»Gooseman« nimmt kein Blatt vor den Mund: Der Mit-Erfinder und Game Designer von Counter-Strike teilte in einem Interview mit Thunderpick seine Meinung zu den großen Shooter-Publishern EA und Activision. Das heißt aber nicht, dass er deren Spiele nicht persönlich genießt. An Battlefield würde er sogar gern selbst arbeiten.
Was Counter-Strike zum Erfolg verhalf
Die Reihe Counter-Strike wird dieses Jahr 26 – und führt mit Counter-Strike 2 zuverlässig die meistgespielten Titel auf Steam an. Dass die Marke so lange überlebt hat, überraschte auch »Gooseman« (der eigentlich Minh Le heißt). Er hat das Entwicklerteam 2006 verlassen, weil er gern mehr Neues gewagt hätte. Eine Entscheidung, die ihn Millionen US-Dollar gekostet hat. Heute sagt er, Valves konservativer Weg war richtig:
Ich denke, es ist gut, dass sich nicht viel [an Counter-Strike] geändert hat, denn das ist der Grund, warum es heute noch so beliebt ist. Ich glaube, es ist wirklich ausschlaggebend für den Erfolg, dass die Leute nach 25 Jahren im Grunde das gleiche spielen können und sich sofort zurechtfinden. (...) Wäre Counter-Strike von einem AAA-Studio wie EA oder Activision geführt worden, hätte es auf keinen Fall so lange überlebt.
Wenn er eine Änderung in Counter-Strike einführen dürfte, dann würde er eine begrenzte Anzahl von jedem Waffentyp erlauben: »Es wäre vielleicht interessant, dass Waffen mal ausverkauft sind, wenn man zu viele davon kauft. Vielleicht darf ein Team nut 20 AK-47 pro Match kaufen.«
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Counter-Strike 2: Auch in der fünften Neuauflage spielt sich der Taktik-Shooter herrlich spannend
Als großen persönlichen Kritikpunkt führt er das Waffengefühl von Counter-Strike an. Da habe sich das Franchise in seinen Augen zu wenig nach vorn entwickelt, während etwa Call of Duty massive Fortschritte gemacht habe.
Auch für Battlefield hat er Lob übrig. Er würde sogar selbst gern Hand anlegen:
Ich mag die Battlefield-Reihe. Da würde ich gern mitarbeiten. Ich habe ein paar Ideen, von denen ich persönlich glaube, dass sie Battlefield verbessern würden. Also habe ich das Gefühl, das wäre ein Projekt, zu dem ich wirklich was beitragen könnte, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
EA versucht derzeit, bei Battlefield 6 das Ruder herumzureißen. Trotz der starken Verkaufszahlen von 2025 wurden kürzlich zahlreiche Angestellte bei den verantwortlichen Entwicklerstudios entlassen. Die neuen Seasons sollen frustrierte und gelangweilte Spieler zurückbringen. Für unseren Shooter-Experten Phil ist schwer zu fassen, dass Battlefield schon wieder an diesem Punkt steht.
Warum versucht Gooseman es eigentlich nicht nochmal mit einem PvP-Shooter? Im Interview sagte er dazu, der Markt sei heute zu schwer zu knacken. Die großen Marken-Schwergewichte seien einfach zu mächtig. Seiner Ansicht nach würden auch große Budgets da nicht mehr helfen, das sei an mehreren gescheiterten Großprojekten zu erkennen. Für kleine Studios sei es noch schwieriger. Daher bietet sein aktuellstes Spiel, Alpha Response, von vornherein gar keinen PvP-Modus.
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