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Das wunderschöne Action-Experiment Mirror's Edge von Digital Illusions lässt uns im Test spüren, was Tempo ist - um uns dann gleich wieder auszubremsen. - Seite 1
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Mirror's Edge im Test

Wunderschönes Action-Experiment

Das wunderschöne Action-Experiment Mirror's Edge von Digital Illusions lässt uns im Test spüren, was Tempo ist - um uns dann gleich wieder auszubremsen.

Von Petra Schmitz |

Datum: 15.01.2009


Mirror's Edge : Wenn Faith durch besonders geschickte Manöver Tempo aufnimmt, setzt das Spiel das nicht nur durch eine höhere Geschwindigkeit, sondern auch durch einen Verwischeffekt am Rand des Bildschirms und durch Windgeräusche um. Wenn Faith durch besonders geschickte Manöver Tempo aufnimmt, setzt das Spiel das nicht nur durch eine höhere Geschwindigkeit, sondern auch durch einen Verwischeffekt am Rand des Bildschirms und durch Windgeräusche um.

Über Dächer, durch Tunnels, hinein in modernste Bürokomplexe, Werkshallen und die Straßen einer Stadt geht die wilde Hatz des Actionspiels Mirror’s Edge. Im Kern ist der Titel ein waschechtes Jump&Run - mit der minimalen Neuerung, dass Sie der Heldin nicht wie beispielsweise Lara in den Tomb Raider-Spielen über die Schulter schauen, sondern alles in Ego-Perspektive erleben.

Das Publisher-Entwickler-Duo Electronic Arts und Digital Illusions (Battlefield 2) hat Mirror’s Edge über dieses Alleinstellungsmerkmal im Veröffentlichungsvorfeld schon mal als Meilenstein des Genres verkauft. Und tatsächlich merkt man einen Effekt: Bewegungen wie halsbrecherische Sprünge und Sprints werden deutlich direkter wahrgenommen als in vergleichbaren Titeln. Insofern ist das Experiment durchaus gelungen. Und auch in Sachen visuellem Design sowie Sound setzt Mirror’s Edge Maßstäbe. Allerdings hält das Abenteuer der jungen Faith auch einige Wermutstropfen parat, die höhere Wertungsweihen verhindern.

Außerdem auf GameStar.de:

» Testvideo zu Mirror's Edge ansehen oder herunterladen
» Screenshot-Galerie zu Mirror's Edge betrachten

» Technikcheck zu Mirror's Edge lesen

» Test der Xbox 360 & Playstation 3-Version lesen

Dröge Dystopie

Mirror's Edge : Mischen sich mehr Grautöne ins Bild, ist Faith verletzt und sollte das Weite suchen. Dann heilt sie automatisch. Mischen sich mehr Grautöne ins Bild, ist Faith verletzt und sollte das Weite suchen. Dann heilt sie automatisch. Man schreibt das Jahr 2020. In einer nicht näher genannten Großstadt kontrollieren die Obrigkeiten die Information und somit die Gedanken und das Leben der Bevölkerung. Alles ist klinisch sauber, die Metropole gleicht einem riesigen sterilen Werkskomplex, in dem ein geöltes Rädchen perfekt ins nächste greift, nirgendwo regt sich Individualismus. Die supersportliche Faith gilt in dieser Stadt als Gesetzlose: Sie liefert als so genannte »Runnerin« illegal Informationen, ist sozusagen eine Piraten-Postbotin, die ihre kostbare Fracht per pedes über die Hochhausdächer ausliefert.

So zumindest soll man sich das originelle Spiel-Umfeld von Mirror’s Edge vorstellen. Das Szenario bleibt allerdings weitgehend abstrakt: Zwar hat der schwedische Entwickler die Architektur der Stadt zugleich steril wie wundervoll faszinierend umgesetzt, nur vom Überwachungsgebilde, das sich durch Straßenschluchten, Häuser und Wohnungen ziehen soll, merkt man nichts. Da können die Heldin und andere Charaktere in den Zwischensequenzen (teils in Spielgrafik, teils in hübschen Zeichentrickfilmchen) noch so sehr darauf pochen, dass alles ganz schlimm ist - fühlbar wird das nie. Und welcher Art die Informationen sind, die Faith und Kollegen transportieren, spielt überhaupt keine Rolle.
Bei all dem Wischiwaschi ist es nicht verwunderlich, dass auch die dünne Handlung (Faith sucht einen Mörder, um ihre Schwester zu retten, und kommt dabei einer Verschwörung auf die Schliche) am Ende so manche Frage unbeantwortet lässt und schnell in der Erinnerung verblasst.

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Avatar GothofCookie
GothofCookie
#1 | 15. Jan 2009, 20:44
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Sven58
Sven58
#2 | 15. Jan 2009, 20:45
Immer dieses auf dem Game und der Story herumgehacke... Das Ding ist einmalig sowas hat die Welt der Games noch nie gesehen. Wer Parkour mag wird ME lieben.

Erinnnert mich an bisschen an den Test zu Dark Messiah... beide Spiele von Gamestar sowas von unterbewertet. Bei ME geht es noch mehr als 85 ist es wirklich nicht aber ebenso wie Dark Messiah bis Dato vom Gameplay unübertroffen. Und beide Spiele spielen sich mit Maus und Tastatur 10 mal so gut da könnt ihr erzählen was ihr wollt.
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Petra Schmitz
#3 | 15. Jan 2009, 21:09
Zitat von Sven58:
Erinnnert mich an bisschen an den Test zu Dark Messiah... beide Spiele von Gamestar sowas von unterbewertet.

Äh, bitte was? Dark Messiah hat von uns 'ne 90 bekommen.
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GothofCookie
#4 | 15. Jan 2009, 21:20
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Petra Schmitz
#5 | 15. Jan 2009, 21:25
Zitat von K(r)ampfkrapfen:
udn is das n zufall das Petra ALLE akrobatik spiele testet? ^^

Nun ja, bei ME waren es Christian S., Daniel M., Rene H. und ich. :D
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St@lker
#6 | 15. Jan 2009, 21:27
Guter Test, sagt in etwas das, was auch bei der 360 Version zu bemängeln ist.
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UnLimiTeD
#7 | 15. Jan 2009, 21:38
TOTAL UNTERBEWERTET!
WEIL DAS JA KLAR IST!

Schöner Test, für 30€ oder so würd ichs mir vielleicht holen, aber so ist der Kinobesuch(das hab ich seit 2 Jahren nicht mehr gemacht) wohl die bessere Alternative, dauert auch nur einen Abend.
Schade eigendlich, aber wie Yatzee schon sagte, es ist nicht gut, aber es ist ein Experiment, und es ist schön, Teil des Fortschritts gewesen zu sein.
Wer weis, in nem halben Jahr?
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Avatar katerkruemel
katerkruemel
#8 | 15. Jan 2009, 21:40
also ich finds bisher klasse (mal von den anfänglichen abstürzen abgesehen).
irgendwie hatte ich schon vorher ein gutes gefühl dabei, weil mich die art und weise wie man spielt an TB:anniversary oder portal erinnert und das ist heute noch eins meiner absoluten lieblingsspiele.
und zum glück hat sich diese vermutung bewahrheitet. es kommt weniger drauf gut schießen zu müssen oder besondere skills zu erreichen (so vergleichsweise wie oblivion oder fallout 3). lässt sich schwer beschreiben, aber das zusammenspiel aus umgebungsdesign, musik und ablauf erzeugen meiner meinung nach ein stimmung, die bisher nur ganz wenige spiele erreicht haben!
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Avatar Petra Schmitz
Petra Schmitz
#9 | 15. Jan 2009, 21:43
Zitat von katerkruemel:
... aber das zusammenspiel aus umgebungsdesign, musik und ablauf erzeugen meiner meinung nach ein stimmung, die bisher nur ganz wenige spiele erreicht haben!


Vollste Zustimmung!
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Avatar 0cel0t
0cel0t
#10 | 15. Jan 2009, 21:44
Zitat von Petra Schmitz:
Zitat von Sven58:
Erinnn ert mich an bisschen an den Test zu Dark Messiah... beide Spiele von Gamestar sowas von unterbewertet.

Äh, bitte was? Dark Messiah hat von uns 'ne 90 bekommen.


? hab ich jetzt auch nich kapiert.Zu ME: Finde das Spielkonzept eigentlich mal richtig mutig aber für mich ist völlig unverständlich wie man die Atmosphäre bzw. die Story verhuntzen konnte.
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