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Seite 3: Apple iOS 6 ausprobiert - iPhone-5-Betriebssystem im Test

Komfortablere Mailverwaltung

Die Bilder, die wir weiterleiten wollen, wählen wir duch Antippen aus unserem Fotostream aus. Die Bilder, die wir weiterleiten wollen, wählen wir duch Antippen aus unserem Fotostream aus.

Mit iOS 6 hält endlich eine Funktion Einzug, die unserer Meinung nach schon seit der ersten Version fehlt. Zwar war es schon immer möglich, mehrere E-Mail-Konten mit dem iPhone zu verwalten, etwa ein privates und ein geschäftliches, unterschiedliche Signaturen anzufügen aber nicht. Das ändert sich nun mit iOS 6 und funktioniert mit beliebig vielen Accounts. Ebenfalls neu ist die VIP-Funktion. Alle eingehenden Nachrichten von diesen Adressen werden anschließend in einem separaten Posteingang zusammengefasst, egal an welche unserer E-Mail-Adressen die Nachricht gerichtet war. Auf Wunsch spielt das iPhone bei VIP-Nachrichten zudem einen anderen Benachrichtigungston ab als bei den allgemeinen Kontakten.

Fotos und Videos lassen sich nun ebenfalls einfacher verschicken als bisher. Früher mussten wir noch umständlich in die Fotogalerie navigieren und das Video oder Bild kopieren und danach im E-Mail-Client händisch einfügen. Unter iOS 6 tippen wir einfach auf eine freie Fläche im Textfeld und wählen die Option »Foto oder Video einfügen«. Im eingeblendeten Auswahlfenster suchen wir die gewünschten Elemente heraus.

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Besserer Datenschutz

Im neuen und längst überfälligen Menüpunkt »Datenschutz« wird übersichtlich angezeigt, welche Anwendungen auf welche Dienste zugreifen. Tippen wir auf Ortungsdienste, bekommen wir alle Apps aufgelistet, die auf die Ortungsfunktion nutzen. Wenn wir den Zugriff widerrufen möchten, reicht es den Schalter auf die Aus-Position zu bewegen. Gleiches gilt für Kontakte, Bluetooth, Kalender, Fotos und Erinnerungen; Twitter und Facebook haben übrigens ihre eigenen Datenschutzoptionen.

Thema Schutz: Alle Nutzer mit einem iOS-6-fähigen Gerät sollten unbedingt das Update durchführen. Denn neben den Verbesserungen am mobilen Betriebssystem hat Apple außerdem knapp 200 Sicherheitslücken geschlossen. Diese erlauben potentiellen Angreifern teils systemkritische Zugriffe, etwa um den verschlüsselten Datenverkehr ihres iPhones abzuhören. Dadurch können ihre Account-Daten gestohlen und missbraucht werden.

Facebook bietet eigene Datenschutzoptionen, Twitter ebenso. Alle anderen Apps regeln wir über ein gemeinsames Menü. Facebook bietet eigene Datenschutzoptionen, Twitter ebenso. Alle anderen Apps regeln wir über ein gemeinsames Menü.

Und sonst?

Zu den größeren Veränderungen kommen noch viele kleinere, die nicht auf den ersten Blick auffallen. Praktisch finden wir beispielsweise den »Nicht stören«-Modus. Den aktivieren wir entweder manuell oder steuern ihn über bestimmte Zeiträume, etwa von 23:00 bis 08:00 Uhr. In dieser Zeit werden alle Benachrichtigungen über eingehende Anrufe oder SMS abgeschaltet. Allerdings dürfen wir Ausnahmen definieren: Etwa falls ein Verwandter anruft, kann das Telefon trotzdem klingeln. Zudem gibt es eine »Dringende Anrufe« Funktion – versucht uns eine Nummer mehr als zweimal innerhalb von drei Minuten zu erreichen, klingelt das Telefon beim dritten Versuch trotz Ruhemodus.

App- und der Musik-Store haben zudem eine dunklere Benutzeroberfläche als bislang, und Facebook folgt uns auch in den Märkten nunmehr auf Schritt und Tritt. Jede App, jedes Musikstück und jeden Film den wir uns zulegen, können wir direkt auf unserer Pinnwand vermerken oder anderweitig in dem sozialen Netzwerk verbreiten.

Mit iOS 6 wird das iPhone zum Facebook-Handy. Mit iOS 6 wird das iPhone zum Facebook-Handy.

In der Telefonie-App fällt zunächst der hellere Ziffernblock auf, einen Vorteil in Bezug auf die Leserlichkeit im Vergleich zur bisherigen Gestaltung konnten wir jedoch nicht ausmachen. Interessanter ist wohl die Möglichkeit, eingehende Anrufe mit vordefinierten Antworten abweisen zu können, etwa »Bin im Meeting.« oder ähnliches. Ausserdem dürfen wir drei SMS-Reaktionen frei definieren.

Eine weitere Änderung betrifft das deutsche Tastaturlayout. Anstatt Umlaute wie gewohnt per gehaltener Vokal-Taste einzugeben, gibt es nun am rechten Rand separate Tasten für Ü, Ö, und Ä. Besonders in den ersten Tagen führt die neue Eingabemethode zu einigen Fehlern und Verzögerungen, geht im Anschluss aber schnell von der Hand. Wer nicht umsteigen möchte, darf sich über die Einstellungen auf das altbekannte Layout zurückholen.

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