Intel stellt auf der CES 2026 neue Laptop-CPUs vor und verspricht Rekord-Akkulaufzeiten

Intel verspricht mit der Core Ultra Serie 3 viel Leistung und besonders lange Akkulaufzeiten. Steht der Hersteller vor dem Comeback?

Die neuen Panther Lake CPUs sind für Intel ein Hoffnungsträger. (Quelle: Intel) Die neuen Panther Lake CPUs sind für Intel ein Hoffnungsträger. (Quelle: Intel)

Intel hat auf der CES den Startschuss für eine neue Ära in der Halbleiterfertigung gegeben. Mit der Vorstellung der Intel Core Ultra Serie 3 (Codename Panther Lake) schickt der Chip-Riese seine ersten Prozessoren ins Rennen, die auf dem hochmodernen Intel 18A-Verfahren basieren.

Dieser Launch ist mehr als nur ein jährliches Hardware-Update,  es ist nicht weniger als das Fundament für Intels Ambition, die Spitzenposition in der Chipfertigung zurückzuerobern. Ob das gelingt, wird sich noch zeigen, die Voraussetzungen dafür sehen zumindest auf dem Papier gut aus. 

Die 18A-Fertigung: Das Herzstück der neuen Generation

Die mobilen Panther Lake Prozessoren bieten bis zu 16 Kerne. (Quelle: Intel) Die mobilen Panther Lake Prozessoren bieten bis zu 16 Kerne. (Quelle: Intel)

Das Highlight der Ankündigung ist zweifellos die Fertigungstechnologie. Die Serie 3 ist die erste Plattform, die Intels 18A-Fertigung (ca. 1,8 Nanometer) nutzt. Damit führt Intel wegweisende Innovationen wie die RibbonFET-Transistor-Architektur und die Backside Power Delivery-Technologie PowerVia in den Massenmarkt ein. Intel verspricht nicht weniger als eine deutlich höhere Energieeffizienz bei einem signifikanten Anstieg der Leistung. 

Rekord-Akkulaufzeiten und deutlich mehr Leistung

Dank der hohen Effizienz, konnte laut Intel ein Referenzsystem mit Intel Core Ultra X9 388H eine Akkulaufzeit von über 27,1 Stunden beim Video-Streaming (Netflix) in 1080p erreichen. Wie der Hersteller angibt, wurde dazu ein Lenovo IdeaPad im Referenzdesign verwendet. 

Bei der Leistung soll die neue CPU-Generation einen deutlichen Sprung machen. Intel selbst spricht von einer 60 Prozent höheren Multithread-Leistung des Core Ultra X9 388H im Vergleich mit einem Core Ultra 9 288V. Beide Chips liefen dabei mit einer Leistungsaufnahme von 25 Watt. Getestet wurde mit Cinebench 2024. 

Intel zündet den iGPU-Turbo

Die integrierte Xe3-Grafikarchitektur verspricht über 50 Prozent mehr Leistung im Vergleich zu den Vorgängermodellen (Lunar Lake) und unterstützt neue Features wie XeSS 3 mit Frame-Generation. Für Spieler von besonderem Interesse ist da natürlich die Gaming-Leistung. Intel spricht hier von einem Leistungszuwachs von bis zu 77 Prozent.

Auch hier wurde der neue X9 388H mit dem Ultra 9 288 V verglichen. Der Hersteller leitet den Zuwachs aus den Benchmarkwerten von 45 Spielen ab, die alle in FHD-Auflösung getestet wurden. Genutzt wurde dabei immer hohe Settings und sofern möglich zweifaches Upscaling.

Sven Scharpe
Sven Scharpe

Für Intel steht mit den neuen CPUs viel auf auf dem Spiel. Nach den schwierigen letzten Jahren muss der 18A-Fertigungsprozess beweisen, dass Intel technologisch wieder mit TSMC gleichziehen kann. Die ersten Leistungsdaten zu Panther Lake klingen vielversprechend. Wie gut die Prozessoren aber am Ende wirklich sind, werden wir sehen, wenn die ersten Testberichte online sind.

Verfügbarkeit

Die ersten Laptops mit der Intel Core Ultra Serie 3 werden bereits ab dem 27. Januar 2026 im Handel sowie über OEM-Partner wie Lenovo, Dell und HP erhältlich sein. Was an den Versprechen von Intel wirklich dran ist, werden wir bald in einem ersten Test herausfinden.

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