Apple iCloud - Daten werden nun auf Google-Servern gespeichert

Apple-Nutzer, die die iCloud verwenden, schicken ihre Daten zumindest teilweise an Server von Google.

von Georg Wieselsberger,
28.02.2018 10:18 Uhr

Apple speichert Daten nun bei Google – statt bei Microsoft.Apple speichert Daten nun bei Google – statt bei Microsoft.

Google ist wenig überraschend einer der größten Anbieter für Cloud-Server und macht alleine mit seinen Apps in der Cloud pro Quartal einen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar. Alle Unternehmen, die Cloud-Server von Google zum Speichern von Daten verwenden, nennt Google allerdings nicht. Bekannt sind aber unter anderem PayPal oder auch Spotify. Schon im Jahr 2016 waren Gerüchte aufgekommen, dass Apple die Server von Google für seine iCloud verwendet, doch offiziell bestätigt wurden diese Meldungen nicht.

Apple wechselt von Microsoft zu Google

Nun hat Apple jedoch laut einer Meldung von CNBC selbst auf seiner Webseite ein PDF aktualisiert und dabei die Nutzung der öffentlichen Google-Cloud für Daten seines iCloud-Dienstes bestätigt. Der sogenannte »iOS Security Guide« hatte demnach schon seit Jahren angegeben, dass die iCloud Daten auf externen Servern speichert und dabei die Amazon Web Services und auch Microsoft Azure genannt.

In der aktuellen Version des Guides wurden jedoch die Hinweise auf Microsoft Azure entfernt und an dieser Stelle nun die Google Cloud Platform eingesetzt.

Was bei Google gespeichert wird, ist unbekannt

Ebenso gibt es keine Hinweise darauf, was genau Apple nun bei Google speichert und wie lange das schon der Fall ist. Laut CNBC speichert Apple »Objekte« auf den Servern, also eventuell nur Fotos oder Videos. Doch eine Bestätigung gibt es dafür nicht und Apple hat auf eine Anfrage seitens CNBC nicht reagiert. Auch Microsoft wollte keine Stellung abgeben.

Der Bericht zeigt aber, dass selbst ein Unternehmen wie Apple, das riesige Umsätze und Gewinne einfährt, nicht einfach so in der Lage oder Willens ist, eine eigene Server-Infrastruktur wie Google, Amazon oder Microsoft aufzubauen.


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