World of Warcraft: Wrath of the Lich King :

Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen. Wer jahrelang das Original-World-of-Warcraft und später das Addon Burning Crusade gespielt hat, weiß genau, was ihn in Wrath of Lich King erwartet. Nach fast vier Jahren wirkt die Grafik antiquiert, selbst mit den neuen Echtzeit-Schatten kommt WoW lange nicht an Herr der Ringe Online oder Age of Conan heran. Daran ändern auch die paar neuen Gebiete nichts. Wie schon zum Start von Burning Crusade wird die alte Welt zusehends verwaisen, ehemals fordernde Kämpfe werden zur Lachnummer. Bereits jetzt schaffen es einzelne Klassen die Drachendame Onyxia alleine zu besiegen -- früher bissen sich 40 Spieler an ihr die Zähne aus. Zudem kommt der harte Design-Bruch: statt wertig glitzernder Gegenstände nunmehr zuhauf plumpe Holzgegenstände.

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Keine Spannung

World of Warcraft: Wrath of the Lich King : Waren Instanzen in World of Warcraft zu Beginn noch wahre Herausforderungen, verkommen sie mittlerweile zu Rentnerkaffeefahrten. Maximal 90 Minuten dürfen Instanzen dauern, es könnte ja anspruchsvoll werden. Boss-Gegner sind reine Beute-Spender, möglichst wertige Belohnungen für wenig Anstrengung scheint die Devise zu sein. Die Spieler müssen sich kaum noch durch Mob-Gruppen schnetzeln, schnell zum Boss, nur der lohnt sich wirklich. Selbst die harten Raid-Instanzen wirken zunehmend lächerlich. Ich sehe es schon kommen, Arthas, der mächtige Todesritter und erster Bösewicht im Staate wird von dahergelaufenen Zehner-Gruppen im Minuten-Takt besiegt - vielen Dank für die Entmystifizierung einer Legende.