So einige Hersteller haben Smart Glasses als ihr nächstes großes Ding auserkoren. Nach Samsung nud Meta gehört jetzt auch Snap dazu, die sich als Firma hinter dem Bilder-Messenger Snapchat einen Namen gemacht hat.
Nach der Ankündigung vor rund drei Monaten ist die SPECS
getaufte AR-Brille ab sofort vorbestellbar – und zeigt sich in ersten Hands-on-Tests in gleich drei Aspekten als gewaltig.
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Vom Navi bis zur eigenen KI, die mitdenken soll
Wie Snap zum Launch verlauten lässt, soll SPECS ein riesiges Feld an Aufgabenbereichen übernehmen.
Hierzu zählen Navigation, Übersetzung, Unterhaltung, Bildung, Shopping und Produktivität – inklusive Live-Untertiteln für 60 Sprachen und einer drahtlosen Verbindung zum Computer für ein größeres Arbeits-Setup.
Das Unternehmen nennt dazu konkrete Beispiele wie das Casten von Bildschirmen oder dem Filmstreaming auf einer virtuell 115 Zoll großen Leinwand, wie das Unternehmen im Ankündigungstext schreibt.
Dazu kommen Kooperationen mit Drittanbietern, wie Wired berichtet:
- Zusammen mit den US-amerikanischen Profiligen NBA und WNBA soll eine interaktive Basketball-Erfahrung entstehen; ähnliche AR-Trainingshilfen sind dem Bericht zufolge separat auch für Golf und Fußball geplant.
- Über eine HBO-Max-Kooperation lässt sich außerdem eine virtuelle Harry-Potter-Welt heraufbeschwören.
- Ergänzt wird die Brille um »SPECS Intelligence«, eine laut Snap »vorausschauende« KI. Sie soll aus verknüpften Apps ein Verständnis für Alltag und Ziele der Nutzer aufbauen und von sich aus Informationen liefern.
132 Gramm mit spürbaren Grenzen
Beim Gewicht setzt Snap auf zwei Größen, die beide vollständig eigenständig ohne externen Akku aus Schweizer TR90-Kunststoff gefertigt werden:
- Das kleinere 47-Millimeter-Modell wiegt 132 Gramm.
- Die 52-Millimeter-Version bringt 136 Gramm auf die Nase.
In der Praxis macht sich das Gewicht auch direkt bemerkbar. The Verge testete SPECS vor dem Marktstart und kam dabei zu einer zwiegepaltenen Beurteilung.
Auch wenn die Ohren nach einer Weile leicht schmerzten, saß die Brille dem Bericht zufolge überraschend stabil. Mit nur 51 Grad fällt das Sichtfeld indes aber so klein aus, dass digitale Elemente immer wieder aus dem Blick verschwanden – die AR-Illusion litt darunter deutlich. Bei Sonnenschein ließen sich die Grafiken zudem nur schwer erkennen.
Auch die KI-Unterstützung wirkte im The-Verge-Test noch nicht ausgereift: Ein einfacher Sprachbefehl für ein YouTube-Video brauchte demnach rund 15 Sekunden Reaktionszeit und musste teils wiederholt werden.
Brachialer Preis
Aller gewaltigen Dinge sind drei, sodass sich zu Umfang und Gewicht auch der Preis in diese Kategorie einsortiert. Satte 2.200 US-Dollar verlangt Snap für die neue AR-Brille; wer die optionale Lade-Hülle mit Mobilfunk-Anbindung dazubucht, landet sogar bei 2.400 US-Dollar.
Dafür bekommt man wenigstens ein ordentliches Plus an Laufzeit, wie Snap verspricht: Allein kommen die SPECS auf bis zu vier Stunden (bei gemischter Nutzung), die Lade-Hülle liefert unterwegs vier weitere Ladungen für insgesamt bis zu 20 Stunden.

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