Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-Abo
4,99€

pro Monat

12 Monate

Günstigster Preis
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Quartals-Abo
5,99€

pro Monat

3 Monate

14% gegenüber Flexi-Abo sparen
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Flexi-Abo
6,99€

pro Monat

1 Monat

Monatlich kündbar
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's

Inhaltsverzeichnis
1
2
3
4

Der Siegeszug der CD-ROM begann mit einem großen Missverständnis

1985 begann die Ablösung der Diskette durch die CD-ROM. Bis Spieler davon profitierten, dauerte es jedoch, weil die CD keine Software speichern sollte – sondern Bücher.

von Henner Thomsen,
02.01.2021 05:00 Uhr

  • Gehört ihr zur reiferen Generation PC-Spieler, die schon etwas länger am heimischen Computer zocken?
  • Dann erinnert ihr euch bestimmt noch gut an die Zeiten, als Spiele auf CDs erschienen.
  • Vor 35 Jahren wurde die CD-ROM als Diskettenersatz eingeführt. Doch bis sie mit Star Wars: Rebel Assault ihren Siegeszug antrat, sollte es noch einige Zeit dauern, denn das Massenspeichermedium wurde jahrelang auf tragische Weise missverstanden.

Darth Vader und Star Wars: Rebel Assault verhelfen der CD-ROM zum Durchbruch. Doch bis es soweit war, hatte das Speichermedium einen beschwerlichen Weg vor sich. Darth Vader und Star Wars: Rebel Assault verhelfen der CD-ROM zum Durchbruch. Doch bis es soweit war, hatte das Speichermedium einen beschwerlichen Weg vor sich.

Erst verschwanden die großen Enzyklopädien. Der Brockhaus, die Britannica. Dann traf es einfache Bücher, Fachliteratur und Romane, gebunden und als Taschenbuch. Schließlich gingen auch sämtliche Zeitungen und Magazine ein, das Sonntagsblatt, die Spielezeitschrift. Schuld war ein neues Medium, welches das gedruckte Wort ablöste: ein Medium namens CD-ROM.

Nun ja. Zumindest stellte man sich die Zukunft so vor, als vor 35 Jahren die CD für den PC debütierte: Die Branche glaubte, Texte auf CD würden den Buchdruck ablösen. Sie lag falsch. Heute ist die CD selbst obsolet geworden, doch gedruckte Werke gibt es immer noch, mit Ausnahme der Enzyklopädien und des IKEA-Katalogs. Dabei hat die CD-ROM tatsächlich ein steinzeitliches Medium abgelöst - aber nicht das Buch, sondern die Diskette. Bis es so weit kam, vergingen jedoch viele Jahre.

Der Autor
Henner Thomsen bringt als Hardware-Experte uralte Spiele-PCs zum Laufen, spielt für euer Amüsement das erste Mal Diablo oder erfreut sich 25 Jahre später an den Freuden der ersten Voodoo-Grafikkarten. Als Urgestein des PC-Spielens kann er sich einen nostalgischen Blick in die Vergangenheit durchaus erlauben.

CD CD
Diskette Diskette

Die 3,5-Zoll-Diskette (links) löst die 5,25-Zoll-Diskette ab und speichert anfangs 360 Kilobyte, später bis zu 1,44 Megabyte. Die ersten Disketten hatten in den Siebzigerjahren noch 8-Zoll-Format. Der silbrige Glanz der CD geht auf die Reflexionsschicht aus Aluminium zurück (rechts). Im Gegensatz zur Schallplatte ist der »Tonabnehmer« hier ein Laser und hat keinen physischen Kontakt zur Oberfläche.

Die digitale Revolution

Gedacht ist die Compact Disc ohnehin für etwas anderes: für Musik. Als Philips und Sony die digitale Scheibe 1982 auf den Markt bringen, soll sie zwei Tonträger beerben: die Schallplatte und die Musikkassette, zwei analoge und wahnsinnig unpraktische Speichermedien. Im Gegensatz zu ihnen muss man die CD weder umdrehen noch zurückspulen, sie ist unempfindlich gegen Staub oder Bandsalat und ja, sie klingt auch besser.

Vor allem bietet sie massenhaft Platz, und das prädestiniert sie auch für eine Aufgabe fernab der Musikwiedergabe: die Speicherung von Computerdaten. 1983 definieren die CD-Entwickler einen entsprechenden Standard, die CD-ROM ist erfunden. Schon im Jahr darauf werden einige obskure Computermodelle damit ausgestattet, 1985 schließlich auch der PC.