AMD zeigt auf der CES 2026 seine neuen CPUs und APUs, inklusive frischen Top-Modellen für Spieler

Die neuen Prozessoren von AMD wurden enthüllt. Wir zeigen euch die Specs in der Übersicht.

Kann AMD mit den neuen Produkten überzeugen? Kann AMD mit den neuen Produkten überzeugen?

Auf der CES 2026 hat AMD mehrere neue Prozessoren vorgestellt, mit denen man Spieler und Nutzer von KI-Anwendungen ansprechen will. Im Fokus stehen zwei neue X3D-Prozessoren, neue Desktop-APUs mit dedizierter KI-Hardware und eine Auffrischung der Notebook-CPUs.

In der Übersicht zeigen wir euch die neuen Produkte im Detail.

Ryzen 7 9850X3D: Leicht verbesserte Neuauflage

Das Highlight für Spieler: Der neue Ryzen 7 9850X3D ist wie sein Vorgänger auf maximale Gaming-Leistung ausgelegt. Der Prozessor vereint gleichermaßen die aktuelle Zen-5-Architektur mit großem 3D-V-Cache.

Die technischen Eckdaten:

  • 8 Kerne / 16 Threads
  • Zen-5-Architektur
  • Boost-Takt bis zu 5,6 GHz
  • 104 MB Gesamtspeicher (L2 + L3 inkl. 3D-V-Cache)
  • 120 Watt TDP
  • Sockel AM5
  • Unterstützung für DDR5 (AMD EXPO)

Neu ist im Vergleich zum Ryzen 7 9800X3D lediglich der um 400 MHz erhöhte Boost-Takt. Die Leistung steigt damit in der Spielepraxis nur minimal an.

X3D2: Ein echtes neues Top-Modell

Nochmal über dem Ryzen 7 9850X3D angesiedelt ist der nun offiziell bestätigte Ryzen 9 9950X3D2. Er setzt auf eine besonders große Menge des schnellen 3D V-Caches.

Wichtig, zu wissen: AMD-Modelle mit vielen Kernen setzen auf zwei Chiplets, um alle Komponenten unterzubringen. Der 3D V-Cache befindet sich aber nur auf einem dieser Chiplets, um für eine optimale Performance mit geringen Latenzen zu sorgen.

Genau das ist beim 9950X3D2 anders. Hier verfügen beide Chiplets über 3D V-Cache, wodurch die besonders hohe Menge zustande kommt. Wie gut AMD das Latenz-Problem in der Spielepraxis damit umgehen kann, wird sich aber erst noch zeigen müssen.


Video starten 0:45 »Die Legende ist unschlagbar«: AMD stellt den Ryzen 7 9800X3D offiziell vor


Ryzen AI 400 G: Desktop-APUs mit integrierter NPU

Neben den klassischen CPUs hat AMD auch weitere KI-Ankündigungen im Gepäck. Mit der Ryzen AI 400-Serie erscheinen neue Desktop APUs mit integrierter Grafikeinheit, die erstmals eine dedizierte NPU (Neural Processing Unit) besitzen.

Was bieten die Ryzen AI 400-Chips?

  • CPU, GPU und NPU auf einem Chip
  • Hardware-Beschleunigung für lokale KI-Aufgaben
  • Unterstützung für KI-Features in Windows und Anwendungen
  • Ausgelegt für kompakte und energieeffiziente Desktop-Systeme

Mit diesen Chips sollen Aufgaben wie Bild- und Sprachverarbeitung oder KI-gestützte Softwarefunktionen lokal und effizient berechnet werden - ohne zwingend auf Cloud-Dienste angewiesen zu sein.

Sie können außerdem für Gelegenheitsspieler interessant sein, durch die integrierte GPU. Das Spielen ist damit aber meist maximal in Full HD und in anspruchsvollen Titeln oft nur mit reduzierten Details möglich, wenn die FPS hoch genug sein sollen.

Ryzen AI (Pro) 400: Maue Neuauflage für Notebooks

Frisches Futter gibt es auch für Notebooks, ebenfalls unter dem Namen Ryzen AI 400. Der Begriff neu ist hier aber relativ: In den meisten Fällen gibt es nur etwas höhere Taktraten als bei Ryzen AI 300 und teils sogar eine schlechtere Ausstattung, etwa in Bezug auf den verfügbaren Cache.

Dieses AI-Chips bietet AMD auch für den professionellen Bereich an. Mit den Pro-Modellen richten sie sich an professionelle Anwender. Sie unterscheiden sich vor allem durch zusätzliche Sicherheits- und Verwaltungsfeatures.

Typische Features der Pro-Modelle:

  • Erweiterte Sicherheitsfunktionen
  • Langfristige Plattform- und Treiberunterstützung
  • Bessere IT-Verwaltung in Unternehmensumgebungen

Im Vergleich zu Intel hat AMD damit im Notebook-Bereich die deutlich weniger spannenden Neuerungen zu bieten:

Fazit: Das Meiste bleibt beim Alten

AMD liefert mit seinen neuen Prozessoren grundsätzlich starke Produkte, aber meist ohne große Neuerungen. Echte Generationssprünge bleiben aus, hier geht es eher um Evolution statt Revolution, mit dem heutzutage wohl unvermeidlichen KI-Fokus.

Die Taktsteigerungen und Leistungsverbesserungen bewegen sich oft nur im einstelligen Prozentbereich und dürften für den Anwender im Alltag nicht spürbar sein. Besonders auffällig: Die größten Verbesserungen bemerkt man vor allem bei den Top-Modellen, kaum bis nicht bei den kleineren Varianten.

Viel Aufmerksamkeit wird bei den Vorstellungen auf AI gelegt. Nutzer, die viel damit arbeiten, freuen sich bestimmt darüber, aber klassische Faktoren wie Performance, Effizienz und Preis-Leistungs-Verhältnis dürften trotzdem beim Kauf eines Prozessors entscheidend bleiben.

zu den Kommentaren (0)

Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.