AMD FSR 4: Mit »Redstone« zur Ray Reconstruction und besserem Upscaling

Auf der Computex 2025 hat AMD nicht nur neue Grafikkarten vorgestellt, sondern auch ein Update für FSR 4 angekündigt: »Redstone« soll die aktuelle Upscaling-Generation auf ein neues Level heben.

AMD will FSR 4 mit »Redstone« zu einem echten Gamechanger erheben. Das Upscaling bleibt allerdings RDNA-4-exklusiv. (Bildquelle: AMD via YouTube) AMD will FSR 4 mit »Redstone« zu einem echten Gamechanger erheben. Das Upscaling bleibt allerdings RDNA-4-exklusiv. (Bildquelle: AMD via YouTube)

Zur Computex 2025 hat auch AMD sich eine eigene Keynote einfallen lassen, die dieses Mal wesentlich auskunftsfreudiger als noch zur CES 2025 ausfiel.

Neben den technischen Daten zur Radeon RX 9060 XT, die je nach Speichervariante mit 300 bis 350 US-Dollar bepreist wird, gab es auch Neuerungen zum hauseigenen Upscaling FSR 4 (»FidelityFX Super Resolution«) zu sehen. Insgesamt 60 Spiele sollen laut AMDs Gaming-Chef Jack Huynh die neue Generation bis zum Start der RX 9060 XT unterstützen.

Durch das im Laufe des zweiten Halbjahres geplante Upscaling-Update »Redstone« soll FSR 4 – das weiterhin RX-9000-exklusiv bleibt – mit drei Schritten auf das nächste Level springen.

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Neural Radiance Caching für effizienteres Raytracing

Die erste Komponente dieses Redstone-Projekts hört auf den Namen »Neural Radiance Caching«. Gemeint ist eine Rendering-Technologie, die mithilfe eines Gitters aus KI-gestützten neuronalen Netzwerken die Berechnung von Licht in 3D-Szenen effizienter und realistischer machen soll.

Eine genaue Funktionsweise nannte AMDs Gaming-Chef Jack Huynh während der Keynote nicht, doch hat auch Konkurrent Nvidia dieses Feature im Rahmen der RTX 50-Serie eingeführt (hier heißt es »RTX Neural Radiance Cache«) und ein zugehöriges Forschungspapier veröffentlicht.

Da die neuronalen Shader in der DirectX-Schnittstelle eingegliedert werden sollen, dürfte sich der Prozess nur geringfügig unterscheiden. Vereinfacht formuliert funktioniert also auch AMDs Neural Radiance Caching voraussichtlich so:

  • Lichtstrahlen werden nur wenige Male verfolgt, um Rechenleistung zu sparen. An den Endpunkten dieser Lichtpfade wird die Szene – unter anderem anhand von Position oder Materialeigenschaften – analysiert.
  • Diese Informationen werden an das erwähnte KI-Gitter weitergegeben, das wiederum die Voraussage trifft, wie viel Licht reflektiert wird. Als neuronales Netzwerk ist es auch in der Lage, sich während des Renderns anzupassen und entsprechend auf dynamische Szenen zu reagieren.

Video starten 15:45 Google I/O 2025: Die wichtigsten Neuerungen und erste Einschätzung

Ray »Regeneration« statt »Reconstruction« und der nächste Schritt für Frame Generation

Das zweite Redstone-Feature wurde bereits teilweise vor etwas mehr als einem halben Jahr enthüllt. AMD bestätigte damals im GPUOpen-Entwicklerblog, dass das Unternehmen an einer eigenen Fassung der Nvidia Ray Reconstruction arbeitet.

Huynh enthüllte dieses Feature nun auf der Computex 2025: Mit »Ray Regeneration« verfolgt das Unternehmen ebenfalls einen KI-Ansatz, um dem Rauschen beim Pathtracing mit zu wenigen Lichtstrahlen Herr zu werden. Bisher kamen hierfür Denoiser zum Einsatz.

Abschließend erhält Redstone ein Update für die Framegenerierung, denn bisher nutzte FSR 4 noch denselben vektorbasierten Algorithmus wie FSR 3.1. Mit Redstone soll der Wechsel auf eine ML-Basis folgen. Huynh verspricht hier nicht weniger als einen »echten Gamechanger für RDNA-4-Besitzer«.

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