angesehen werden und verfassungsfeindliche Symbole nur in der Kunst verwendet werden dürfen.

Vergleiche dazu mit StGB § 86a und §86.

http://www.strafgesetzbuch-stgb.de/stgb/86 .html
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Details zu Wolfenstein: The New Order

Plattform: PC (PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 20. Mai 2014
Publisher: Bethesda
Entwickler: MachineGames
Webseite: http://www.wolfenstein-spiel.de
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
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