Dieser Saugroboter stellt sein eigenes Wischwasser her – ich habe ihn wochenlang nicht nachgefüllt

Der 3i S10 Ultra kann sein eigenes Wasser reinigen und sogar aus der Luft ziehen. Ich habe den Saug- und Wischroboter ausprobiert – und im Test herausgefunden, welche Kompromisse ihr dafür eingehen müsst.

Der 3i S10 UItra kommt in der richtigen Umgebung beinahe ohne Wasser aus. Ich habe den innovativen Saug- und Wischroboter getestet. Der 3i S10 UItra kommt in der richtigen Umgebung beinahe ohne Wasser aus. Ich habe den innovativen Saug- und Wischroboter getestet.

Stellt euch vor, ihr müsstet nie wieder den Wassertank eures Saugroboters nachfüllen oder das stinkende Schmutzwasser ausleeren. Das ist das kühne Versprechen des 3i S10 Ultra; dem Premium-Modell eines Herstellers, von dem ihr vermutlich noch nie gehört habt.

Das solltet ihr aber. Denn dieser Saug- und Wischroboter kann nicht nur sein eigenes Schmutzwasser zur Wiederverwendung saubermachen, sondern wie ein Luftentfeuchter sogar Wasser aus der Luft gewinnen.

Ich habe bereits dutzende Saugroboter getestet, aber so etwas habe ich noch nie gehört. Also musste ich das Gerät ausprobieren.

Mein überraschendes Fazit: Es funktioniert tatsächlich – ich habe wochenlang kein Wasser wechseln müssen. Im Test habe ich für diesen Komfortgewinn dafür aber auch einige Kompromisse entdeckt.

Wichtiger Hinweis noch: Es gibt vom 3i S10 Ultra zwei Modelle - eines mit 13.000 Pascal und eines mit 18.000 Pascal Saugkraft. Mein Test bezieht sich auf letzteres Modell. Am Ende gebe ich eine klare Empfehlung, zu welchem ihr greifen solltet.

Transparenzhinweis: Der 3i S10 Ultra wurde mir vom Hersteller für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Er hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Innovations-Tipp
3i S10 Ultra
3i S10 Ultra
Der 3i S10 Ultra ist ein faszinierendes Stück Technik. Das Wasserrecycling und die Gewinnung aus der Luft bieten einen echten Komfortgewinn. Man muss sich wochenlang nicht um das Thema Wasser kümmern. Diesen Luxus erkauft man sich jedoch mit hoher Stationslautstärke, hohem Stromverbrauch und einer gigantischen Baugröße. Die reine Reinigungsleistung sowie die Hinderniserkennung sind solide, aber nicht auf Topniveau. Für Nutzer, deren Haupt-Pain-Point das ständige Wasserwechseln ist, ist der 3i S10 Ultra aber durchaus ein Game Changer.
  • Hoher Komfort durch innovatives Wassersystem
  • Kein stinkender Schmutzwassertank
  • Gute Kantenreinigung
  • Solide Saug- und Wischleistung
  • Sehr gute Hinderniserkennung
  • Sehr übersichtliche, intuitive App
  • Extrem große Station
  • Hoher Stromverbrauch bei Wassergewinnung
  • Schwach bei eingetrockneten Flecken
  • Hohe Lautstärke von Station & Roboter
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Wissenswertes zum Test
So habe ich getestet

Ich habe den 3i S10 Ultra vier Wochen lang in der oberen Etage meines Einfamilienhauses auf die Probe gestellt, um seine Alltags-Performance zu bewerten.

Schwellen: Da meine Umgebung keine Türschwellen hat, teste ich sie mithilfe eines in der Höhe verstellbaren Hindernisses.

Testumgebung: 35 m² Reinigungsfläche.

Böden: Hauptsächlich Fliesen und PVC sowie niedrigflorige Teppiche.

Besondere Herausforderungen: Haushalt mit einem 5-jährigen Kind (Krümel, Spielzeug) und einer Katze.

Saugleistung: Für die Bewertung der Saugleistung habe ich jeweils einen Esslöffel Mehl, Haferflocken sowie Katzentrockenfutter verteilt. Darüber hinaus habe ich jeweils eine Handvoll Katzenhaare auf Fliesen und Teppich drapiert.

Wischleistung: Für die Bewertung der Wischleistung habe ich jeweils einen Esslöffel Milch, Saft und Kaffee verteilt und diese in einem zweiten Durchgang eintrocknen lassen.

Spezifikationen

Saugleistung: 13.000 Pa

Navigation: LDS-Laser, AI-Kamera, TOF-Sensor

Hinderniserkennung: Grüne Hindernisbeleuchtung, ca. 100 Objekte

Bürsten: 2 starre Seitenbürsten, verwicklungsfreie Hauptbürste

Wischfunktion: Teleskopisches Mopprollersystem, das sich ausfahren lässt

Reinigungsstation: Integrierter Luftentfeuchter zur Wassergewinnung, automatische Reinigung und Desinfektion des Schmutzwassers, automatische Reinigung und Trocknung der Wischwalze

Maße (Länge x Breite x Höhe): 36,7 cm x 36 cm x 11,2 cm

Gewicht: 5,5 kg 

Preis und Verfügbarkeit

Der 3i S10 Ultra ist bereits seit längerem verfügbar. Es gibt zwei Modelle: Eines mit 13.000 Pascal Saugkraft mit einer UVP von 1.200 Euro und eines mit 18.000 Pascal Saugkraft mit einer UVP von 1.500 Euro. Das günstigere Modell ist bereits zu einem Straßenpreis je nach Anbieterfür ungefähr 900 Euro zu haben.

Lieferumfang & erster Aufbau

Als der Paketbote bei mir klingelte, traute ich meinen Augen kaum: Der Karton ist riesig (und verflucht schwer!) Das liegt vor allem an der gigantischen Station, zu der wir gleich kommen.

Neben der Station und dem Roboter selbst finden sich folgende Teile im Paket:

  • 1x Große Flasche Reinigungsmittel (wird in die Station eingesetzt)
  • 1x Staubbeutel (in der Station vorinstalliert)
  • 1x Kleine Reinigungsbürste

Schade: Ein Ersatz-Staubbeutel oder Ersatz-Filter lagen meinem Testgerät nicht bei. Das sollte bei Saugrobotern jenseits der 800 Euro Standard sein.

Aufbau und Einrichtung sind wie bei den meisten modernen Modellen schnell erledigt: Station an den Strom anschließen und die kostenlose App herunterladen, die euch durch den einfachen Installationsprozess leitet.

Von der Öffnung des Kartons bis zur ersten Kartierungsfahrt vergingen bei mir weniger als 10 Minuten. Die Verbindung mit dem WLAN klappte im Test problemlos.

Aber: Das immense Gewicht der Station sowie die Tatsache, dass keine Griffmulden am Gehäuse vorhanden sind, erschwert die Platzierung. Ihr solltet unbedingt eine zweite Person zum Auspacken und Hinstellen dabeihaben.

Die Station im Detail: Klopper mit innovativer Wassergewinnung

Design & Maße: Wie bereits erwähnt: Die Station ist ein echter Klopper. Mit 60 cm Höhe, 46 cm Breite und 38 cm Tiefe ist sie mit Abstand die größte Station, die ich je im Test hatte. Sie ist riesig, fast schon ein eigenes Möbelstück. Aber seht selbst:

Links: Der 3i S10 Ultra. Rechts: Der Narwal Freo Z10 Ultra (typische Größe eines Saug- + Wischroboters). Links: Der 3i S10 Ultra. Rechts: Der Narwal Freo Z10 Ultra (typische Größe eines Saug- & Wischroboters).

Rein optisch ist sie dabei in ihrem silbernen Finish zwar schlicht, die glänzend-schwarze Oberseite ist aber – genau wie beim Roboter selbst – extrem anfällig für Staub und Mikrokratzer.

Die immensen Ausmaße kommen aber nicht von ungefähr, steckt in der Station doch allerhand beeindruckende Technik.

Zum einen übernimmt sie alle Aufgaben, die man von einem Saugroboter dieser Preisklasse erwartet: Staub im Beutel sammeln, den Roboter laden, den Wassertank im Roboter zum Wischen füllen sowie die Wischwalze reinigen und mit Heißluft trocknen. Auch Reinigungsmittel wird dosiert hinzugegeben.

Zum anderen, und hier kommt die Magie ins Spiel, dient sie als eine Art Wasserwerk. Die Station kann nämlich nicht nur schmutziges Wasser wieder aufbereiten, sondern auch Wasser aus der Luft gewinnen.

Wasserrecycling & -gewinnung erklärt

Wasser-Recycling: Die Station bietet lediglich einen Wassertank. Dieser versorgt den im Roboter integrierten, kleineren Wassertank mit Frischwasser. In der Station wird das Schmutzwasser aus dem Schmutzwassertank des Roboters angesaugt, erhitzt und verdampft.

Der Dampf kondensiert und landet als sauberes, destilliertes Wasser wieder im Wassertank. Übrig bleibt nur eingedickter Schmutz, der getrocknet und in den Staubbeutel befördert wird.

Wasser-Gewinnung: Ein eingebauter Kompressor an der Rückseite (wie bei einem Luftentfeuchter) zieht zusätzlich Feuchtigkeit aus der Raumluft, kondensiert sie und füllt so den Frischwassertank weiter auf. Das ist auch der Grund, warum zwischen der Station und einer Wand bis zu 15 cm Abstand gehalten werden sollen.

Damit das recycelte Wasser frisch bleibt, setzt 3i auf ein antibakterielles System: Ein Silberionen-Modul im Wassertank und ein Kohlenstoff-Stab (Deo-Stab) verhindern aktiv die Bildung von Keimen und Gerüchen.

Nach nur wenigen Stunden hatte ich die ersten Tropfen Wasser aus der Luft gewonnen. Nach nur wenigen Stunden hatte ich die ersten Tropfen Wasser aus der Luft gewonnen.

Im Test funktionierte das beeindruckend gut: Bei zwei Wischvorgängen pro Woche auf 35 m² musste ich in der gesamten Testzeit kein einziges Mal Wasser nachfüllen oder leeren. Ich konnte es anfangs nicht glauben, aber es funktioniert – zumindest dann, wenn ihr eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit besitzt.

Ab welcher Luftfeuchtigkeit der Kompressor arbeiten soll und zu welcher Tageszeit, könnt ihr in der App einstellen. Ihr könnt die Luftentfeuchtung aber auch ganz deaktivieren, wenn ihr sie nicht benötigt oder wollt.

Fancy: Der Wassertank (hier im Bild entnommen) wird von hinten beleuchtet. Fancy: Der Wassertank (hier im Bild entnommen) wird von hinten beleuchtet.

Denn es gibt zwei Haken: Dieser Prozess ist deutlich hörbar (ca. 45 Dezibel aus 2 Metern Entfernung, gemessen mit Apple Watch 7) und sehr energiehungrig. Ich habe zwischen 120 und 300 Watt während der Aufbereitung gemessen.

Günstiger als der Wasserhahn dürfte der Roboter daher nicht sein. Ein Komfortgewinn ist das Wassermanagement aber allemal, immerhin entfällt das ständige Nachfüllen und Entsorgen des stinkenden Dreckwassers (eine Aufgabe, die ich bis heute hasse).

Die Oberseite sah bei mir nicht lange schln aus. Schon nach kurzer Zeit hatte ich tiefe Kratzer. Zudem sammelt sich schnell Staub an. Die Oberseite sah bei mir nicht lange schln aus. Schon nach kurzer Zeit hatte ich tiefe Kratzer. Zudem sammelt sich schnell Staub an.

Der Roboter im Detail: Aufbau, Design & Technik

Design & Maße: Der Roboter selbst ist mit 11,2 cm Höhe ebenfalls kein Zwerg. Er ist damit höher als viele Konkurrenten (z.B. von Dreame oder Roborock) und passt gegebenenfalls nicht unter jedes eurer Möbelstücke.

Die schicke, schwarze Hochglanz-Oberseite zieht Staub an wie ein Magnet. Die Oberschale lässt sich entfernen und gibt den Staubbehälter und -filter im Inneren frei. Zudem befindet sich ein kleiner Schmutzwassertank an der Rückseite, der regelmäßig gereinigt werden sollte.

Aufbau & Technik: An der Unterseite arbeitet ein ausfahrbarer Wischroller, der deutlich gleichmäßiger reinigt als rotierende Wischmopps. Eine Gummiwalze sorgt dafür, dass Haare effektiv entwirrt werden. Der Roboter besitzt zwei Seitenbürsten, die er nicht ausfahren kann. Sie ragen aber weit genug heraus, um den gröbsten Dreck in Ecken aufzunehmen.

Reinigungsleistung in der Praxis: Solide, aber kein Überflieger

Kommen wir nun zum Wichtigsten: dem Reinigungsergebnis. Hier schlägt sich der 3i 10 Ultra insgesamt wacker, mit kleineren Abstrichen. Er erkennt Staubpartikel anhand von grünem Licht (DirtScan-Funktion) und passt seine Routine entsprechend an.

Saugleistung

Hartböden & Teppich Die reine Saugleistung ist durchweg solide. Auf Hartböden hat er sich Mehl, Haferflocken und grobes Katzenfutter ordentlich einverleibt. Auch auf Teppichen machte er eine gute Figur bei Tierhaaren und Katzenstreu. Seine Walze hebt er bei Bedarf um bis zu 7 mm an.

Apropos Tierhaare: Diese ignoriert er im Wischmodus interessanterweise, lediglich im Saug- beziehungsweise Saug-Wisch-Modus inhaliert er sie ein. Selbst dichte Fellbüschel waren für ihn kein Problem.

Kanten- und Eckenreinigung Hier ist er baubedingt nicht so stark wie Konkurrenzmodelle mit ausfahrbarer Seitenbürste wie der Dreame L50 Pro oder Dreame Aqua 10 Ultra Roller. Die beiden Seitenbürsten schieben den Schmutz aber gut zur Mitte. Nur in ganz engen Ecken bleibt, wie bei fast allen Modellen, ein kleiner Rest liegen.

Unterm Strich dürfte das für die meisten Haushalte reichen. Der 3i S10 Ultra ist kein Saug-Weltmeister, der alles restlos in sich hineinfrisst, aber absolut alltagstauglich.

Mit grünem Licht (abschaltbar) kann der 3i S10 Ultra Staub erkennen und seine Routine anpassen. Mit grünem Licht (abschaltbar) kann der 3i S10 Ultra Staub erkennen und seine Routine anpassen.

Wischleistung

Frische Flecken wie Kaffee, Saft oder Milch wischt der Roboter restlos weg. In der App gibt es allerdings keine Funktion, um Flüssigkeiten priorisiert zu reinigen. Milch scheint der kleine Helfer aber gezielt zu erkennen, da er diese aussparte und erst am Ende aufwischte.

Problematischer wird's bei klebrigen Flüssigkeiten, wie etwa Sirup. Hier reicht entweder die Wassermenge oder der Anpressdruck der Walze nicht aus, um alles restlos zu beseitigen.

Das gilt auch für eingetrocknete Flüssigkeiten: Selbst nach mehrmaligem Überfahren blieb ein Fleck zurück. Das ist die große, wenn auch einzige Schwäche des Modells. Für die meisten Haushalte dürfte das nicht ins Gewicht fallen. Wer jedoch Kinder oder Haustiere besitzt, sollte sich gegebenenfalls nach einer Alternative umschauen.

Die Wischwalze kann aufgefahren werden, um Kanten besser zu reinigen. Die Wischwalze kann aufgefahren werden, um Kanten besser zu reinigen.

Der 3i S10 Ultra navigiert mit einer Kombination aus LiDAR, Kamera KI, was in der Praxis überwiegend sehr gut funktioniert. Der Roboter fährt sehr systematische Bahnen und touchiert Hindernisse nur selten.

Die KI-Hinderniserkennung ist sehr gut:

  • Spielzeug: Kleine Spielzeug-Autos wurden zu 90 % erkannt, nur selten leicht mitgeschleift.
  • Schuhe & Stromkabel: Wurden im Test zu 100 % zuverlässig erkannt und umfahren.
  • Komplexe Bereiche (z.B. Stuhlbeine): Er reinigt sehr gründlich und souverän zwischen den Beinen.
  • Treppen werden zuverlässig erkannt.

Abstriche gibt's bei Türschwellen: Hier zeigte er eine klare Schwäche. Unsere 2 cm hohe Schwelle war für ihn bereits problematisch. Er brauchte oft mehrere Anläufe, eher er sich mühsam hinüber hievte. Für Haushalte mit höheren Schwellen ist er definitiv nicht geeignet. Dabei schaffen die Geräte von Dreame, Mova oder Roborock bereits bis zu 6 cm hohe Schwellen.

Ebenfalls auffällig: Während er Teppiche und Vorleger zuverlässig erkannte, schleifte er stets meine kleine Gummimatte unter unseren Katzentrinknapf mit:

Der Roboter verleibte sich meine Gummimatte ein und schleifte sie bis zur Station. Der Roboter verleibte sich meine Gummimatte ein und schleifte sie bis zur Station.

App & smarte Funktionen

Die 3i Robot-App ist aufgeräumt, intuitiv und bietet allerhand Einstellungen. Man kann Mehr-Etagen-Karten speichern und alle üblichen Zonen und Sperrgebiete anlegen. Die Grundeinstellungen zur Reinigung, Haustiererkennung, Teppichvermeidung und Hinderniserkennung sind vorhanden.

Mein Highlight ist, wie bereits erwähnt, die Detail-Kontrolle über das Wassergewinnungssystem: Man kann Zeitpläne festlegen, wann die Station Wasser generieren darf (z.B. nur tagsüber, wenn man nicht da ist) und eine Mindest-Luftfeuchtigkeit (z.B. 50 %) einstellen, ab der das System überhaupt erst anspringen soll.

Im Vergleich zu direkten Konkurrenten in dieser Preisklasse fehlen jedoch einige Detailfunktionen: So gibt es keine Möglichkeit, eine gezielte Fleckenreinigung für einen kleinen Bereich zu starten. Auch die Einstellungen für die Wartung sind limitiert – man kann beispielsweise nicht die Dauer oder Lufttemperatur der Walzentrocknung manuell anpassen, sondern muss sich auf die Automatik verlassen.

Ein genauer Blick auf den Datenschutz

Da das Gerät über eine Kamera verfügt und Kartendaten in der Cloud speichert, ist dieser Punkt besonders heikel. Der Hersteller wirbt aktiv damit, dass der 3i S10 Ultra vom TÜV Rheinland zertifiziert ist (nach dem IoT-Standard ETSI EN 303 645).

Das ist ein starkes Argument und soll versichern, dass die Datenübertragung und Speicherung nach hohen globalen Standards für Cybersicherheit und Datenschutz abgesichert ist.

Der Haken: In den Einstellungen könnt ihr der Übermittlung von Kartendaten zwar widersprechen. Macht ihr das, verliert ihr aber elementare Funktionen wie die Zonen- und Raumreinigung in der App. Ihr könnt dann quasi nur noch die ganze Wohnung am Stück reinigen lassen. Immerhin: Die KI-Hinderniserkennung funktioniert ohne Speicherung von Bildern.

Konto-Zwang: Ein Benutzerkonto ist für die Nutzung der App zwingend erforderlich.

Video-Funktion: Der Video-Haushälter (Live-Bild) muss aktiv von euch eingeschaltet werden und ist standardmäßig deaktiviert. Die Übertragung erfolgt laut 3i verschlüsselt.

Speicherort: Die Server stehen laut Erklärung in der Volksrepublik China.

Fazit Datenschutz: Die App bietet Transparenz, erkauft diese aber mit einem klaren Ganz oder gar nicht-Prinzip. Wer smarte Zonenreinigung will, muss seine Kartendaten in die Cloud nach China schicken.

Wartung

Dank des Wassergewinnungssystems ist die Wartung auf der Wasserseite sehr gering. Das ist ein riesiger Pluspunkt. Der Staubbeutel in der Station muss je nach Nutzung alle paar Monate gewechselt werden. Die Bürsten und Filter am Roboter sind leicht zugänglich und zu reinigen.

Allerdings sammelt sich sowohl in der Station als auch im Schmutzwassertank des Roboters Dreck. Zudem bleiben an der Gummiwalze Haare haften, die ebenfalls regelmäßig entfernt werden müssen. Hier ist der 3i S10 Ultra nicht ganz so pflegeleicht wie andere Topmodelle, zumal die Wischwalze nicht mit heißem Wasser gesäubert wird.

Man muss also selbst entscheiden, ob man lieber einen integrierten Luftentfeuchter inklusive Komfort beim Wassermanagement möchte, oder eine bessere Selbstreinigung bevorzugt.

Was mir sonst noch aufgefallen ist

  • Lautstärke Roboter: Der Roboter selbst ist beim Saugen auf normaler Stufe recht laut: über 64 Dezibel aus 2 Metern Entfernung (gemessen mit Apple Watch 7).
  • Tasten an der Station: Für eine schnellere Bedienung befinden sich drei Tasten an der Oberseite der Station.

Praktisch: Tasten an der Station erlauben die schnelle Reinigung und Leerung. Praktisch: Tasten an der Station erlauben die schnelle Reinigung und Leerung.

Fazit: Für wen lohnt sich der 3i S10 Ultra?

Der 3i S10 Ultra ist ein Roboter für eine spitze Zielgruppe: Technik-Fans, die den maximalen Komfort suchen und bereit sind, dafür Kompromisse bei Platzbedarf, Lautstärke und Stromverbrauch einzugehen.

Das Wassersystem ist keine Spielerei, sondern funktioniert – das lästige Hantieren mit den Wassertanks entfällt komplett. Die Reinigungsleistung ist dabei solide, aber nicht herausragend.

Noch einmal der Hinweis: Es gibt zwei Modelle - eines mit 13.000 Pascal Saugkraft mit einer UVP von 1.200 Euro und eines mit 18.000 Pascal Saugkraft mit einer UVP von 1.500 Euro. Ich rate euch auf jeden Fall zum günstigeren Modell. Die 13.000 Pa reichen fürs Gröbste locker aus – der saftige Aufpreis für 5.000 Pa mehr lohnt sich in meinen Augen nicht, zumal das etwas schäwchere Modell bereits für unter 1.000 Euro zu haben ist.

Der 3i S10 Ultra lohnt sich für euch, wenn...

  • ...ihr es hasst, Frischwasser nachzufüllen und Schmutzwasser zu leeren.
  • ...ihr Technik-Fans seid, die ein innovatives Produkt ausprobieren möchten.
  • ...ihr eine hohe Luftfeuchtigkeit in eurer Wohnung habt und ohnehin einen Entfeuchter benötigt.

Schaut lieber nach einer Alternative, wenn...

  • ...ihr empfindlich auf laute Geräusche reagiert.
  • ...ihr auf einen möglichst geringen Stromverbrauch achtet.
  • ...ihr die beste Wischleistung für eingetrocknete Flecken sucht.
  • ...ihr Türschwellen habt, die 2 cm oder höher sind.

Alternativen zum 3i S10 Ultra

Wenn es um die reine Saug- und Wischleistung geht, gibt es zahlreiche Alternativen, darunter den Dreame L50 Pro Ultra, Ecovacs X11 OmniCyclone oder Narwal Freo Z10 Ultra.

Für einen einen detaillierten Überblick schaut ihr am besten in unsere Kaufberatung der besten Saug- und Wischroboter in jeder Preisklasse.

Dreame L40S Pro Ultra
Unser Top-Tipp 2026!
Dreame L40S Pro Ultra
Rundum-Glücklich-Paket!
Der Dreame L40S Pro Ultra ist das neueste Modell hier. Er kommt mit rotierenden Mopps und extrem hoher Saugleistung. Kanten sind bis 4cm drin. Nur der Laserturm ist nicht einfahrbar
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  • Hervorragend gegen Tierhaare
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  • 4cm nur bei zwei Kanten
ab 569 €
Ecovacs T80 Omni
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Ecovacs T80 Omni
Die Wischfunktion ist Goldstandard!
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Mova P50 Ultra
Der Geheimtipp
Mova P50 Ultra
Wie Dreame, nur günstiger
Mova ist ein Tochterunternehmen von Dreame: Die Technik ist fast identisch. Der P50 Ultra ist ein bockstarker Saugroboter wie der Dreame X40 - nur eben günstiger.
  • Extrem hohe Saugleistung (19.000 Pa)
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  • Richtig starker Preis!
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  • Gelgentlich Kartierungs-Probleme
ab 499 €
Narwal Freo Z Ultra
Die stylische Alterntive
Narwal Freo Z Ultra
Reinigt auf Fußleisten
Der Freo Z ist auf seine Art und Weise einzigartig, nicht nur im Design. Ein Highlight ist der "Staubwedel" für Möbeloberkanten und Fußleisten. Für den Preis ein Preis-Leistungs-Tipp
  • Starke Alternative mit Top-Features
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  • Gute Selbstreinigung
  • Gute Reinigungsleistung
  • Teils Probleme bei Kartierung
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ab 511 €
Roborock Qrevo Curv S5X
Roborock Preis-Tipp
Roborock Qrevo Curv S5X
Einfach stabil
Der relativ neue Qrevo Curv S5X ist eine günstiger Variante des beliebten Modells - und in meinen Augen sogar ein besserer Tipp als der neue und deutlich teurere Qrevo Curv 2 Pro
  • Sehr gute und durchdachte App
  • Gute Kantenreinigung
  • Gute Navigation
  • Gut gegen Tierhaare
  • In allem gut, in nichts herausragend
  • Kein Eeinfahrbarer Laserturm
ab 549 €

Der i3 S10 Ultra hat mich nachhaltig beeindruckt. Die Wasseraufbereitung und -gewinnung funktioniert wie versprochen und das Gerät ersetzt einen Luftentfeuchter.

Bei der Reinigungsleistung ist er solide und für viele Haushalte geeignet. Im Vergleich zur starken Konkurrenz muss er sich aber bei Wischergebnissen und App-Funktionalitäten geschlagen geben.

Wie seht ihr das? Ist euch das innovative Wassersystem eine Anschaffung wert? Schreibt es mir in die Kommentare!

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