World of Warcraft - PC

Online-Rollenspiel  |  Release: 11. Februar 2005  |   Publisher: Blizzard Entertainment
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World of Warcraft im Test

Blizzards erstes Online-Rollenspiel auf dem Prüfstand

Finger weg von Blizzards Online-Rollenspiel! Sonst können Sie Ihr Privatleben vergessen: Stimmige Welt, Bedienkomfort und Sammeltrieb machen Azeroth zum angesagten Reiseziel für Abenteurer.

Von Michael Graf |

Datum: 01.03.2005


Nehmen Sie einen Sack. Stopfen Sie alle Uhren hinein, die Sie besitzen. Armbanduhren, Taschenuhren, Küchenuhren. Alle. Dann schleudern Sie den Sack aus dem Fenster. Gut. Jetzt können Sie in aller Ruhe World of WarCraft spielen. Und werden nicht ständig daran erinnert, wie spät es schon wieder ist. Sie bekommen kein schlechtes Gewissen, wenn Sie mal wieder bis nachts um fünf Uhr Oger durch Ruinenstädte jagen. Oder wenn Sie den Bus verpassen, weil Sie noch drei Gorillas schnetzeln müssen. World of WarCraft macht süchtig.

Zugegeben, das mag auch für andere Online-Rollenspiele gelten. Doch Blizzards Hit ist runder, schneller, besser. Wir stürzten uns mit der US-Verkaufsversion in den Langzeittest. Fett im Krieg Was ist ein Oger? Ein Fettsack mit Keule. Aber das müssen Sie nicht wissen.

World of WarCraft Geflügelter Löwe

In World of WarCraft finden Sie sich auch zurecht, wenn Sie die Strategieserie nicht kennen. Zwei Bündnisse bekriegen einander: Allianz (Menschen, Zwerge, Nachtelfen, Gnome) und Horde (Orcs, Tauren, Untote, Trolle). Zu Beginn wählen Sie ein Volk und eine von neun Klassen: Krieger, Paladin, Schamane, Priester, Druide, Schurke, Jäger, Hexer oder Magier. Das Aussehen Ihres Charakters passen Sie an, indem Sie aus wenigen vorgegebenen Gesichtern und Frisuren wählen – so dass pro Rasse nur wenige Varianten möglich sind. Und Sie irgendwann einem Charakter begegnen, der genauso aussieht wie Ihrer.

Dennoch identifizieren Sie sich mit Ihrem Helden. Weil Sie bestimmen, wie er sich verhält. Ob er als netter Krieger oder mürrischer Magier durchs Land zieht. Als Solist oder in einer Gruppe. Ihre Entscheidung. Ihr Charakter. Nicht jedes Volk bietet jede Klasse. Naturverbundene Orcs etwa bilden keine Priester aus. Die Fähigkeiten der Charaktere sind gut abgestimmt. Krieger eignen sich gut als Nahkämpfer (»Tanks« im Onliner-Slang). Auch Paladine teilen ordentlich aus und setzen zudem Heilzauber sowie Auren ein, die Verbündete stärken. Schlagkräftige Schamanen pflanzen Totems in die Erde – Statuen, die zum Beispiel den Verteidigungswert naher Freunde erhöhen. Priester heilen und nutzen »Buffs«: Verzauberungen, die unter anderem mehr Lebenspunkte spendieren. Druiden verwandeln sich in Bestien, etwa Raubkatzen. Schurken pirschen unsichtbar an Feinde heran. Jäger zähmen ein Tier und hetzen es auf Gegner, während sie selbst mit dem Bogen schießen. Hexer beschwören einen Dämon. Magier bearbeiten Gegner mit Feuer–, Eis- oder arkaner Magie.

Gemetzel unter Freunden

World of Warcraft : Beim Ausflug unserer Dreiergruppe in die Ausgrabungsstätte Uldaman greift ein schlagkräftiger Obsidian-Golem an. Beim Ausflug unserer Dreiergruppe in die Ausgrabungsstätte Uldaman greift ein schlagkräftiger Obsidian-Golem an. Egal, welche Klasse Sie wählen: Alle Abenteuer können Sie alleine bestreiten, auch in höheren Levels. Denn selbst klassische Unterstützer kämpfen ordentlich solo. Priester etwa richten mit Offensivzaubern und ihrer Keule schon zu Beginn viel Schaden an. Zudem regenerieren Lebens- und Manapunkte sehr schnell – Leerlauf gibt's fast keinen. Daher spielt sich World of WarCraft schneller, actionreicher als die Konkurrenz (Dark Age of Camelot, Everquest 2 & Co.).

Einer Gruppe müssen Sie sich nur anschließen, wenn Sie starke Monster metzeln oder für Ihren Level eigentlich zu schwere Quests lösen wollen. Da das massig Erfahrungspunkte bringt, steigen Gruppenmitglieder schneller im Level auf als Solisten. Tolle Idee: Wenn Sie sich in einer Stadt ausloggen und längere Zeit nicht spielen, startet Ihr Charakter »ausgeruht « und verdient kurzfristig mehr Erfahrung. So schließen Sie zu Freunden auf, falls die fleißig weiter gespielt haben. Das Spielerlebnis hängt davon ab, welche Serverart Sie wählen. Auf PvP-Servern kämpfen Sie häufig gegen menschliche Spieler. Hoffentlich nicht gegen Paladine oder Schamanen, die teilen im Nahkampf kräftig aus und können sich auch noch selbst heilen: zu mächtig für faire Kämpfe zwischen Spielern. Auf PvE-Servern geht's gegen Monster. Und Rollenspiel-Server sind etwas ganz Besonderes. Aktionen sprechen Sie über die unkomfortable Chatfunktion ab. Statt per Karteikarte à la Dark Age of Camelot wählen Sie den Chatkanal über kryptische Befehle: »/1 Jemand für die ›Goldzahn‹-Quest?« schickt Ihre Anfrage beispielsweise über den allgemeinen Kanal.

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Avatar Sanctus
Sanctus
#1 | 11. Apr 2009, 13:08
Das coole Megatöt-Schwert des Händlers ist besser als ihr popeliger Dolch.
Ich kann mir nicht helfen, jedesmal wenn ich diesen Satz lese, fange ich haltlos an zu lachen :D
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Avatar Drei13Zehn
Drei13Zehn
#2 | 17. Jul 2009, 15:58
Habs mal "angezockt" doch mein Fall ist es nicht. So viel Freizeit die man in das Game investieren muss hab ich einfach nicht. Doch wems gefällt der solls gerne zocken, meinen Segen hat er ;-)
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Avatar Miniami
Miniami
#3 | 21. Jun 2010, 20:28
Diesen Test habe ich ungefähr 50x gelesen XD Damals konnte ich es nicht abwarten dieses Spiel in den Händen zu halten. Leider war ich beim Release in Italien und die Telekom hat es verplant den DSL-Anschluss termingerecht anzuschalten.

Heute spiele ich es zum Glück nicht mehr. Hat aber sehr viel Spaß gemacht und bereuen tue ich es nicht. Auf jeden Fall war es billiger als rauchen ;-)
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Avatar Leruun
Leruun
#4 | 20. Jan 2011, 18:07
Tja, die Spielerhäuser gibts immernoch nicht. Was ich schade, aber nicht bitter nötig finde :D
PvP ist ja mittlerweile auch ziemlich gut
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Avatar Tim3y
Tim3y
#5 | 18. Sep 2011, 05:15
WoW war damals schon richtig Klasse.

Das heutige WoW kannst in die Tonne kloppen.
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Avatar Comerz
Comerz
#6 | 22. Nov 2011, 23:48
wen ich das so lese kommen mir fast die tränen. das war so toll, so geil und hat so viel spaß gemacht. ab lich king ist es aber leider bergab gegangen. besser gesagt ab dem zeitpunkt wo das erfolgssystem eingeführt wurde.
ab da hat man sachen nicht mehr aus spaß sondern zwecks der erfolge getan.

mein erster charakter war ein untoter krieger und ich kann mich noch genau an den silberwald erinnern. die festung in der mitte auf dem see war so rießig in meinen augen und richtig schwer.
aber dann sucht man sich halt leute die die quest auch machen müssen und da bin ich dann der ersten gilde von meinem ersten (WoW)-freund beigetreten. bis cata haben wir zusammen gespielt und immer mehr leute kennengelernt,nicht in der gleichen gilde aber getwinkt wurde immer zusammen.

nach dem silberwald kam dann das hügelland, meine erste pvp erfahrung und was es heißt gegankt zu werden.
stranglethorn war dann auch nicht besser.
das tolle war das die welt da ncoh so lebendig war, die leute sind auch auf höchstlevel in der welt rumgereist. haben (klassen)quests, open pvp oder sonstwas gemacht.
es war einfach so magisch.
gute rüstung war so schwer zu bekommen, was das aber auch spannender gemacht hat. ich will nicht über casuals flamen, weil ich selber in classic nur !2! epics hatte. aber das hatt mich mehr motiviert wie jetzt das epic-recycling.

die qualität ist heute auch gut keine frage, aber die seele ist weg. was damals noch der spaß war ist heute achivment jagd. und was eintöniges farmen für raids mit freunden war ist heute in der hauptstadt rumstehen und auf einen dungeon invite warten.

ich hasse blizzard für das was sie aus wow gemacht haben, aber liebe sie auch dafür das ichs erleben konnte.
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Avatar nico79
nico79
#7 | 13. Jan 2012, 14:31
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Eyes
Eyes
#8 | 05. Feb 2012, 00:01
Ein aufregendes und spaßiges Jahr habe ich in der Welt von WoW verbracht. Es hat unglaublich Spaß gemacht und war wahrscheinlich auch der Höhepunkt meiner Gamererfahrung. Mit Freunden gequestet, in der Gilde diskutiert, mit Gruppen die Instanzen bewältigt ... *schwärm*

... Naja und dann habe ich mein Account auf Eis gelegt, warum? Weil mir irgendwann klar wurde wie eintönig und linear das ganze wirkt.
Questen ... nächste Quest ... leveln ... neues Gebiet betreten ... wieder questen [...] ( das ist auch der Grund warum ich generell keine MMo's mehr spiele)

Und dann kam die Ankündigung von Cataclysm und das war dann der endgültige Todesstoß, weil mir klar wurde, dass WoW nicht mehr ein MMOrpg ist sondern eine Kuh die bis aufs letzte Tröpfchen gemolken werden muss. Bis heute habe ich es nicht bereut aufgehört zu haben (obwohl ich zugeben muss, dass mir ab und zu der Gedanke gekommen ist wieder anzufangen).

Jedenfalls war es eine gute Zeit und ich wünsche den Spielern noch viel Spaß in der Welt von Azeroth, genießt es solange ihr noch könnt :)
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Avatar xTheTruthx
xTheTruthx
#9 | 17. Feb 2013, 16:05
Musste mal wieder diesen Test lesen. Es war so geil am Anfang. Mein erstes MMO, etwas mehr Zeit als heute ( "nur" Arbeit und Freundin ), jünger natürlich auch :).

Man hab ich dieses Spiel gern gezockt, muss auch sagen, dass es wohl die schönste Gamererfahrung war, auch aufgrund der langen Zeit.

Soviele schöne Erinnerungen an die Vanilla Zeit, es hatte etwas, dass das Spiel seine Ecken und Macken hatte. Ecken und Macken formen einen Charakter, je glatter das Spiel wurde, desto unpersönlicher, ja fast austauschbarer.


Es hat so verdammt Spaß gemacht, meine Nachtelfin auf lvl 60 zu bringen - nach 15 Tage Spielzeit (heut braucht man etwa 3-4 Tage für 90 ).
Die Zeit, als ich noch bis lvl 50 ohne Reittier war, weil zu teuer und erst ab 40 möglich :).
Als ich für meine Wassergestalt QUER über Azeroth musst, nein nicht allein, einer hat mir geholfen, es kam mir wie Stunden, weil ich keinen Flugpunkt hatte, und somit musste alles ablaufen.
Als man noch zur UBRS auch mit teils Lila - was nur den Top Gilden vorbehalten war - reingegangen ist, nur aus Spaß und nicht weil man ein Item wollte.
Als das PVP noch vor Tarrens Mill stattfand.. oder das Alterac Valley 8 Stunden ging ^^..

Dieses "Als..", daraus könnt ich ein kleinen Roman schreiben..


Ich hasse Blizzard, dass die das Spiel so gemacht haben, wie es jetzt ist - auch wenn die Nachfrage das Produkt bestimmt.
Aber ich liebe diesen Verein, dass die mir so eine großartige, epische, einzigartige und wohl nie wieder erlebbare Gamererfahrung gebracht haben.

Ich beneide teilweise Neueinsteiger, weil die das WoW Gefühl noch eine zeitlang haben werden, doch ich bemitleide sie, dass sie dieses Gefühl nicht in der Vanilla Zeit erleben können, denn es war einfach nur grandios...


Wenn es einen Himmel gibt, soll ein Teil meiner Ewigkeit die Jahre 2005-2007 ( und etwas von Burning Crusade ) wieder zu erleben sein.
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Avatar Laurienchen
Laurienchen
#10 | 06. Mai 2013, 18:22
Hmmm... Ein wirklich gutes Spiel, ausser das ich es mit dem suchten ein paar Jahre extrem übertrieben habe, es fällt mir immer noch schwer, nicht zu spielen, aber ich bin schon seit einem Jahr clean :D

Jaja ... Wow.
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Details zu World of Warcraft

Plattform: PC
Genre Rollenspiel
Untergenre: Online-Rollenspiel
Release D: 11. Februar 2005
Publisher: Blizzard Entertainment
Entwickler: Blizzard Entertainment
Webseite: http://www.wow-europe.com
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 111 von 5683 in: PC-Spiele
Platz 9 von 259 in: PC-Spiele | Rollenspiel | Online-Rollenspiel
 
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