Am 30. September 2025 hat Amazon sein alljährliches »Devices & Services Event« in New York abgehalten. Zahlreiche der Produktgruppen haben hier eine Auffrischung oder Neuzugänge erhalten – die wichtigsten Amazon-Vorstellungen findet ihr hier im Schnelldurchlauf.
Echo-Lautsprecher und -Displays: »Alexa+« im Vordergrund
Den Anfang macht die Echo-Familie, bei der die wichtigsten Vertreter des Portfolios allesamt eine Auffrischung erhalten.
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Der neue Echo Dot Max positioniert sich laut Amazon als »kraftvolle« Alternative zum Standard-Modell und bietet demzufolge fast dreimal mehr Bass als sein Vorgänger. Amazon hat dabei das Design komplett überarbeitet und integriert den Lautsprecher direkt ins Gehäuse, was einen volleren Klang ermöglichen soll.
Der Echo Studio schrumpft hingegen um 40 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell, behält aber seine Premium-Sound-Ambitionen bei.
- Mit 3D-Audio und Dolby Atmos-Unterstützung zielt Amazon auf Nutzer ab, die Surround-Sound ohne separate Anlage wünschen.
- Besonders hervorgehoben wird die neue »Alexa Heimkino«-Funktion, die bis zu fünf der Echo Dot Max und Studio zu einem 5.1-System verbinden kann.
Bei den Echo Show-Modellen setzt Amazon auf eine »verbesserte Display-Technologie mit In-Cell-Touch« und erweiterten Betrachtungswinkeln. Die neuen 13-Megapixel-Kameras und nach vorne gerichteten Stereo-Lautsprecher sollen die Geräte als Multimedia-Zentrale etablieren.
Technisch basieren alle neuen Echo-Geräte auf Amazons eigenen AZ3- und AZ3-Pro-Chips, die Unternehmensangaben zufolge speziell für KI-Verarbeitung entwickelt wurden.
Diese sollen nicht nur die Spracherkennung um 50 Prozent zuverlässiger machen, sondern auch die Grundlage für die angekündigte Alexa+-Plattform bilden. Die neue »Omnisense«-Technologie fusioniert laut Amazon die Daten verschiedener verbauter Sensoren – von Kameras über Ultraschall bis hin zu WLAN-Radar –, um kontextuelle KI-Erlebnisse zu ermöglichen.
Die vier neuen Echo-Geräte sind ab sofort für nachfolgende Preise vorbestellbar; geliefert wird ab dem 29. Oktober 2025 – mit Ausnahme der beiden Show-Displays, die erst ab 12. November an den Start gehen.
- Echo Dot Max: 110 Euro
- Echo Studio: 240 Euro
- Echo Show 8: 200 Euro
- Echo Show 11: 240 Euro
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Fire TV: Günstigere 4K-Option und »OmniSense«
Im TV-Bereich gibt es eine Überarbeitung der »Fire TV Omni«-Serie zu sehen. Amazon spricht hier von einem »60 Prozent helleren Bildschirm mit doppelt so vielen lokalen Dimming-Zonen«, bleibt aber konkrete Werte schuldig.
- Immerhin wird das Feature-Set genauer beschrieben: Neben Dolby Vision unterstützt der in 50, 55, 65 und 75 Zoll erhältliche Fire TV Omni auch das HDR10+-Format. Preislich geht es bei 700 Euro los.
- Zudem bewirbt Amazon auch hier die »OmniSense«-Funktion: Im Fall der Fernseher schalten diese sich automatisch ein, wenn sich Nutzer nähern, und passen die Farben an die Raumbeleuchtung an.
Bei den Streaming-Sticks führt Amazon indes den »Fire TV Stick 4K Select« ein, der mit einer UVP von 55 Euro als preiswerteste 4K-Option im Sortiment gepriesen wird. Der große Unterschied zu den Amazon-Alternativen: Erstmals rücken die Entwickler vom bisherigen Betriebssystem auf Android-Basis ab. Stattdessen kommt mit »Vega OS« ein neues System auf Linux-Basis zum Einsatz.
Ring-Überwachungskameras setzen auf 4K und KI
Ring erweitert sein Portfolio um die »Retinal 4K Vision«-Serie, die erstmals beim Hersteller 4K-Auflösung mit zehnfachem Zoom kombiniert.
Hierzu zählen die neuen Floodlight Cam Pro (280 Euro) und Wired Video Doorbell Pro (250 Euro), die zusätzlich dazu mit Low-Light-Funktionen für Farbaufnahmen ohne zusätzliche Beleuchtung auftrumpfen wolle.
- Sämtliche Ring-Geräte erhalten mit der »Ring Smart Video Search« zudem eine neue Funktion, die eine »KI-gestützte Videosuche in natürlicher Sprache« verspricht. So könnt ihr etwa nach »rotem Auto« oder »Person mit Hund« suchen, ohne stundenlang Aufnahmen durchforsten zu müssen und bekommt laut Amazon das passende Ergebnis.
- Der Haken: Hierfür ist ein Premium-Abonnement notwendig, das wahlweise mit 20 Euro monatlich oder 200 Euro jährlich zu Buche schlägt.
Ergänzt wird das neue Portfolio an Überwachungskameras durch die ungewöhnlich wirkende »Blink Arc«. Hierbei handelt es sich um ein System für die ebenfalls vorgestellte »Blink Mini 2K+«, mit dem ihr eine Dual-Kamera mit 180-Grad-Panoramablick erhaltet. Der Kostenpunkt für das Gesamtpaket liegt bei 100 Euro; eine einzelne Mini 2K+ liegt bei 45 Euro.
Kindle Scribe: Ins E-Paper kommt jetzt Farbe
Abgerundet werden die Neuankündigungen durch neue Kindle-Scribe-Geräte. So wurde das Standard-Modell insbesondere auf haptischer Ebene überarbeitet und auf eine Dicke von 5,4 Millimeter reduziert.
- Dafür geht es in der Diagonale nach oben: Statt 10,2 Zoll kann der neue Kindle Scribe mit 11 Zoll aufwarten. Die Oberfläche selbst erhält indes eine neue Struktur, mit der sich ein Schreibgefühl wie auf Papier einstellen soll.
- Zeitgleich will Amazon 40 Prozent schneller als bei der Vorgängergeneration sein. Hierfür steht ein namenloser Quad-Core-Prozessor mit mehr Arbeitsspeicher (Kapazität unbekannt) in der Verantwortung.
Amazon springt zudem auf den Zug der farbigen E-Paper auf und liefert den Kindle Scribe nun auch in einer Colorsoft-Variante aus. Die zugehörige Display-Technologie nutzt laut dem Unternehmen Farbfilter und spezielle Nitrid-LEDs, mit denen die Farbdarstellung möglichst lebendig erfolgen soll.
Die Preise für die neuen E-Paper liegen bei 520 Euro für den Kindle Scribe sowie 650 Euro für die Colorsoft-Version. Das »reguläre« Modell lässt sich zudem auch ohne das Frontlicht für 450 Euro erwerben. Ein Lieferdatum nennt der Hersteller allerdings zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung nicht.
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