Anfang des Monats hat Apple mit dem MacBook Neo ein Budget-Gerät vorgestellt. Für einen Preis ab 699 Euro unterbietet es das bisher günstigste MacBook, das MacBook Air, in der Basisversion um rund 50 Euro.
Was für Anwender nach einem lang ersehnten Deal klingt, sorgt in den Chefetagen der Windows-Konkurrenz aktuell für handfeste Panik, berichtet PC Mag.
Asus-Co-CEO S. Y. Hsu fand als erster auf einer Pressekonferenz ungewohnt offene Worte für Apples aggressive Preispolitik: Der neue Einstiegs-Mac sei ein «offensichtlicher Schock für die ganze Industrie», der etablierte PC-Hersteller dazu zwinge, ihre Strategie für den hart umkämpften Massenmarkt zu überdenken und zu antworten.
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iPad (Pro) oder MacBook? Diese Unterschiede müsst ihr 2026 kennen
Bisher hat sich Apple vor allem auf hochpreisige Segmente bei Laptops konzentriert. Mit dem ersten Budget-MacBook ändert Apple jetzt diese Strategie. Laut Hsu würden alle großen PC-Firmen, wie Microsoft, Intel oder AMD, die veränderte Situation sehr ernst nehmen.
Wichtig sei es, wie die PC-Hersteller reagieren würden. Mit einem Startpreis von rund 700 Euro bietet das Neo einen 13-Zoll-Laptop mit IPS-Panel, den älteren A18 Pro-Chip, 8 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte SSD-Speicher.
Für 100 Euro mehr verdoppelt Apple den Festplattenspeicher und fügt Touch-ID-Unterstützung hinzu.
Auch wenn Apple ein preislich attraktives Angebot geschnürt hat, gibt der Asus-CEO zu Bedenken, dass es eine Schwachstelle hat: Die 8 Gigabyte RAM werden von allen Systemkomponenten geteilt.
Dies bietet Vorteile, wie Flexibilität und eine hohe Energieeffizienz, aber auch Nachteile. So kann der RAM-Speicher nicht aufgerüstet werden und das System könnte bei bestimmten Anwendungen, wie Spielen, schneller an seine Grenzen kommen.
Für Hsu ist Apples neues MacBook daher eher mit einem iPad vergleichbar und weniger mit Mainstream-Notebooks, die auch rechenintensive Aufgaben bewältigen können.
MacBook Neo oder MacBook Air: Das müsst ihr vor einer Kaufentscheidung wissen
Schlussendlich ist das MacBook Neo genau das, was die Windows-Konkurrenz zu befürchten scheint: ein Stresstest für den etablierten Laptop-Markt. Für rund 700 Euro liefert Apple ein Einstiegsgerät in das eigene Ökosystem, das vieles richtig zu machen scheint. Erste Tests werden zeigen, wie sich Apples neuester Laptop auch gegenüber der Windows-Konkurrenz schlägt und ob die 8 Gigabyte RAM, wie vom Asus-CEO vermutet, ein Problem darstellen könnten.
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