X: Rebirth - PC

Weltraum-Action  |  Release: 15. November 2013  |   Publisher: Deep Silver
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X: Rebirth im Test

Orbitale Bruchlandung

Die Weltraumsimulation X: Rebirth sollte ein Neustart der Serie vom deutschen Entwickler Egosoft werden. Im Test stellt sich raus: Rebirth ist ein kolossaler Fehlstart. Und daran sind nicht nur die massiven Bugs schuld.

Von Rüdiger Steidle |

Datum: 26.11.2013


Zum Thema » X: Rebirth - Testvideo Kommentierte Spielszenen & Fazit » Interview mit Egosoft-Chef Bernd Lehahn »Viele Leute sind mit dem Spiel zufrieden« » X: Rebirth - Technik-Check Grafikvergleich & Anforderungen » X: Rebirth - Guide Flotten-NPCs & Handelswaren im Überblick » Die X-Serie - Übersicht Alle Teile in der Galerie X: Rebirth ab 16,97 € bei Amazon.de Ding! Wir machen ein Gedankenexperiment: Immer, wenn es in diesem Artikel verbal bimmelt, stürzt X: Rebirth ab oder ein heftiger Fehler macht das Weiterkommen nahezu unmöglich. Das nervt? Dann möge der geneigte Leser dies als Warnung vor einem Spiel betrachten, das vermutlich mehr Bugs enthält als die insektenkundliche Ausstellung des örtlichen Naturmuseums - mehr dazu im Extrakasten.

Los geht's. Ding! Wie der Untertitel vermuten lässt, soll X: Rebirth eine Wiedergeburt darstellen, also eine Neuerfindung der Weltraumreihe, die seit ihren Anfängen Ende der Neunziger eine zwar überschaubare, aber treue Fangemeinde um sich geschart hat.

Die alte Erfolgsformel »Trade, Build, Fight, Think« allerdings wollen die Macher beibehalten. Noch immer sollen wir also handeln, bauen, kämpfen und nachdenken.

Wir starten in ferner Zukunft als Besitzer eines schlagkräftigen, aber kleinen Raumgleiters und sollen uns im Spielverlauf einen Namen als (Ding!) Reeder und Wirtschaftsmagnat oder als gefürchteter Kampfpilot machen. Damit folgt Rebirth ganz dem steinzeitlichen Vorbild Elite und seinen eigenen Vorgängern.

X: Rebirth : Bug-Alarm!
Selten ist uns so schwer gefallen, klare Wertungsaussagen zu treffen wie bei X: Rebirth. Denn Qualität und Spielerlebnis änderten sich in der Testphase ständig. Seit der Veröffentlichung des Spiels am 15. November erschienen beinahe im 24-Stunden-Rhythmus frische Updates, einmal sogar zwei an einem Tag. Nicht alle brachten Besserung, manche neue Version war im Gegenteil häufiger von Abstürzen geplagt als die vorherige. Einmal mussten wir die Kampagne aufgrund defekter Spielstände neu starten, ein andermal einen »Plotstopper« umschiffen, indem wir per Hand unser Savegame editierten.

Für einen weiteren Fehler ähnlichen Kalibers fanden wir leider bis zuletzt keine Lösung, weshalb wir das Finale der Story nicht spielen konnten. Wir tun uns deshalb auch schwer vorherzusagen, wie es um die langfristige Motivation nach Abschluss der Geschichte bestellt ist. Wie sich etwa die Spielwirtschaft entwickelt, lässt sich nur nach längerer Beobachtung feststellen - welcher aber momentan zahlreiche Fehler im Handelssystem und mit den KI-Kapitänen im Weg stehen.

Natürlich kann sich die Lage mit jedem neuen Patch ändern. Bis zur Version 1.18 wurden alle verfügbaren Updates berücksichtigt. Wir können zum jetzigen Zeitpunkt auch eingefleischten X-Fans nur raten, mit dem Kauf von Rebirth mindestens zu warten, bis Egosoft die gröbsten Scharten ausgewetzt hat. Grafikfehler wie in diesem Bild gehören noch zu den minder schweren Bugs von X: Rebirth.

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X: Rebirth - Screenshots aus Version 2.0
Wer mag, kann sich das Hauptmenü nun oben links im Cockpit einblenden lassen, sodass man sich nicht immer zu Yisha umdrehen muss.

Jeder nur ein Schiff

Wo es von den vorangegangenen Teilen abweicht: Wir steuern diesmal nur ein einziges Schiff, den Jäger Albion Skunk. Zwar können wir später unserer Flotte andere Vehikel einverleiben und unser wachsendes Reich sogar um riesige Raumstationen erweitern, die selber Waren herstellen.

X: Rebirth : Auf Raumstationen durchstöbern wir Spinde, Kisten und Tunnel nach etwa größeren Geldsummen. Spannend ist das aber nicht. Auf Raumstationen durchstöbern wir Spinde, Kisten und Tunnel nach etwa größeren Geldsummen. Spannend ist das aber nicht. Allerdings dürfen wir diesmal nicht die Cockpits anderer Raumer wechseln, sondern erledigen alles von der Kommandobrücke der Skunk aus. Eine Ausnahme gibt es: Wenn wir an Großschiffen oder Stationen andocken, dürfen wir unser »Stinktier« verlassen (eine der wenigen Gelegenheiten, es von außen zu bewundern) und zu Fuß umherstreifen.

Was interessant klingt, entpuppt sich in der Praxis als ziemlicher Reinfall: Die Umgebungen gleichen sich wie ein Space Marine dem nächsten - in jedem System gibt es anscheinend nur ein einziges Set von Texturtapeten, die gleichen Grundrisse, die gleichen, schwindsüchtigen Gestalten.

Obendrein gibt es nichts Spannendes zu tun. Wir können in Kisten und Schränken stöbern und spielerisch meist unbedeutende Mengen offenbar herrenloser Waren einsacken oder uns mit den erwähnt potthässlichen Bewohnern auf ein Minispielchen einlassen, bei dem wir im richtigen Moment auf die linke Maustaste klicken müssen.

X: Rebirth : Das Absuchen der Stationen nach Aufträgen und Handelsangeboten gehört zu den nervigsten Spielbestandteilen. Das Absuchen der Stationen nach Aufträgen und Handelsangeboten gehört zu den nervigsten Spielbestandteilen.

Als Belohnung winken geringfügige Handelsrabatte oder Tipps, wo wir den nächsten Gesprächspartner finden. Ist genauso aufregend, wie es klingt, nämlich gar nicht. Ding!

Am liebsten hätten wir auf diese Ausflüge nach den ersten zwei, drei enttäuschenden Versuchen verzichtet. Leider zwingt uns das Programm aber in regelmäßigen Abständen zum Andocken, da wir nur auf den Stationen wichtige Kontaktpersonen finden, etwa Waffendealer oder Angestellte zum Anheuern (dazu später mehr).

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Avatar Jdizzle
Jdizzle
#1 | 26. Nov 2013, 17:07
Irgendwie schon eine verdiente Wertung
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Avatar Cinergie
Cinergie
#2 | 26. Nov 2013, 17:12
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar (sic)
(sic)
#3 | 26. Nov 2013, 17:13
sehr schade, es sah so vielversprechend aus :(
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Avatar Panther1987
Panther1987
#4 | 26. Nov 2013, 17:14
X: Rebirth

Wohl eher eine Missgeburt als eine Wiedergeburt :-D
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Avatar Panther1987
Panther1987
#5 | 26. Nov 2013, 17:18
Zitat von Cinergie:


Wobei es dann schon Magazine gibt die ticken nicht mehr ganz normal: 4-Players vergibt 16%, das hat nichts mehr mit realistischer Einschätzung zu tun sondern ist einfach nur noch peinlich!


Warum ist eine Wertung von 16 % für ein Spiel das hunderte Fehler hat und so oft abstürzt, dass man es nicht mal durchspielen kann unrealistisch?

Wenn jemand ein Auto baut, dass alle 8 km liegenbleibt, bei dem der Blinker, Licht, Heizung sporadisch ständig ausfällt. Mit dem man noch nicht mal bis zum Ziel fahren kann. So ein Auto hat dann auch eine 0 % Wertung verdient. Egal wie hochwertig die Ledersitze seien. Wenn es das aller elementarste, das Fahren, nicht kann dann sind 0% gerechtfertigt. Weil das Produkt halt einfach nicht funktioniert. Egal wie gut manche Teile am Produkt sein mögen.
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Avatar Ultimus
Ultimus
#6 | 26. Nov 2013, 17:19
Da wurde der Neustart wohl ordentlich vergeigt.
Eigentlich schade, da ich auch gehofft hab endlich mal in das X Universum einzusteigen.
Gut das ich nicht zugeschlagen habe am Anfang... mir haben die wenigen Informationen vor Veröffentlichung schon Angst gemacht.
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Avatar wall21
wall21
#7 | 26. Nov 2013, 17:21
Kaufe ich mir nicht...
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#8 | 26. Nov 2013, 17:24
Hört sich ja wirklich grauenhaft an!
Schade nur, dass der Vergleich zu den Vorgängern auf Gamestar nicht so wirklich einfach ist, denn sogar Terran Conflict hat hier ja nur eine 63 bekommen, und dabei gilt es ja eigentlich sogar als der beste Serienteil...
Wüsste gerne, wie sich in den Augen der Redaktion Terran Conflict nun (wurde ja auch umfangreichst gepatched) schlägt.
Ach, der Test zu Albion Prelude fehlt ja auch immer noch...
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Avatar woiperdinga
woiperdinga
#9 | 26. Nov 2013, 17:24
Das war vorsätzlich, sowas zu veröffentlichen. Ich unterstelle einfach mal, daß es Kenner gibt, die sowas im Vorfeld hätten sehen müssen.

Und ich bleibe dabei, es ging hauptsächlich darum, die Boni zu kassieren, damit Weihnachten starten kann.

Pfui Deibl
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Avatar BoMbY
BoMbY
#10 | 26. Nov 2013, 17:25
Wo bleibt denn RainerFuckingZufall, unser freundlicher Mitarbeiter von Egosoft? Oder beschwert der sich immer noch über die Star Citizen Berichterstattung?

Ergänzung 27.10/14:08: Siehe Kommentarseite 8 ...
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PROMOTION

Details zu X: Rebirth

Plattform: PC
Genre Action
Untergenre: Weltraum-Action
Release D: 15. November 2013
Publisher: Deep Silver
Entwickler: Egosoft
Webseite: http://www.egosoft.com/games/x...
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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