Alles neu bei Apple Intelligence und Siri
Auf der WWDC 2026 gab es endlich wieder gute (und gar nicht mal so gute) Neuigkeiten rund um die „Apple KI“. Die guten Neuigkeiten betreffen weitaus mächtigere KI-Modelle dank einer Kooperation mit Google und den anhaltenden, marktführenden Schutz der Privatsphäre. Die gar nicht mal so guten Neuigkeiten sind, dass wir in der EU bis auf Weiteres auf viele Neuerungen warten müssen oder diese nie zu Gesicht bekommen werden.
Einordnung der Zusammenarbeit zwischen Google Gemini und Apple
Apple hat seine KI-Strategie grundlegend über den Haufen geworfen und setzt bei der dritten Generation seiner Apple Foundation Models auf eine Kooperation mit Google. Für mich kommt die Kooperation wenig überraschend, denn Google gibt mit den KI-Modellen hinter Gemini momentan den Ton in der Branche an. Dabei ist es jedoch ein Trugschluss, dass hinter Apple Intelligence jetzt einfach eine maskierte Version von Gemini arbeitet.
Die neuen Kern- und Cloud-Modelle wurden gemeinsam entwickelt und nutzen Technologien aus der Gemini-Familie, aber viele grundlegende Abläufe bei der Verwendung von Apple Intelligence sind nicht mit der Verwendung von Gemini vergleichbar. Die Gründe dafür sind Apples Private Cloud Compute, sowie vorgelagerte On-Device-Modelle und die damit einhergehenden Vorteile für die Privatsphäre der Anwender.
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Apple Private Cloud Compute
Wenn die Rechenleistung auf dem jeweiligen Gerät für die Lösung einer Anfrage nicht ausreicht, geht sie in die „Cloud“. Die Server hinter Apples Private Cloud Compute machen dafür ein kugelsicheres Versprechen: Daten werden rein für die Ausführung der jeweiligen Anfrage genutzt, niemals dauerhaft gespeichert und sind weder für Apple noch für Google oder sonstige Dritte einsehbar. Unabhängige Sicherheitsforscher können dieses Versprechen jederzeit überprüfen.
Apple Intelligence On-Device-Modelle und auf welchen Geräten sie laufen
Bevor eine Anfrage oder Aufgabe jedoch an Apple Private Cloud Compute Server weitergeleitet wird, versucht zuerst euer Endgerät lokal eine Lösung zu finden. Für die Verarbeitung direkt auf eurer Hardware sorgt die dritte Generation der On-Device-Modelle, die mit bis zu 20 Milliarden Parametern extrem effizient arbeiten.
Verfügbar werden diese lokalen Funktionen auf iPhones, iPads, Macs, der Apple Watch und der Vision Pro, sofern sie mit den bisherigen Apple Intelligence Funktionen kompatibel sind. Eine kleine Einschränkung gibt es jedoch im Kleingedruckten: Für bestimmte High-End-Features setzt Apple modernstes Apple Silicon und bei einigen Geräten mindestens 12 GB Arbeitsspeicher voraus.
Stufe 1: Lokale On-Device-Verarbeitung
Wann immer es möglich ist, bleibt eine Anfrage komplett auf dem jeweiligen Endgerät. Die Modelle durchforsten Fotos, E-Mails, Daten und Nachrichten lokal. Da die Daten das Gerät niemals verlassen, ist diese Stufe absolut privat.
Stufe 2: Private Cloud Compute
Reicht die lokale Hardware für komplexe Aufgaben nicht aus, schaltet der sogenannte System Orchestrator das Private Cloud Compute ein. Die Daten werden verschlüsselt an Server gesendet. Dank der Kombination aus Apple Silicon, Google Cloud und NVIDIA Blackwell-GPUs mit Confidential Computing wird die Verarbeitung in einer isolierten, vertrauenswürdigen Umgebung durchgeführt.
Die Server besitzen keinen dauerhaften Speicher, und das System weist über eine kryptografische Verifizierung nach, dass die Software vor der Datenübermittlung nicht manipuliert wurde.
Stufe 3: Kontrollierte Drittanbieter-Integration
Für spezialisiertes Wissen oder Entwickler-Tools öffnet sich das System nach außen. Doch auch hier steht die Privatsphäre im Fokus. Über das neue LanguageModel-Protokoll und mehrere Sicherheitsmechanismen werden Anfragen isoliert und anonymisiert. Der Nutzer behält stets die volle Transparenz und die Kontrolle darüber, wann und wie externe KI-Modelle aufgerufen werden.
Wird Siri endlich zum fähigen Sprachassistenten? Die neue „Siri AI“
Aus Siri wird endlich „Siri AI“ – das wohl größte Upgrade für Apples Sprachassistenz seit 15 Jahren. Siri AI ist nun vollständig kontextsensitiv und führt echte, fortlaufende Dialoge, anstatt nur isolierte Befehle abzuarbeiten. Sie kann Bildschirminhalte analysieren, persönliche Daten aus E-Mails oder Nachrichten verknüpfen („Wann landet der Flug von Papa und wie wird das Wetter dort?“) und komplexe, appübergreifende Aktionen autonom ausführen.
Auch bei Siri AI gibt es einige Einschränkungen, denn wer die neueste, natürlichste Form der Sprachausgabe und andere anspruchsvolle Features nutzen möchte, braucht ein Gerät ab dem iPhone 17 Pro, iPhone Air oder neuer.
Agentic AI: der vermutlich größte Fortschritt bei Apple Intelligence
Der entscheidende Schritt hin zu einer KI, wir tatsächlich etwas für ihre Anwender erledigen kann, gelingt Apple durch das runderneuerte App Intents Framework. Siri AI wandelt sich von einer reinen Sprachsteuerung zu einem proaktiven System-Akteur, der Apps und Daten systemweit ansteuert, ohne dass der Nutzer die Anwendungen überhaupt öffnen muss.
Ein Befehl wie „Füge diese Rechnung meinen Ausgaben hinzu und schicke eine Bestätigung an mein Team“ reicht aus, damit Siri die Daten aus einem geöffneten PDF ausliest, sie in einer Buchhaltungs-App einträgt und zeitgleich eine Nachricht über Slack, Teams oder iMessage versendet. Für Entwickler wird Siri damit zu einer universellen KI-Bedienoberfläche, die komplexe Workflows autonom für den Nutzer abarbeitet.
Siri Shortcuts per Sprachbefehl erstellen
Ein greifbares Beispiel für solche neuen Fähigkeiten ist die Kurzbefehle-App (Shortcuts) unter iOS 27. War das Erstellen von komplexen, mehrstufigen Automatisierungen früher eine Geduldsprobe, reicht bald ein einfacher Satz in natürlicher Sprache. Durch ein neues KI-Feature namens „Kurzbefehl beschreiben“ baut Apple Intelligence den gesamten Workflow im Hintergrund vollautomatisch zusammen.
Nutzer können Siri AI beispielsweise einfach anweisen: „Schalte, wenn es dunkel ist, das Licht auf der Veranda ein, sobald ich die Benachrichtigung bekomme, dass mein Lieferdienst gleich da ist“ – und die KI verknüpft eigenständig die Smart-Home-Steuerung, die Mitteilungsinhalte und die jeweilige App zu einem fertigen, sofort einsatzbereiten Kurzbefehl. Solch einen Kurzbefehl zu erstellen, kostet bislang teils mehrere Stunden und unzählige Anläufe.
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Was spricht für ein iPhone? Drei gute Gründe
Nicht nur ich denke, dass es viele triftige Gründe für ein iPhone gibt. Die Consumer Intelligence Research Partners, kurz CIRP führen jährlich Umfragen zur Kundenzufriedenheit in den USA durch. 2021 haben in der Studie mehr als 92% der Befragten angegeben, dass sie nach ihrem iPhone wieder zu einem Apple-Handy greifen möchten. Bis 2025 ist der Wert leicht auf „nur“ 89% gefallen, aber diese Kundenzufriedenheit setzt nach wie vor die Messlatte in der Branche.
Schon als Jugendlicher schätzte ich mich sehr glücklich, als ich vom ramponierten Schwarz-Weiß-Nokia auf ein iPhone 3G wechseln und damit einen unglaublichen Entwicklungssprung hinlegen durfte. Aber auch lange nach dieser Zeit bin ich noch glücklich mit den iPhones, die mich seit über 15 Jahren begleitet haben. Dafür gibt es drei gute Gründe.
1. Das iPhone hat eine höhere Lebensdauer als viele andere Handys
Der wichtigste Faktor für die Lebensdauer ist die physische Haltbarkeit. Die habt ihr buchstäblich selbst in der Hand. Allerdings haben mehrere Selbstversuche von mir gezeigt: Ein modernes iPhone ist härter im Nehmen, als man meint. Trotz Partys und Urlaub, sowie kleineren und großen Malheuren war ich positiv überrascht, denn seit dem iPhone 12 hatte ich keinen größeren Schaden mehr.
In Bezug auf den zweiten Faktor für die Lebensdauer befrage ich meinen ehemaligen Kollegen zu Service und Reparaturen. Er arbeitet bei einem autorisierten Apple Service-Stützpunkt und repariert seit vielen Jahren täglich Apple Geräte. Zu iPhone Reparaturen sagt er:
>> Wir tauschen noch Batterien und Displays bei den Modellen aus 2015, also der iPhone 6S-Reihe. Darüber hinaus gibt's bei Apple das Vintage-Programm für ganz alte Geräte. Bis zu einem iPhone 4 bekommt man direkt bei Apple noch Reparaturen - allerdings nicht garantiert und je nach Teile-Verfügbarkeit. <<
Der dritte Faktor sind Softwareaktualisierungen. Was nützt ein funktionierendes Handy, wenn bestimmte Apps nicht mehr laufen oder Sicherheitslücken offen bleiben? Apple ist in diesem Punkt ein Vorbild für die ganze Branche. iOS 27 kommt auf das iPhone 11 aus 2019. Das bedeutet viele Jahre Updates und danach durchschnittlich noch weitere Jahre mit wichtigen Sicherheits-Updates.
Zum Thema Vorbildfunktion: Samsung und Google haben mittlerweile erkannt, wie wichtig uns Nutzern langjährige Update-Versprechen sind. Auch die Konkurrenz möchte jetzt und in Zukunft länger mit Updates aushelfen. Gut für uns!
2. Das iPhone ist schnell
Was im Alltag wirklich zählt, ist Zuverlässigkeit und flüssiges Arbeiten. Genau da punktet das iPhone dank iOS und schneller Apple-Prozessoren.
Konkurrent Qualcomm hatte mit dem Snapdragon 8 Gen 3 einen großen Entwicklungssprung hingelegt und die Lücke zu Apple beinahe geschlossen. Die A19-Generation von Apple trumpft mit der Performance auf dem Niveau der M-Chips aus dem Desktop-Bereich auf und zeigt, dass Apple die Leistungs-Krone nicht kampflos aufgeben möchte.
3. Das Apple Ökosystem ist einzigartig (Fluch & Segen)
Mein letztes Argument handelt gar nicht vom iPhone selbst. Die größte Stärke von Apple ist meiner Meinung nach der ganze Geräte- und Softwarekosmos. Wenn ich mein MacBook aufklappe, muss ich dank Apple Watch kein Passwort eingeben und kann außerdem meine iPhone-Kamera einfach als hochwertige Webcam nutzen. Und statt umständlicher Anmeldungen über die Fernbedienung schickt mir das Apple TV Log-ins einfach aufs iPhone, wo Passwörter ohnehin sicher gespeichert sind.
Natürlich gibt es gute Synchronisation und gleichwertige Funktionen auch anderswo. Der Unterschied ist, dass man bei Apple all das nicht erst einstellen oder konfigurieren muss. Es funktioniert einfach. Und damit macht Apple seine treuen Kunden auch teilweise abhängig, denn Umsteigen ist anstrengend.
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Wie Apple euer altes Handy recycelt
Wenn ein iPhone eines Tages am Ende seiner Lebenszeit angelangt ist, zerlegt der von Apple entwickelte Roboter „Daisy“ die Geräte im Eiltempo. Bis zu 200 Stück schafft einer dieser Roboter pro Stunde. Aus den Einzelteilen werden dann in weiteren Schritten seltene Erden und Edelmetalle zurückgewonnen und aus dem Aluminium entstehen neue Macs und iPhones.
Dieser Clip zeigt den Recycling-Roboter Daisy bei der Arbeit. Natürlich standesgemäß gefilmt mit einem iPhone.
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Leider besteht nach wie vor das Problem, dass zu viele alte Smartphones in Schubladen aufgehoben und nicht ordentlich entsorgt werden. In deutschen Haushalten liegen Schätzungen zufolge mehr als 200 Millionen ausrangierte Handys herum. Darunter unzählige iPhones, die Roboter Daisy recyceln könnte. Dabei ist die Entsorgung denkbar einfach:
- Elektronik-Handel: Da wo's neue Geräte gibt, dürft ihr dank der ElektroG2 Regelung auch euer Altes abgeben
- Netzbetreiber: Bei O2, Vodafone und Telekom könnt ihr alte Smartphones kostenfrei einsenden
- Lokaler Wertstoffhof: Elektronik darf niemals über den Hausmüll entsorgt werden! Geht dafür bitte zu einem Wertstoffhof in eurer Nähe
Sparen mit einem Refurbished iPhone und Tipps für Gebrauchte
Der Markt für gebrauchte Elektronik boomt und das ist auch gut so. Bereits 2012 habe ich begonnen, mein altes iPhone zum Ende meiner Vertragslaufzeit zu verkaufen und mir damit das nächste Modell zu finanzieren. Seitdem habe ich bereits vieles von Apple gebraucht ge- und verkauft und damit viele gute Erfahrungen gemacht. Dabei haben sowohl der Gebrauchtkauf aus privater Hand als auch offizielle Shops für gebrauchte Geräte ihre Vor- und Nachteile.
Gebrauchte iPhones von privat
Wer ein besonderes Schnäppchen machen möchte, hat hier die besten Chancen. Allerdings ist eine Menge Eigenverantwortung gefragt, denn Betrüger lauern an jeder Ecke. Wer persönlich zum Testen und Zahlen beim Verkäufer vorbeischaut, kann nicht nur einem Großteil der Betrugsmaschen aus dem Weg gehen, sondern handelt damit auch noch lokal und besonders nachhaltig.
Wichtig: Für ein gebrauchtes iPhone aus privater Hand gibt’s natürlich keine Garantie, Rückgabe oder Gewährleistung. Außerdem solltet ihr stets überprüfen, ob die Aktivierungssperre in iCloud auch deaktiviert ist, sonst könnt ihr das iPhone nicht auf euch registrieren und einrichten.
Refurbished oder generalüberholt: Der Handel mit gebrauchten iPhones
Wenn euch der Privatkauf zu unsicher ist, rate ich euch zu einem gebrauchten iPhone aus dem Handel. So könnt ihr den Gebrauchszustand anhand fester Kategorien auswählen und bekommt unter Umständen sogar Garantie.
Geräte mit offiziellem „refurbished“ Status von Apple sind häufig kaum gebraucht und so gut wie neuwertig. Amazon selbst bietet neben Neuware das iPhone auch generalüberholt an. Hier habt ihr die Wahl aus unterschiedlichen Zuständen, über die euch Amazon auf einer Übersichtsseite informiert. In anderen Shops wie ReBuy, Back Market oder Refurbed gibt es sogar fast ausschließlich gebrauchte Geräte.
Natürlich sind solche Anbieter im Vergleich etwas teurer und die Geräte nicht weniger gebraucht, aber besonders für Neulinge auf dem Gebrauchtmarkt liegen die Vorteile auf der Hand: Gewährleistung und Garantie vom Händler und online natürlich auch mit Rückgaberecht.
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Von Android zum iPhone umziehen – mit Whatsapp-Verläufen
Wer jetzt vom iPhone angetan ist und noch ein Android-Handy in der Hand hält, kann sich einfach die „Auf iOS übertragen“ App aus dem Google Play Store installieren. Neben Mail-Accounts, Kontakten und eurem Kalender können natürlich auch eure ganzen Fotos und Videos übertragen werden.
Bis vor einigen Jahren war danach Schluss. Die eigenen Whatsapp-Verläufe zwischen den unterschiedlichen Betriebssystemen zu übertragen, war nicht möglich. Das gehört zum Glück der Vergangenheit an. Mittlerweile kann euch der Umzugshelfer von Apple auch eure Whatsapp-Verläufe aufs neue iPhone übertragen.
Seid ihr auch begeistert von eurem iPhone oder geht es euch manchmal auf den Keks? Denkt ihr darüber nach, von Android auf Apple zu wechseln oder sogar umgekehrt? Oder gibt es Punkte in dieser Kaufberatung, bei denen Fragen offen geblieben sind? Schreibt es in die Kommentare. Ich freue mich auf euer Feedback.
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