Drei Monate Plus im ersten Jahr sparen!

Drei Monate Plus im ersten Jahr sparen!

»Keine Garantie« - Der Chefentwickler von Star Citizen hat mit GTA 6 jetzt schon eine Ausrede, falls Squadron 42 dieses Jahr doch nicht erscheint

Entwickler legt in einem Interview die Pläne für das Scifi-Mammutprojekt offen. GTA 6 scheint dabei einen großen Einfluss zu haben.

Auch der Story-Kampagne von Star Citizen sitzt der Release von GTA 6 im Nacken. Auch der Story-Kampagne von Star Citizen sitzt der Release von GTA 6 im Nacken.

Schon Mitte letzten Jahres hat Star Citizens Chef-Entwickler Chris Roberts die Singleplayer-Kampagne des Mammuts-Projekt neben ein weiteres Mammut-Projekt gestellt. Squadron 42 soll gleich hinter GTA 6 der wichtigste Release des Jahres 2026 werden.

Diese Nähe bezieht er aber nicht nur auf die Größenordnung beider Titel, sondern auch auf den Release selbst. Eine Nähe, die nicht nur Vorteile hat.

Der Star-Citizen-Chef will sich nicht festlegen

In einem Gespräch mit Edmond Tran von This Week In Videogames packt Roberts über den Entwicklungsstand von Star Citizen und Squadron 42 aus. Natürlich wird er hier als erstes gefragt, wann das Sci-Fi-Spektakel denn erscheinen soll. Für den 1.0-Release des Hauptspiels steht weiterhin noch gar nichts fest.

Derzeit befindet sich das Spiel, für das unzählige Backer fast eine Milliarde US-Dollar hingeblättert haben, nach wie vor im Early Access, und das bereits seit 14 Jahren. Aber zumindest für die Story-Kampagne ist ein Ende in Sicht.

Wir werden Squadron zuerst veröffentlichen … der Plan sieht das Ende dieses Jahres vor, aber es gibt da eine bestimmte Sache in der Branche, auf die wir – wie alle anderen auch – achten müssen, daher kann ich das nicht zu 100 Prozent garantieren. Danach werden wir die Version 1.0 herausbringen.

Damit deutet er unmissverständlich auf Rockstars GTA-6-Release hin, der ihm jetzt wohl doch ein paar Sorgenfältchen auf die Stirn treibt.

Video starten 2:10 Der kurze Trailer zu Squadron 42 sieht spannender aus als die einstündige Schlacht davor

Im weiteren Verlauf des Gesprächs kommt Roberts schließlich auf den Wandel der Gaming-Branche zu sprechen. Da er selbst bereits seit den 1980ern als Entwickler arbeitet, hat er einen großen Teil der Videospielgeschichte auch aus dieser Perspektive miterlebt.

Damals habe er Spiele wie Wing Commander noch innerhalb von 18 Monaten mit einem Team aus nur zehn Kollegen entwickelt und es wurde veröffentlicht, sobald es fertig war. Bei Projekten wie Star Citizen ist das heute undenkbar.

Cloud Imperium Games, das Studio dahinter, bestehe mittlerweile aus 1.000 Entwicklern, die über die ganze Welt verstreut seien. Seit 2016 veröffentlicht es immer wieder neue spielbare Versionen der Weltraum-Simulation. Ein Spiel mit diesem Ausmaß hinter verschlossenen Türen zu bauen, kann sich Roberts nicht vorstellen.

Gleichzeitig sei die Erwartungshaltung der Spielerinnen und Spieler eine große Herausforderung.

Sie wollen ein hohes Maß an Detailtreue, Simulations- und Renderleistung sowie eine deutlich größere Spieltiefe als man sie vor zehn bis 20 Jahren erwartet hätte.

Diese Erwartungshaltung sei letzten Endes auch einer der Gründe, weshalb Spiele wie GTA so gut bei den Leuten ankommen. »[Es] ist die unglaubliche Liebe zum Detail. Wenn man als Spieler das Spiel spielt, hält es einen einfach in dieser Welt gefangen. Es zieht einen gewissermaßen in seinen Bann. Und je mehr man davon eingenommen wird, desto intensiver wird das Erlebnis meiner Meinung nach.«

Für Star Citizen heißt das wohl, dass noch einiges passieren muss. Während die Simulation laut Roberts auch nach dem 1.0-Release noch weiter wachsen wird, stehen vorher erst einmal die Basics aus. Am Ende soll eine Planetensimulation stehen, die physikalisch akkurat erscheint.