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Seite 2: Asus ROG Swift PG278Q - G-Sync, 144 Hertz und 2560x1440 Pixel

G-Sync

G-Sync soll sowohl das Tearing als auch das Ruckeln vollständig verhindern und gleicht dafür wie V-Sync die Framerate von Grafikkarte und Monitor aneinander an. Allerdings richtet sich hier nicht die Grafikkarte nach der Hz-Zahl des Monitors, stattdessen passt der Bildschirm über ein zusätzliches Modul seine Bildwiederholfrequenz variabel (30 - 144 hz) an die fps-Ausgabe der Grafikkarte an – so verscheinden sowohl Tearing als auch der durch V-Sync verursachte Lag.

Durch G-Sync richtet sich der Monitor nach der Grafikkarte und passt seine Bildwiederholfrequenz dynamisch der momentan durch die Grafikkarte erreichten fps-Zahl an. Durch G-Sync richtet sich der Monitor nach der Grafikkarte und passt seine Bildwiederholfrequenz dynamisch der momentan durch die Grafikkarte erreichten fps-Zahl an.

Um die G-Sync-Funktion nutzen zu können, benötigen Sie also einen entsprechenden G-Sync-Monitor, wie den Asus ROG Swift PG278Q. Außerdem funktioniert G-Sync nur mit einer Geforce-Grafikkarte (ab Geforce GTX 650 Ti Boost) — Besitzer von Radeon-Karten können momentan keine vergleichbare Technik nutzen.

2015 soll aber aber AMDs »FreeSync«-Alternative durch eine Erweiterung des VESA-Standards (den alle Monitore unterstützen) marktreif werden – da FreeSync nur eine (kostenlose) Software-Erweiterung ist, sollten im Prinzip alle neuen TFTs die Technik unterstützen. Entsprechend könnte das realtiv teure G-Sync (für das G-Sync-Zusatzmodul verlangt Nvidia rund 100 Dollar von den TFT-Herstellern) kostenlos durch FreeSync ersetzt werden, das sowohl für Radeon- als auch Geforce-Karten funktioniert. Derzeit lässt sich aber noch nicht absehen, wann erste FreeSync-kompatible Monitore erscheinen – G-Sync hat momentan also noch keine Konkurrenz.

Spieletest

Sobald wir in Anno 2070 mit der Kamera eine Insel erreichen, sinkt die Framerate und die Darstellung gerät wahrnehmbar ins Stocken. Aktivieren wir G-Sync auf dem Asus-Monitor, bleibt die Kamerafahrt trotz stark schwankender Framerate hingegen flüssig. Sobald wir in Anno 2070 mit der Kamera eine Insel erreichen, sinkt die Framerate und die Darstellung gerät wahrnehmbar ins Stocken. Aktivieren wir G-Sync auf dem Asus-Monitor, bleibt die Kamerafahrt trotz stark schwankender Framerate hingegen flüssig.

Da die Framerate beim Blick auf eine große Stadt in Anno 2070 deutlich niedriger liegt als beim Verfolgen eines einzelnen Schiffs auf dem weiten Meer, gerät das Bild ohne G-Sync ins Stocken, wenn wir vom Meerblick zur Stadtansicht scrollen. Sobald wir das in den Asus ROG Swift PG278Q integrierte G-Sync aktivieren, wandern wir hingegen ohne wahrnehmbare Ruckler über das Meer und die Inseln.

Am deutlichsten wahrnehmbar ist die Verbesserung durch G-Sync vor allem in niedrigen bis mittleren Framerate-Bereichen. Während ohne G-Sync doppelt so lang dargestellte Frames zu deutlichen Rucklern führen und das Spielerlebnis spätestens ab 35 fps und darunter bislang störend hakelig wird, spielt es sich mit G-Sync tatsächlich bis hinab zu etwa 25 fps noch erstaunlich flüssig!

Flotte Shooter spielen sich zwar auch mit G-Sync unterhalb von 35 fps nicht mehr uneingeschränkt flüssig, die Darstellung ist dennoch deutlich stabiler und wirkt erheblich homogener als ohne G-Sync. Langsamere Titel lassen sich dank G-Sync auch mit etwa 30 fps problemlos spielen und erscheinen teils flüssiger als mit 50 fps ohne G-Sync – die Technik bringt also eine deuitliche Verbesserung in fast allen Spielsituationen, vor allem aber in niedrigen fps-Bereichen.

In schnelleren Spielen wie Battlefield 4 oder Call of Duty: Ghosts verzichten wir im Normalfall auf V-Sync, um gerade in hektischen Situationen minimale Verzögerungen (Lag) zu vermeiden. Allerdings müssen wir dann auch das typische »Tearing« hinnehmen. Auch hier erweist G-Sync gute Dienste und erlaubt flüssiges Spielen ohne Bildfehler.

Extrem schnell

Asus gibt die Schaltzeit des ROG Swift PG278Q mit 1,0 Millisekunden für den Wechsel von grau zu grau an. Dieser Wert ist zwar sehr niedrig, jedoch nicht besonders aussagekräftig, da es in der Praxis besonders auf die Zeit ankommt, die ein Monitor für den Wechsel von Schwarz zu Weiß und wieder zurück braucht. Nach unseren Messungen kommt der Asus-Monitor hier auf 5,5 Millisekunden und sichert sich damit den Platz als schnellster bisher von GameStar getester Monitor (der BenQ XL2720T schafft 5,9 ms).

Diese extrem schnelle Reaktionszeit erreicht der ROG Swift PG 278Q unter anderem durch seine deutlich ausgeprägte Overdrive-Funktion. Fast alle Spieler-Monitore nutzen Overdrive um ihre Reaktionszeiten zu verkürzen, dabei wird an die Flüssigkristalle im Inneren des Displays für kurze Zeit eine höhere Spannung angelegt als diese eigentlich brauchen, um sich auszurichten. Durch diese kurzeitige Überspannung drehen sich die Kristalle schneller, allerdings kann es dadurch auch zu einem Unschärfeeffekt kommen, der sich besonders bei dunklen Kanten in Form eines hellen Schimmerns (»Halo«) bemerkbar macht. Im Test des PG278Q konnten wir aber selbst in der höchsten Overdrive-Stufe kein Schimmern ausmachen und in Spielen blieb das Bild dank der kurzen Reaktionszeit selbst bei sehr schnellen Drehungen und Bewegungen stets stabil.

Besonders schnelle Rennspiele und Shooter profitieren von der kurzen Reaktionszeit des Asus PG278Q. (im Bild: GRID Autosport) Besonders schnelle Rennspiele und Shooter profitieren von der kurzen Reaktionszeit des Asus PG278Q. (im Bild: GRID Autosport)

Wer Verzerrungen und Schlieren noch weiter reduzieren möchte, kann auch den »ULMB«-Modus des Asus ROG Swift PG278Q aktivieren. Die Ultra-Low-Motion-Blur-Technologie gibt es in Form der »LightBoost«-Funktion bereits seit längerem. Die wurde eigentlich entwickelt um beim Spielen mit Nvidias 3D-Vision-Brille für ein helleres Bild zu sorgen, lässt sich mittels eines Hacks aber auch ohne die 3D-Funktion nutzen. Sowohl ULMB als LightBoost drehen während der Monitor ein Bild aufbaut die Helligkeit des Panels komplett herunter und erst wenn das Bild vollständig aufgebaut ist, wieder hoch.

Das geschieht entsprechend blitzschnell und da wir durch das Stroboskoplicht immer nur komplette Bilder sehen, wird Bewegungsverzerrung deutlich reduziert. Im Test profitieren wir besonders in sehr hektischen Situationen von der Funktion und Motion Blur wird deutlich geringer. Allerdings wird durch ULMB auch das Bild etwas dunkler und die Funktion lässt sich nicht gleichzeitig mit G-Sync nutzen, da sie eine feste Hz-Zahl benötigt. Wir nehmen daher lieber etwas Motion Blur in Kauf und aktivieren in Spielen statt ULMB in der Regel G-Sync.

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