Zur Zeit der Corona-Lockdowns fingen etliche Leute an, Brot zu backen und sämtliche Mehlregale leerzukaufen. Virgilio hingegen wurde schnell klar, dass er den Rest seiner Tage keineswegs eingesperrt in einer kleinen Wohnung in Oviedo verbringen wollte.
Eine verfallene Steinhütte in den Bergen Asturiens, an der er früher oft vorbeigekommen war, sollte sein künftiges Zuhause werden. Ohne jegliche Vorkenntnisse im Maurerhandwerk stürzte er sich ins Abenteuer.
Für gerade einmal 3.000 Euro kaufte er die Ruine. Sein Ziel: die alten Steinmauern restaurieren und mit Wissen aus Online-Anleitungen Schritt für Schritt ein zweites Stockwerk errichten – inklusive der Lektion, wie er überhaupt seinen ersten Zement anrührt.
Doch dass sein Projekt im Netz bekannt wurde, lag an einem ganz anderen Fund: Virgilio stieß im Boden auf einen fast 300 Jahre alten Maravedí aus der Epoche Philipps V.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite 3djuegos und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
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Im Dienste der Wissenschaft: Massenhaft schwarze Bälle werden in ein Wasserreservoir geschüttet
Eine fast 300 Jahre alte Münze unter den Dielen
Um die Beschaffenheit des Bodens und die Fundamente zu prüfen, durchsuchte er das Gebäude mit einem Metalldetektor – und entdeckte das historische Geldstück.
Wie lange die Münze dort unbemerkt im Erdreich gelegen hatte, ist unklar. Fachleute datieren ihre Prägung auf etwa 1740, was ihr eine Geschichte von rund 286 Jahren verleiht.
Der Vorbesitzer hatte Virgilio beim Verkauf die Hintergründe des Gebäudes erklärt:
- Es handelte sich um eine Braña – eine traditionelle Almhütte, die Viehhaltende früher in den Sommermonaten nutzten und die mit der Zeit vielerorts verfielen.
- Mehrere Generationen derselben Familie lebten einst dort, bis die Hütte aufgegeben wurde und das raue asturische Bergwetter der historischen Bausubstanz schwer zusetzte.
Der Wert der Münze damals und heute
Laut dem KI-Tool Claude entsprachen damals 34 Maravedís einem Real und 512 Maravedís einem Peso. Im Vergleich mit heutiger Kaufkraft soll das ungefähr 60 Cent bis ein Euro entsprechen. Üblich waren Kupfermünzen zu zwei und vier Maravedís.
Wie viel eine solche Münze heute als Sammlerstück wert ist, kommt auf ihren Zustand an. Ist er schlecht, liegen wir laut Claude im Bereich von fünf bis 25 Euro. Gut erhaltene oder seltene Prägungen können aber auch hohe dreistellige Summen erzielen.
Wie es mit der Hütte weitergeht
Sechs Jahre nach dem Kauf ist Virgilio noch weit von der Fertigstellung entfernt. Sein Ziel bleibt unverändert: Die verlassene Hütte soll zu einem autarken Haus mit Solarmodulen, Regenwassernutzung und Holzheizung werden.
Doch behördliche Genehmigungen, zwischenzeitliche Verletzungen und die enormen Strapazen einer Baustelle mitten im Hochgebirge sorgen dafür, dass das Vorhaben Geduld verlangt.
Aufgeben kommt für ihn dennoch nicht infrage. Virgilio hält fest an seinem Entschluss, dieses Stück Geschichte wiederzubeleben. Während unzählige verlassene Steingebäude endgültig von der Natur überwuchert werden, beweist sein Projekt, dass jahrhundertealte Mauern eine zweite Chance erhalten können.


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